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      23.09.2016 -  Über die Äußerung der Empörung

Die schwierigen Zeiten sind für Menschen, die im geistigen Sinne nicht sehend und psychisch unreif sind, immer eine natürliche Versuchung, indem sie diese Menschen verstärkt dazu provoziert, ein unwiderstehliches Bedürfnis zu verspüren, einen erdachten Feind zu suchen und zu bestimmen.
Denjenigen zu bestimmen, der unbedingt als der Schuldige für das Unheil und die Unannehmlichkeiten, die man erleidet, gekennzeichnet werden soll.

In der Regel beruht das Bestimmen von Feinden seitens dieser Unglücklichen ausschließlich auf einem Denken, das auf primitivste Weise voreingenommen ist.
Nicht selten genügt unter solchen Umständen sogar allein eine bildhafte Anspielung, die angeblich für ein genaues Ernennen zum Feind hinlänglich ausreicht.

All dies geschah auf gleiche Weise sowohl zu alten Zeiten, im Mittelalter, als auch heutzutage, einer Zeit, die als Epoche der Aufklärung gilt.

Zu allen Zeiten war das Prinzip, einen bedingten Feind zu finden, ein und dasselbe, weil es auf einem Gesetz der Entwicklung der Psyche und auf der Äußerung egoistischer Interessen beruht.

Während der gesamten Geschichte der Entwicklung der menschlichen Zivilisation erlebten die Menschen so oft, und erleben weiterhin, alle möglichen Konfrontationen untereinander, so dass die Psyche des sich nicht normal entwickelnden Menschen unvermeidlich begann, die ihn umgebende Gesellschaft als solche wahrzunehmen, die angeblich eindeutig dessen Feinde in sich birgt.

Selbst dann, wenn diese erdachten Feinde in diesem Moment auf keine Weise bestimmt werden können.

Von alters her wurde der Mensch aus natürlichen Gründen gezwungen, sich vor allem vom Instinkt der Selbsterhaltung leiten zu lassen, so wie ein beliebiges Tier.

Derselbe Mensch, indem er Versuche unternahm, das System der Lebensgestaltung seiner Gesellschaft zu formen, musste unvermeidlich ein System bilden, welches das Streben des Menschen, in völliger Abhängigkeit von demselben Instinkt der Selbsterhaltung zu leben, eindeutig unterstützt.

Dieser Umstand, der sich einst im Altertum in die Grundlage der Lebensgestaltung der gesamten Menschenzivilisation bildete, schuf unvermeidlich äußerst gefährliche Bedingungen für die Formung der Psyche des Menschen und für sein geistiges Wesen.

In diesen Verhältnissen formten sich die menschliche Psyche und das Denken, und sie formen sich weiterhin erfolgreich auf solche Weise, so dass eine sehr große Anzahl dieser Menschen fähig wird, bedenkenlos jeden Beliebigen zum Feind zu erklären, auf den jemand geschickt und zur passenden Zeit hinweist.


Wenn ein psychisch gesunder Mensch mit einer negativen Information über irgendjemanden in Berührung kommt, so wird er diese Information nur zur Kenntnis nehmen, und lässt unbedingt zu, dass diese Information durchaus ungenau sein kann. Dieser Mensch wird nur dann an das Negative glauben, nachdem unwiderlegbar der Tatbestand des Negativen bewiesen ist.

Der psychisch kranke Mensch hingegen zeigt auf besondere Weise die Neigung, beliebiger negativer Information über irgendeinen Menschen, die nicht durch reale Tatsachen begründet ist, völlig zu vertrauen, weil er das ungesunde Bedürfnis verspürt, die Schuldigen unter denjenigen zu bestimmen, mit denen er nicht durch ein egoistisches Interesse verbunden ist!

Mehr als das, einige unter solchen Unglücklichen verspüren sogar das Bedürfnis, das Negative künstlich zu vermehren und es zu verbreiten, wobei sie es fertigbringen, sich mit anständigen Losungen zu rechtfertigen.

In der biblischen alten Schrift und auch im Buch der Sprichwörter ist eine wunderbare Weisheit zu finden: „Wer Hass verbirgt, der hat verlogene Lippen; und wer Verleumdung verbreitet, der ist dumm“.

Das Bedürfnis, einen Feind zu bestimmen, verspürt der Mensch in der Regel aufgrund des ungesunden egoistischen Interesses, welches sich direkt auf Kränkung, Verbitterung und Hass bezieht.

Heftige Gefühle von Unzufriedenheit und Ärger in Beziehung zu einem anderen Menschen schaffen aufgrund bestimmter psychischer Besonderheiten äußerst günstige Bedingungen, wo der Mensch, der sich empört, fähig wird, das Objekt seiner Empörung ganz grundlegend zu verleumden.

Dabei wird derjeneige, der sich empört, die aufrichtige Gewissheit zeigen, recht zu haben, was in Wirklichkeit eine unbewusste Bekundung seines egoistischen Interesses daran ist, dass alles wirklich so sein soll, wie er es sich bereits vorzustellen konnte.

Hütet euch davor, den Äußerungen desjenigen zu vertrauen, in dessen Worten Empörung und Hass mitklingt!

Unglücklich ist die Gesellschaft, wo sich die in den alten Schriften bezeichneten Dummen auf solchen Positionen befinden, von denen aus man das Bewusstsein der Mehrheit der Menschen aktiv beeinflussen kann!

Denn derjenige, der Verleumdung verbreitet, ist fähig, großen Schaden zu bringen!

