Antworten auf Fragen von Svetlana Melnikova am 19. August 2004

Hier zunächst die Übersicht der Fragen. Weiter unten finden Sie Fragen und Antworten zusammen.

Frage 1:  

Sagen Sie bitte, es gibt den Spruch: „An den Früchten sollt ihr sie erkennen“. Sind die Früchte nun genügend gereift? Ich meine, sind die Meister, die hier nun leben, kompetent genug?

Frage 2: 

Was werden die Anforderungen an die Gläubigen in der neuen Zeit sein?

Frage 3:

Lehrer, dürfte ich eine Frage über das tägliche Leben stellen aus der Sichtweise der Menschen, die hier her kommen, um das Leben der Siedler zu sehen? Viele Leute, die hier leben, sagen, dass Spiritualität das Wichtigste für sie sei, und das Zuhause ist ein wenig unordentlich. Und die Leute, die hier herkommen, wollen einfach nicht in solche Häuser gehen. Aber die, die hier leben sagen, das sei nicht so wichtig. Das Wesentliche läge in der Seele, und alles andere sei nebensächlich. Aber ist die Sauberkeit des Hauses nicht auch ein Ausdruck der inneren Natur?


Frage 4

Lehrer, Entschuldigung, aber ich habe folgende Frage: Die Siedler nutzen offen Geld, nicht wahr? Wollen die Menschen hier nicht eine Gesellschaft ohne Geld erschaffen, aber es stellt sich heraus, dass sie versuchen beiden, Gott und dem Mammon, zu dienen?

 
Frage 5

Ich möchte etwas über Harmonie fragen. Da die Harmonie nur gute, freundschaftliche Beziehungen zueinander und eine richtige Einstellung zum Nachbarn bewirkt, so formt sie vielleicht auch die Rahmenbedingungen drum herum. Viele Leute sind von den Städten hierher gekommen. Da sie sich nun im Dorf wiederfinden, nutzen sie einen Teil ihrer Zeit, Nahrung anzubauen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da entsteht die Frage: Wozu sind sie hierher gekommen und haben den Rest zurück gelassen. Hier sieht man keine Früchte schöner Architektur, vollkommene Architektur, welche die neue Gesellschaft kennzeichnen würde.

Frage 6:

Lehrer, viele Leute interessieren sich dafür, was die kritische Anzahl an Menschen ist, so dass im Falle einer möglichen Katastrophe die Menschheit weiter existieren und in die Zukunft schreiten kann.

Frage 7


Lehrer, wenn wir das bekannte Sprichwort umformulieren: „Gesunder Geist in einem gesunden Körper“, kann man dann wahrscheinlich sagen, dass der Geist für die Gesundheit des Körpers von entscheidender Bedeutung ist? Und hier sind viele Menschen krank. Anscheinend kann daraus geschlossen werden, dass ihre spirituelle Grundlage nicht ausreicht?

Frage 8:

Gibt es hier glückliche Naturfamilien, deren Vereinigung auf wahrer Liebe gründet und nicht auf materieller Anziehung?

Frage 9:

Sind sie oft glücklich darüber, was hier in diesem Land geschieht
?

Frage 10:


Sagen Sie, darf ich bitte eine Frage über die Seele stellen? Wir erforschen das Altertum, die Arche Noah ... und wir interessieren uns für folgende Frage: Wann hat der Himmlische Vater die menschliche Seele eingepflanzt? Wann geschah dies? Zur Zeit Moses? Zur Zeit Noahs, oder zu einem anderen Augenblick

Frage 11:

Und zum Schluss möchte ich noch fragen: Haben Sie ein paar Worte oder Wünsche, die Sie als essentiell wichtig für die Menschen in diesem Augenblick ansehen?


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Frage 1:

Sagen Sie bitte, es gibt den Spruch: „An den Früchten sollt ihr sie erkennen“. Sind die Früchte nun genügend gereift? Ich meine, sind die Meister, die hier nun leben, kompetent genug?

Vissarion: 
Wenn wir von ihrer Schaffenskraft sprechen - ich beobachte sie nicht so genau. Das Leben schreitet voran… Ich beobachte es nicht so genau. Unter dem, was auf mich zukommt, gibt es Dinge, die mir gefallen. Nur „An den Früchten sollt ihr sie erkennen?“ Wen? Die Meister, die Töpfersachen machen? Oder jene, die die Wahrheit Gottes wahrhaftig geistig mehr und mehr erfüllen? In Hinblick auf die Ersteren ist das nicht so wichtig, obgleich es schon auch wichtig ist. Wenn die Menschen auf der Erde leben können, indem sie mit ihren Händen arbeiten, ist das schon etwas Gutes. Auf diese Weise überleben sie auf der Erde.
Aber um die neue Gesellschaft zu bilden, eine neue Menschheit, das Bild des neuen Menschen – das ist bereits eine andere Arbeit und es liegt nicht an den Töpferarbeiten, nicht an dieser Art des Schaffens. Und wenn sie alle einmal gläubig aussahen, in ihren ersten Schritten - sie alle waren fröhlich, ihr Lächeln war das gleiche - so teilte sie die Zeit in jene, die wirkliche Gläubige wurden, oder zumindest bestrebt waren Gläubige zu sein, und den Rest. Und heute kann nicht gesagt werden, dass die Gemeinschaft aus allen besteht, die hier leben. Heute kann gesagt werden, dass es nur hier in der Wohnstätte der Morgendämmerung eine Einige Familie gibt. Die Gläubigen sind hauptsächlich hier. Sie müssen strenge Anforderungen erfüllen. All die anderen sind Zuschauer. Sie sehen sich selbst als Gläubige, aber hauptsächlich schauen sie nur zu. Sie haben sich noch nicht entschlossen, einen Schritt zu machen.
Ein Gläubiger ist jener, der vollständiges Vertrauen hat, nicht nur teilweise. Der Gläubige kann an seinem Bestreben erkannt werden, alles zu erfüllen, möglichst genau, nahe an dem, was der Lehrer lehrt. Und es zeigt sich. Die Gläubigen lächeln öfters, sie haben mehr Freude, weniger Probleme. All die anderen sind so besorgt wegen ihrer Ängste. Jedoch sollten sie eine Entscheidung treffen. Wenn sie diesen Weg beschreiten wollen, dann sollten sie wahrhaftig vertrauen. Wenn sie ihre eigenen Ängste mehr wertschätzen, wird es schwer sein, ihnen zu helfen. Sie werden noch größere Schwierigkeiten antreffen und von hier verschwinden müssen, obgleich sie nichts Besseres finden werden. Aber es wird auch eine Lehrstunde für sie sein, sich trotzdem zu entscheiden, das zu erfüllen, was sie einst mit ihren Herzen gewählt haben. Und es war nicht von geringer Wichtigkeit. Es waren allein die verschwendete Zeit, die nicht angemessenen Schritte, die sie in diese Schwierigkeiten brachten, unter denen sie nun mehr und mehr leiden.
Aber dies muss sehr deutlich werden: Auf dem Weg der Wahrheit muss man alles richtig machen. Wenn jemand auf ihm vorangeht, wie es ihm gefällt, wird er mit Sicherheit scheitern. Dieser Unterschied wird immer deutlicher. Und es kann einfach gesagt werden, dass, wenn jemand meistens traurig ist, er kein Gläubiger ist. Er hat die wahren Werte nicht gefunden, und es macht ihm zu schaffen, quält ihn. Er sucht nicht nach dem Licht, wo es ist. Dies ist auch eines der wichtigen Merkmale. Daher wurde in der Vergangenheit gesagt, dass, wenn Menschen sich wirklich lieben, Christus unter ihnen ist. Aber die Liebe befindet sich vor allem im Zustand der Freude, der Dankbarkeit, jedoch nicht in permanenter Sorge um irgendwelche Probleme und der Suche nach jemanden, dem man für diese Probleme die Schuld geben kann. Denn all diese traurigen Gesichter, sie beinhalten hauptsächlich, dass irgendjemand die Schuld trägt. Doch das ist ein großer Fehler. Damit kann man hier nicht leben. Das wird zu einer großen Schwierigkeit, einer psychischen Schwierigkeit, einer wirklich großen!


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Frage 2: 

Was werden die Anforderungen an die Gläubigen in der neuen Zeit sein?

Vissarion: 
Nun, weiterhin wird es die Aufforderung sein zu erfüllen was bereits in einem großen Umfang gesagt wurde. Das ist die Bildung einer Einigen Familie. Jedoch wird es nur eine Einige Familie sein, wenn diese Aufforderungen möglichst in die Tat umgesetzt werden. Und das Vorbild werden diese Menschen sein, die in der sogenannten Stadt leben (Wohnstätte der Morgendämmerung, Anm.d.Übers.). Das ist die Familie. Das ist das Niveau, unter das die anderen Gläubigen in ihren Beziehungen psychologisch nicht geraten dürfen, in der Art das Leben ihrer Familie zu gestalten, in der Art wie sie kommunizieren. Kurz gesagt, keine Gruppe von Menschen, die sich unter diesem Niveau befindet, wird als Familie betrachtet werden, selbst wenn sie behaupten zu versuchen, die Beziehungen entsprechend den Gesetzen der Familie zu bilden. Alle müssen sie dieses Niveau erreichen, dann werden sie Familie genannt, und folglich werden sie dem Begriff Gemeinschaft entsprechen. Sie werden ein Teil der Gemeinschaft sein. Jeder, der nicht in der Familie ist, hat nichts mit der Gemeinschaft zu tun. Diese Leute sind nur Beobachter, die gekommen sind um zuzusehen. Aber im Grunde müssen sie einen Schritt machen, entweder sich ausruhen oder doch den Schritt tun. Es ist sehr wichtig, diese Wahl zu treffen. Deshalb wird es nicht vernünftig sein,  alles, was hier geschieht, auf der Basis aller, die hier leben, zu beurteilen. Hier gibt es eine Gemeinschaft und den Rest, der behauptet, ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Aber ob sie ein Teil davon sein werden oder nicht, müssen sie selbst entscheiden. Es ist bereits an der Zeit von ihnen zu verlangen, die notwendigen Regeln zu erfüllen. Es ist bereits zu lange, dass sie streiten und das Spiel spielen, sich gegenseitig zu beschuldigen. Das Leben aber darf nicht auf diese Art gestaltet werden. Dieser Aspekt wird schon ein wenig beschämend sein.