Mögen auch heute in Bezug auf einen mutmaßlichen Täter barbarische Einrichtungen für körperliches Einwirken nicht benutzt werden, solche, die man im Mittelalter in großem Maße angewendet hat, so gibt es aber die eigentliche Tatsache der Existenz des psychologischen Milieus, wo die Menschen sich leicht über diejenigen empören können, auf die einer von den - wie in den biblischen Texten bezeichnet – Dummen zeigen wird, ohne sich um den Wahrheitsgehalt dessen gekümmert zu haben, was ihm zu Ohren kam. Und dies zeigt eindrucksvoll das äußerst niedrige Niveau der Vernunft in der existierenden Gesellschaft.

Unglück wird unvermeidlich das Schicksal so einer Gesellschaft begleiten, solange sie sich nicht wandelt!

Hört aufmerksam zu und denkt daran, was ihr sprecht und wie ihr sprecht, was die euch Umgebenden reden und wie sie es sagen!

Eine Sache ist es, jemanden als Feind abzustempeln der bewusst danach strebt zu zerstören, und eine ganz andere, einen als Feind zu kennzeichnen, der das Schöpferische bezeugt!

Möge er dies auch sogar sehr ungeschickt machen.

Kann denn der Lehrer der Wahrheit  nicht  ausschließlich aus der Umgebung kommen, wo nach dem Schöpferischen gestrebt wird?

Denkt nach und überlegt richtig, ihr, diejenigen, die ihr euch für vernünftig haltet!

Wiederholt nicht den Fehler, den einst ebensolche begangen haben, die sich für vernünftig und sogar für wahrhaftig gläubig gehalten haben, die aber in ihrer Blindheit, den “Dummen“ vertrauend, ihre Rettung planmäßig zertreten haben!

Nur zu jener alten Zeit sollte das Schicksal der Menschheit noch nicht endgültig entschieden werden.

Doch aber jetzt...

Lernt, die schöpferischen Äußerungen von den verderbenden zu unterscheiden; die wahren, segensreichen Absichten von den heuchlerischen Losungen!

Folgt nicht der Äußerung der Toren bezogen dessen, dass angeblich “mit guten Absichten der Weg in die Hölle gepflastert ist“, denn wenn man diese Äußerung als Wahrheit annimmt, dann sollte man eindeutig auf alle guten Absichten verzichten und ihnen niemals folgen.

Großes Unglück erwartet diejenigen, die so handeln werden!

Und da die Eigenschaften der menschlichen Persönlichkeit einzigartig sind, so werden sich auch die Fähigkeiten im Bereich der Kreativität unterschiedlich äußern.

Verurteilt nicht diejenigen, die danach streben, ihre guten Absichten zu verwirklichen!

Wenn ihr nicht das Richtige in den schöpferischen Bemühungen eines Anderen seht, so wird es klüger sein, dass ihr geduldig euren Weg  neben dem von irgendwem gebauten Weg baut, ohne die Absicht zu haben, den des Anderen zu zerstören.

Jemand, er erfahren genug ist, wird in der Lage sein richtig zu vergleichen, und wird immer das Vollkommenste in den Handlungen eines seiner Nächsten sehen!

Das Richtige in den schöpferischen Werken aber soll dadurch bestimmt werden, dass sie niemals auf egoistischen Interessen mit eigennützigem Ziel beruhen, und auch niemals darauf aus sind, jemandem irgendwelche Verhältnisse oder Ideen aufzuzwingen!

Dabei muss man auch richtig verstehen, dass ein beliebiger Versuch, eine bestimmte ausgedachte “Wahrheit“ durch das Anwenden von Gewalt einzuführen – besonders der körperlichen gegenüber einem anderen Menschen – absolut nicht mit der normalen Bemühung zu vereinen ist, wahrhaftig gute Ziele zu erreichen!

Gute Ziele, die insbesondere der Mensch berufen ist zu demonstrieren, aber doch nicht ein primitiver Vertreter der Tierwelt.

In der Lebenstätigkeit der Vertreter der tierischen Welt gibt es nur eine Möglichkeit, etwas egoistisch Vorteilhaftes durchzusetzen – das ist ausschließlich die Gewalt mittels Anwendung individueller Möglichkeiten, schadenbringend auf die Physiologie und die Psyche von denjenigen einzuwirken, die als Gefahr wahrgenommen werden.

Die ganze Geschichte der Lebenstätigkeit der gesamten Menschengesellschaft ist überfüllt mit Beispielen vom Durchsetzen einer ausgedachter “Wahrheit“ unterschiedlicher Art nur durch Anwendung von Gewalt, und das demonstriert eindrucksvoll das äußerst niedrige Niveau der geistigen Entwicklung, die der höchste Wert gerade des Menschen sein sollte.

Solche ungesunden Bemühungen haben sich in gewaltigem Maße ereignet. Sie ereignen sich sowohl vonseiten der Atheisten, als auch vonseiten der “Gläubigen“, was eindeutig ein und dasselbe primitive, niedrige Niveau der Wahrnehmung der umgebenden Realität zeigt.

Die Gesellschaft, wo wahrhaftige geistige Werte nicht richtig erfasst werden, ist unvermeidlich zu großem Leiden und Verfall verurteilt!

Unglücklich seid ihr, ihr Verfolger und ihr Schimpfenden, denn ihr dient dadurch dem Teufel, hinter welchen leuchtenden Losungen ihr euch auch immer verstecken werdet!

Unmöglich ist es, etwas Heiliges durchzusetzen, wenn Verleumdung und Gewalt angewendet werden!

Mit Methoden der Finsternis vertreibt man keine Finsternis!


       


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