 


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Frage 3: 

Lehrer, dürfte ich eine Frage über das tägliche Leben stellen aus der Sichtweise der Menschen, die hier her kommen, um das Leben der Siedler zu sehen? Viele Leute, die hier leben, sagen, dass Spiritualität das Wichtigste für sie sei, und das Zuhause ist ein wenig unordentlich. Und die Leute, die hier herkommen, wollen einfach nicht in solche Häuser gehen. Aber die, die hier leben sagen, das sei nicht so wichtig. Das Wesentliche läge in der Seele, und alles andere sei nebensächlich. Aber ist die Sauberkeit des Hauses nicht auch ein Ausdruck der inneren Natur?


Vissarion: 

Die Sauberkeit im Haus entspricht der Fähigkeit Ordnung zu halten. Es gibt eine kulthafte Einstellung zu Sauberkeit, wo Sauberkeit über allem steht. Das ist natürlich viel zu absurd, wo niemand mehr etwas anfassen kann, weil sein Platz sonst belastet und nicht mehr schön ist. Aber das ist nicht ernst zu nehmen.
Die Sauberkeit zeigt die Qualität des Menschen, seine innere Ordnung, seine Selbstkontrolle. Wenn Ordnung um ihn herum ist, kann man ihm vertrauen. Wenn man über Spiritualität in einer Unordnung spricht, so sollte man in die Wälder gehen, in die Höhlen, und dort leben. Dort wird es nichts zum Aufräumen geben. Der Staub dort, die Ausstattung sind etwas Natürliches, man muss sie nicht putzen und hin und wieder auf ihren Platz stellen. In so einem Fall kann man dort leben. Aber dann können wir nicht über das Errichten einer neuen Zivilisation sprechen. Das wird etwas Abgesondertes sein, wo jemand versuchen möge, eine Heldentat zu vollbringen, wo er die Schießscharte, von wo sie schießen, mit seiner Brust vollständig abdecken will. Allerdings ist das für den Menschen sinnlos.
Der Mensch soll viele Dinge schaffen. So auch in der Kultur, der Fähigkeit das Schöne auszudrücken, den Lobpreis des Schönen zu singen – das ist eine der wesentlichen Eigenschaften des Menschen, der lernen soll, zu erschaffen. Das Schöne zu erschaffen, heißt, die Harmonie zu spüren, die grundlegenden Gesetze zu verstehen und diese Haltung vor allem an sich selbst zu erziehen. Nur in diesem Fall kann das Schöne ausgedrückt werden. Aber wenn es eine innere Angst gibt, wird es sehr schwer sein, etwas Interessantes zu machen.
Heutzutage ist typisch für die Menschen, dass sie rennen, sie wollen alles schaffen. Es gibt nichts Interessantes in der Kunst, weil jeder in Eile ist, in großer Eile. Es scheint ihnen, dass sie es nicht zustande bringen werden, irgendetwas zu schaffen. Sie müssen viele Dinge tun und sie tun sie sehr oberflächlich. Das ist ein Merkmal der Zeit. Nur der ausgeglichene Mensch kann etwas Schönes schaffen. Wenn wir also von guter Kunst sprechen, dann muss eine Welt erschaffen werden, in der der Mensch zur Ruhe kommt, zu sich kommt; und allein mit der Natur im Angesicht der Schönheit, die ihn umgibt, wird er beginnen das Schöne zu erschaffen. Aber er muss zur Ruhe kommen, er sollte das anstreben. Dann wird er beginnen, das Schöne zu schaffen. Doch solange es Lärm in seinem Kopf gibt, bleibt ein Geruch von Autoabgasen, und der Mensch ist in Eile, kann nicht das Schöne schaffen. Von Zeit zu Zeit kann er etwas Ansehnliches tun, wie ein Feuerwerk, das aufleuchten und danach schnell vergessen werden kann, weil es bereits uninteressant sein wird. Viele Leute werden dem folgen, aber sie werden bald genug davon haben.


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Frage 4: 

Lehrer, Entschuldigung, aber ich habe folgende Frage: Die Siedler verwenden offensichtlich Geld, nicht wahr? Wollen die Menschen hier nicht eine Gesellschaft ohne Geld erschaffen? Aber es zeigt sich, dass sie versuchen, beiden, Gott und dem Mammon, zu dienen.


Vissarion: 

Freilich versuchen sie es, denn sie sind wie alle anderen um sie herum. Ich habe sie aufgerufen, das Geld aufzugeben. Aber ob sie es tun werden oder nicht, das müssen sie selbst entscheiden. Das hier ist keine militärische Garnison, wo irgendwelche Regeln aufgestellt werden und alle den ganzen Tag lang nach diesen Regeln und Richtlinien marschieren. Ich gebe die Richtung vor und ich bin bereit zu erzählen, wie man ihr folgt. Danach aber muss der Mensch Anstrengungen machen und seine eigene Kreativität gebrauchen. Ich kann nicht all diese Schritte an seiner Stelle machen und ihm  jeden Schritt erklären. Er sollte seine Begeisterung, seine Leidenschaft für den Glauben unter Beweis stellen. Mit anderen Worten: Er sollte anfangen, über den neuen Weg nachzudenken, er sollte anfangen, über dieses Problem nachzudenken. Und dann, wenn er aktiv nachdenkt, wird er mit interessanten und speziellen Fragen kommen. Aber er muss darüber nachdenken. Wenn er es nicht tut und nur auf Antworten wartet - niemand braucht solch eine Menschheit. Sie kann ohne den Lehrer nicht existieren. Das wird kein richtiges Leben sein. Daher fordere ich die Menschen auf zuerst nachzudenken und gebe Ratschläge erst dann, wenn  klar ist, dass dies erforderlich ist.
Wir haben über sehr viele Dinge gesprochen. Ich habe die wesentlichen Ziele benannt. Und nun will ich Bemühungen sehen. Wenn die Gläubigen diese Bemühungen aufbringen, werden sie nicht nur auf eine interessante Art denken, sondern auch interessante, originelle Varianten vorschlagen, die sie selbst gefunden haben. Und wenn sie unsicher sind, ob einige ihrer vorgeschlagenen Optionen dem Willen Gottes widersprechen, können sie nachfragen und ich werde ihnen sagen, ob sie ihm widersprechen oder ob sie sich darauf stützen und es versuchen können. Aber sie sollten den ersten Schritt machen. Solange die menschliche Mentalität von einer Trägheit geprägt ist, die immer noch groß ist, werden sie, wenn sie auf eine Schwierigkeit stoßen, auf den allgemeinen wohl-etablierten Pfad abrutschen, der jedoch nicht dahin führt, wohin sie gehen sollten. Und sie werden sich schwerer fühlen, sie werden ausrutschen, sie werden das Gefühl haben, dass es ihnen schwer fällt, auf andere Weise zu leben.
Die andere Weise aber ist, wenn sie dem Geld abschwören. Doch wenn sie es zulassen, es nur ein ganz klein wenig zu nutzen, sind sie ein Teil des Systems, das dieses Geld unterstützt. Also, wenn sie das auch nur ein wenig zulassen, werden sie in diese Spur geraten, ohne die Chance,  da vollends raus zu kommen. Sie sollten es schaffen es aufzugeben. Dementsprechend müssen sie sehr ernsthaft darüber nachdenken, was sie brauchen, damit sie sich nicht auf diesem Aspekt des Lebens ausruhen. Das heißt, dass sie, wenn sie nichts tun können, sie das ertragen müssen, aber doch das Wichtige tun, das sie leicht auf Erden leben lässt, ohne besorgt zu sein, ob sie klirrendes Geld in ihren Taschen haben oder nicht.
Das ist eine ganze Welt, über die man richtig nachdenken muss, und das Erschaffen dieser Welt erfordert richtige, kompetente und vollständige Bemühungen. Aber nicht auf die Art wie man es selbst möchte und nur so nebenbei. Wenn wir hier her zum Bauen gekommen sind, sollten wir bauen! Aber nicht wenn jemand gerade Zeit hat, und sich herausstellt, dass der Mensch die meiste Zeit nur für das System lebt, von dem ich versuche ihn wegzuführen. Das sieht sehr komisch aus. Aber das Leben zeigt, dass es für den Menschen zum Teil unvermeidlich ist. Es fällt ihm schwer auf andere Weise zu denken. Und um darüber hinwegzukommen, wird er viele Schwierigkeiten haben, denn es wird sehr schwer werden mit dem Geldsystem umzugehen.
Das war der Grund, die Menschen hierher zu bringen und nicht in der Stadt zu lassen. Hier ist es sehr schwer, Geld zu verdienen. Sie werden sich dann fragen müssen: Warum sind wir hier her gekommen? Um Geld zu verdienen? Ihr werdet nichts verdienen. Oder lasst uns das andere Leben aufbauen, und ihr werdet in der Lage sein, ein wenig zu verdienen, aber nur, um euch dabei zu helfen, das neue Leben bequemer aufzubauen, um in der Lage zu sein, einige Bedürfnisse aufrechtzuerhalten, die ihr noch nicht aufgeben könnt und die ihr braucht, um sie zu nutzen, diese kleinen Dinge. Daher ist eine demütige, inbrünstige Sichtweise des Gläubigen erforderlich, die in diesen Schwierigkeiten geformt wird. Und sie (die Schwierigkeiten) treten immer häufiger in Erscheinung, und sie werden die Menschen, die hier her kamen, dazu bringen, für sich den Grund zu klären, warum sie eigentlich hierher gekommen sind.


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Frage 5: 

Ich möchte etwas über Harmonie fragen. Da die Harmonie nur gute, freundschaftliche Beziehungen zueinander und eine richtige Einstellung zum Nachbarn bewirkt, so formt sie vielleicht auch die Rahmenbedingungen drum herum. Viele Leute sind von den Städten hierher gekommen. Da sie sich nun im Dorf wiederfinden, nutzen sie einen Teil ihrer Zeit, Nahrung anzubauen und ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da entsteht die Frage: Wozu sind sie hierher gekommen und haben den Rest zurück gelassen. Hier sieht man keine Früchte schöner Architektur, vollkommene Architektur, welche die neue Gesellschaft kennzeichnen würde.


Vissarion: 
Wenn wir über vollkommene Architektur, über schöne Architektur sprechen, dafür braucht es viel Arbeit, enorme Anstrengungen. Jedoch mangelt es hier an der Erfahrung, und das führt zu vielen Schwierigkeiten. Etwas Großartiges zu bauen erfordert viel Sorgfalt, Energie und Zeit. Und wie soll man für die Familie sorgen, wenn kein Geld mit solchen Bauten verdient werden kann? Hier befolgen die Gläubigen einige Vorschriften, aber doch akzeptable Normen beim Bauen, verglichen mit der allgemeinen Ansicht, und es wird auch nicht die Abhängigkeit von dem Geld gestützt, das jemand hat, wenn er hierher kommt. Manche Leute kommen mit viel Geld und wollen viel kaufen, und viele Leute fühlen sich dazu hingezogen, Geld zu verdienen. Andere haben wenig Geld und es gibt niemanden, der für sie bauen will, weil sie keine finanziellen Mittel haben. Aber das ist schon eine unangemessene Sichtweise, so leben die Ungläubigen. Daher werden diese Normen für die Gläubigen einfach auf die Bedingungen reduziert, dass man, wenn man gut arbeitet, etwas Geld verdienen kann, das heißt, man wird keinen Hunger haben. Aber zu denken, dass sie einmal für das ganze Jahr verdienen können - das ist unangemessen, das ist für einen spirituellen Menschen nicht akzeptabel. Sie sollten ihren Lebensunterhalt jeden Tag verdienen, aber nicht auf eine bequeme, profitable Weise, wie es anderswo üblich ist. All dies sind schlechte Ansätze.
Also, wenn wir über ein schönes Bauwerk sprechen, ist es hier notwendig viele Dinge gut zu organisieren. Viele Dinge müssen gut organisiert werden, weil bedacht werden muss, dass es von Menschen gebaut wird, die keine großen finanziellen Mittel haben. Solche nur für jene zu bauen, die viel Geld haben, aber nicht für die anderen – das ist auch nicht richtig.
Wenn wir bauen, dann ist es natürlich wünschenswert, dass in jeder Straße jedes Haus ein Bauwerk schöner Architektur ist. Auch wenn es sich um kleine Häuser handelt, die aber irgendwie liebevoll gemacht sind, zeichnen sie sich durch ihre Dächer aus. Das Haus zeichnet sich oft durch sein Dach aus. Die Wände sind überall sehr ähnlich, aber die Dächer sind einzigartig. Doch das braucht viel Arbeit. Und in der Stadt, in der Taiga, wo wir leben, wo wir versuchen, schöne Häuser zu bauen, sind die Dächer mit Sicherheit das Schwierigste. Die Wände sind schnell errichtet, und danach wird viel Zeit mit dem Dach verbracht. Natürlich, die Menschen sind glücklich, wenn sie sich danach am Dach erfreuen können, aber es zu machen kostet viel Arbeit. Und der Meister verbringt eine Menge Zeit damit, das Dach zu errichten, sehr viel Zeit.
Also, wenn wir hier von schönen Bauwerken sprechen, sollten sehr viele Dinge so organisiert werden, dass der Meister sich nicht darum kümmern muss, Geld zu verdienen. Die Beziehungen sollten sozusagen innerhalb der Familie so festgelegt werden, dass einige bauen - und die anderen pflügen. Und dann können sie alles untereinander aufteilen, entsprechend ihren Bedürfnissen. Dann muss der Baumeister sich keine Gedanken darum machen, früher fertig zu werden, damit er den nächsten Auftrag angehen kann, weil es in seinem Interesse liegt. Er sollte sich nicht darum kümmern müssen. Das alles hängt also von einer Vielzahl von Faktoren ab, die sich auf den Alltag beziehen und die sachkundig untereinander abgeglichen werden sollten, damit alle Einheiten der verknüpften Kette gut funktionieren können. Und unter menschlichen Bedingungen gut zu arbeiten, unter denen der Wunsch, etwas für den Nachbarn zu tun, nützlich für den Nachbarn zu sein, dein Hauptziel ist, und nicht Gewinn.
Aber auf diese Weise zu bauen ist bereits ein Problem. Viele der Menschen haben schon viele ihrer guten Eigenschaften verloren, obwohl sie sie noch vor kurzem hatten. Als ich vor nicht allzu langer Zeit in der Ukraine war, und sich die Menschen der alten Generation an ihre Kindheit und Jugend erinnerten und dem zuhörten, was hier gebaut wird, sagten sie, sie hätten viele dieser Dinge in ihrer Gesellschaft gehabt. Als sie in der Kolchose zusammen gearbeitet haben, teilten sie alles, was sie hergestellt haben, entsprechend ihren Bedürfnissen. Und da sie die Bedürfnisse aller kannten, versammelten sie sich und verteilten alles, was sie hatten, alles, was sie anbauen konnten. Und das hat kein Problem dargestellt. Sie erkannten, dass sie so einander viel näher waren, und den anderen viel deutlicher fühlten. Und alle gingen raus zum Arbeiten. Das heißt, es gibt viele Momente, bei denen das schwere Leben den Menschen geholfen hat, zusammen zu sein. Jetzt sind viele dieser Aspekte des Lebens durch die Entwicklung der Zivilisation verloren gegangen. Die Leute denken, dass sie ein besseres Leben haben. Doch eigentlich sind sie weiter voneinander entfernt. Und es ist sehr schwer, sie zu diesen Bedingungen zurückzubringen.
Eine neue Generation wächst heran, die nichts über diese Dinge weiß und es wird sehr schwer sein, sich zu entscheiden, so etwas zu versuchen. Jeder hat das Gefühl, dass er etwas Wichtiges vermissen wird. Diese inneren Ängste wurden sehr groß. Und die Gesellschaft ist nur auf diese Ängste aufgebaut. Menschen befürchten, dass sie mit nichts zurückbleiben und haben Angst, sie streben danach, alles kennenzulernen, sie streben danach, mit der Zeit Schritt zu halten und das zu tun, was sie eigentlich nicht wertschätzen können, aber was ihnen rentabel erscheint. Und sie erschaffen die Illusion, als würden sie das mögen.
Aber das alles ist eine Illusion. Ihre Seelen leiden, sie können sich nicht als Menschen, als Schöpfer offenbaren. Ihre Seelen werden arm. Deshalb, je profitabler einige Bedingungen erscheinen, desto eher kann man sehen, dass alles, was rentabel ist, Unsinn ist. Es gibt der menschlichen Seele nichts, aber es ist gemäß den Maßstäben dieser Gesellschaft gewinnbringend. Der Blick der Menschen ist also auf das gerichtet, was sie daran hindert, Menschen zu sein. Sie werden nichts sein, die Maschine wird viele Tätigkeiten besser ausführen als sie.
Daher ist in mancher Science-Fiction-Literatur sehr logisch zu sehen: Wozu ist der Mensch eigentlich notwendig? Die Roboter können die Arbeit, die allein er bestimmt hat, besser tun als er. Und er selbst schafft die Bedingungen dafür, niemand zu sein. Dies ist ein gefährliches Phänomen. Und es ist dringend notwendig, hier die Oase zu schaffen, in der die Menschen diese verlorenen Fähigkeiten wiederbeleben können, wenn sie sie einmal  hatten. Wenn sie sie nicht haben, müssen sie sie erwerben und lernen, Schöpfer zu sein. Sie müssen Schöpfer sein, sie müssen mit ihren eigenen Händen erschaffen. Es mag für jemanden primitiv aussehen, aber es ist sehr wichtig, damit die menschlichen Eigenschaften sich zeigen und richtig offenbart werden können. Das menschliche Leben sollte so gestaltet werden, dass sich die innewohnenden Tugenden möglichst gut offenbaren können. Hier allein herrschen die Bedingungen, unter der sie sich richtig offenbaren können. Alles Weitere werden wir später besprechen.
Aber man sollte sich nicht erschrecken wegen dieser - auf den ersten Blick - Einfachheit. Es ist sehr wichtig für die Rettung des Menschen, seine Seele zu bewahren und diese Eigenschaften nicht zu verlieren. Sonst ist das das Ende. Einige Zeit noch wird der Mensch weiter in der gegenwärtigen Gesellschaft existieren, aber bald wird er seine Individualität verlieren und einfach nichts werden. Es ist besser, solchen Müll von der Erde zu entfernen. Er ist nichts, er verschmutzt nur den Weltraum. Und als Mensch, als König der Natur, bezeichnet zu werden, wird eine traurige Ironie sein.
Und jetzt möchte ich, dass die Leute hier diesen Schritt machen, und das ist die einzige Chance für die Menschheit. Daher sollte man nicht streng urteilen. Dies ist ein sehr harter Weg, es erfordert außergewöhnliche Arbeit, die Jahr für Jahr geduldig erledigt werden muss, ohne Angst zu haben.  Leute mögen dich beleidigen, mögen dich sogar als verrückt bezeichnen. Aber man sollte sich nicht davon abhäng machen. Man muss diese Schritte machen und genauso leben. Nur dann wird es eine Heldentat sein.
Die Ordnung also, um auf die Frage zurück zu kommen, ist hier sehr wichtig. Es ist sehr schwer, in Unordnung gemeinsam etwas zustande zu bringen. Wenn jeder das Werkzeug nimmt, das er haben will,  und es dort ablegt, wo er möchte, dann kann bei einer solchen Unordnung niemand etwas finden. Dies sind einfache Umstände, und dazu gibt es ein Sprichwort: "Alles hier gehört der Kolchose" oder: "Alles ist meins". Das sieht richtig aus, aber die Art und Weise, wie die Leute sich dem nähern, da gibt es viele falsche Aspekte. Wenn jemand etwas nimmt und es auf denselben Platz zurück bringt, dann ist das akzeptable, aber wenn er es nimmt und dorthin legt, wo er will, dann wird derjenige, der es vorher dorthin getan hat, nicht in der Lage sein, es zu finden. Aber der Erste vergisst auch diesen Platz, weil er es vor einiger Zeit genommen hat, und es vergaß und woanders hin ging. Und hier gibt es eine Menge solcher Missverständnisse. Und das alles ist eine Frage der Erziehung, der Organisation. Und wenn wir über den Geistigen Weg sprechen, sage ich einfach: Ich mag Ordnung sehr, in meiner Werkstatt ist immer Ordnung. Nein, alles sollte gut geordnet sein. Dies ist ein Arbeitsraum, in dem der Meister arbeiten wird, wo alles für ihn bequem sein sollte. Und er hat seine Ordnung.


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Frage 6: 

Lehrer, viele Leute interessieren sich dafür, was die kritische Anzahl an Menschen ist, so dass im Falle einer möglichen Katastrophe die Menschheit weiter existieren und in die Zukunft schreiten kann.

Vissarion: 
Es gibt keine bestimmte Zahl. Je mehr Menschen, desto einfacher wird es sein. Das reicht aus. Deshalb ist das Sinnbild Noahs, auch wenn es einfach ist, interessant. Es sieht so aus, als wären viele Menschen nicht erforderlich, damit die Menschheit überleben kann. In unserem Fall geht es nicht nur um die Familie Noahs, sondern um viel mehr Menschen. Daher wird das Notwendige geschehen. Und welche Schwierigkeiten auf der Erde auch entstehen, sie können nicht an einem Tag geschehen, nicht sofort. Sie können sich in einer zunehmenden Härte entwickeln. Deshalb sollte man die Information nutzen, die man vernommen hat, der man aber nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hat.
Viele Menschen wissen, was hier vor sich geht. Es gibt hier viele Menschen, die noch keine Gläubigen sind. Es fällt ihnen schwer, das zuzugestehen, aber sie werden schnell hier her kommen. Und wir hier bauen. Es wird also nicht zu wenige Menschen geben. Aber ich hoffe, dass es in einem größerem Ausmaß geschehen wird, und ich werde es weiter glauben, auch wenn es schwerer wird soweit ich das menschliche Wesen kennengelernt habe, wie ängstlich, zaghaft es sich zeigt. Und wenn er eine Schlüsselposition in der Gesellschaft einnimmt, ist er so besorgt um seine eigene Position und erkennt sogar: „Ja, das ist etwas sehr Ernstes“. Er hat große Angst, dass er entlassen wird, wenn er diese Stellung einnimmt. Doch je mehr ich diese Angst sehe, desto weniger Hoffnung bleibt, dass das Notwendige in einem größeren Umfang erfüllt werden kann.
Und diese Menschen stehen noch vor dem Tor. Sie treten nicht ein und erlauben es anderen nicht einzutreten. Das ist ein gefährliches Phänomen und es ist weitverbreitet. Ich kann nur hoffen, dass diese Mauer von Unwissenheit irgendwo einen Riss bekommt und dass das Leben hier es ermöglicht, dass mehr Menschen die Rettung finden, und eine große Anzahl an Menschen das alles hier annimmt, was so entscheidend ist. Doch es ist noch Zeit. Die Natur ist immer noch im Begriff, die unvernünftigen Kinder zu stören. Ich hoffe, dass solche Schwierigkeiten dabei helfen werden, das aktive Denken zu beeinflussen, dass ein entschiedener Schritt für Zukunft getan werden muss.

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Frage 7: 

Lehrer, wenn wir das bekannte Sprichwort umformulieren: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“, kann man dann wahrscheinlich sagen, dass der Geist für die Gesundheit des Körpers von entscheidender Bedeutung ist? Und hier sind viele Menschen krank. Anscheinend kann daraus geschlossen werden, dass ihre spirituelle Grundlage nicht ausreicht?


Vissarion: 

Natürlich. Natürlich besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Früher haben sie festgestellt, dass sie nicht krank werden. Sie waren in so einem Zustand, dass sie einfach glaubten, waren überschwänglich, hatten die Wahrheit angenommen. Sie hatten eine äußerst vorteilhafte Beziehung zur Wahrheit, zu dem Geist, der gekommen war, um ihnen zu helfen. Sie waren in einem engeren Kontakt mit dem Lehrer, und all das hat ihnen geholfen viele Krankheiten loszuwerden, die sie zu dem Zeitpunkt hatten. Und sie kamen ohne Krankheiten hierher. Sie alle, jeden Alters, waren heil und gesund. Und was ich zu Beginn sagte, begann seine Rolle zu spielen. Der Mangel an Glauben macht Menschen ängstlich, besonders vor Dingen, die schwer zu erklären sind, denen sie jedoch keine Aufmerksamkeit schenken sollten, wo sie an etwas völlig anderes glaubten. Die Menschen sollten diese Schwierigkeiten nicht dadurch überwinden, dass sie sie analysieren. Denn die Merkmale, die grundlegenden Gesetze, die mit dem menschlichen Wesen verbunden sind, seine Ängste, die Erklärung dieser Ängsten selbst – das erfordert sehr viel Zeit, ist aber nicht so wichtig. Und es sieht mehr danach aus, dass der Mensch versucht, seinem Verstand zu folgen, und nicht seinem Glauben.
Hier jedoch ist der Glaube entscheidend.  Es ist nicht möglich, jemandem jeden Tag das Problem zu erklären, das nicht irgendjemanden, sondern genau ihn betrifft, mit den spezifischen Nuancen der Umstände. Sozusagen, jedem all diese Umstände zu erklären – das ist undenkbar! Aus diesem Grund sollte der Mensch viele Dinge, über die ich auf diese Weise natürlich nicht sprechen kann, durch seinen Glauben überwinden, an das Wesentliche zu glauben und zu sehen, was aus dieser Sichtweise mit ihm geschieht. Selbst wenn er gerade nicht weiß, was mit ihm vorgeht, sollte die richtige Einstellung ihm helfen.
Ein gläubiger Mensch ist immer dankbar. Er ist dankbar für alles. Er beschuldigt nichts. Wenn jemand diese Einstellung bewahrt, wird er nicht krank werden. Also, er kann aus einer gewissen Erschöpfung heraus krank werden, wenn etwas Trauriges geschieht und man Mitgefühl für jemanden hat. Das bringt Erschöpfung mit sich, wovon man ein wenig krank werden kann. Das heißt, der Nachbar kann einem nicht gleichgültig sein; es ist nicht möglich, nichts wahrzunehmen. Und des gibt so viele unangenehme Dinge, und man macht sich Sorgen um sie. Das verbraucht Energie. Aber es ist eine Art von Erschöpfung. Das kann eine leichte Krankheit bringen, weil die Abwehrkräfte des Organismus ein wenig geschwächt werden.
Aber die Krankheiten der meisten Menschen sind generell Krankheiten in Zusammenhang mit ihrer falschen Wahrnehmung der Realität. Die Menschen haben sich nämlich noch nicht entschieden, Gläubige zu sein und im Inneren die erforderlichen Eigenschaften zu entwickeln. Sie lassen es noch zu, sich vor der einen oder anderen Sache zu fürchten. Und diese Befürchtungen machen sich bemerkbar und sie machen noch nicht die schon genannten Bemühungen. Und in meinen Worten kann man nicht irgendeinen Knopf finden in der Weise, dass, wenn jemand auf Schwierigkeiten trifft, er den richtigen Knopf drücken kann und die Schwierigkeiten augenblicklich verschwinden. Ich lehre, wie man diese Schwierigkeiten richtig überwindet und nicht, wie man ihnen entflieht. Niemand kann ihnen entfliehen. Der Weg des Menschen besteht aus der richtigen Überwindung dieser Schwierigkeiten, jedoch nicht darin, in Meditation vertieft zu sein, und die Schwierigkeiten kommen schnell wieder zurück. Dann sollte man lieber nicht aus der Meditation gehen, denn die selben Probleme werden schnell wieder kommen. Und wenn man mit einem meditativen Blick einhergeht, der leer und gleichgültig ist gegenüber der umgebenden Realität, dann ist es unmöglich, eine neue Gesellschaft aufzubauen. Deshalb, der Weg des Menschen ist nicht einfach. Es ist nicht leicht, richtig die Schwächen zu überwinden, zu denen der Mensch neigt. Seine Ängste sollen ans Tageslicht kommen, und die Hauptaufgabe dabei ist es, nicht davonzulaufen, sich nicht vor ihnen zu verstecken, auch wenn der Schmerz groß sein wird. Aber die richtige Bewegung ist notwendig, in die richtige Richtung. Man sollte jeden Tag fähig sein zu sehen, dass alles zum eigenen Wohl ist, dass dankbar zu sein der einzig normale, natürliche Zustand im Leben ist.
Wenn du erkennst, dass die Situation dich heilt, dass es zu deinem Wohle geschieht, dann hilft das dir, stärker zu werden. So sei dankbar dafür. Hier sollte man die Beziehung zum Himmlischen Vater, zum Lehrer suchen. Alles, was geschieht, lehrt dich, es hilft dir, und wenn es geschehen ist, dann ist es das Beste, was in diesem Moment geschehen konnte. Sonst hätte es schlimmer, schwerer sein können; und so ist es besser. Aber man muss den Nutzen daraus ziehen. Zudem, wenn Menschen einen Schritt auf den Glauben zu machen, dann können sie durch ihren Glauben alles leichter überwinden. Aber viele von ihnen haben das nicht richtig genug eingeschätzt, und haben viel darüber diskutiert. Wenn sie ihre Sorgen und Ängste bewahren und auf diese Ängste treffen, machen sie weiter mit dem Beschuldigen, weil sie so viel beschuldigt haben. Was wollen sie erreichen? Gesundheit? Es wird keine Gesundheit geben. Sie müssen krank sein, krank sein und auf große Schwierigkeiten treffen. Sie verdienen das.
Wenn sie nicht das Meine wählen, sondern ihre Ängste, na dann: Guten Appetit! Lasst sie die Früchte ihrer Ängste und Gedanken kosten. Ich habe ihnen das nicht gegeben. Ich habe sie dazu nicht aufgerufen. Ich gebe ein anderes Feld, wo andere Samen gesät werden sollen. Doch jeder soll selbst wählen. Daher ist es normal, dass sie solche Bedingungen antreffen.
Aber wenn wir zu den Worten zurückkehren, die ich früher sagte: Mit denen, die glauben, ist alles in Ordnung. Man kann sie hier sehen. Alles ist in Ordnung, wie es auch vorher war. Und wenn hier Krankheiten erscheinen, werden sie bald verschwinden und überrascht dabei sogar die etablierte Medizin. Diese Menschen können die Anweisungen richtig befolgen und sie anwenden. Mit ihnen ist alles in Ordnung. Und der ganze Rest, der zu viel Ängste hat, der den Glauben vergisst, der muss aufsammeln, was er auch aufzusammeln gehabt hätte, wenn er nicht hier her gekommen wäre. Es kommt nur etwas später. Sie hätten es früher erlangt, aber da sie hier keine normalen Schritte unternommen haben, erreichte es sie hier mit ein wenig Verspätung. Sollen sie wählen. Dies ist auch eine Schule, eine natürliche Gelegenheit, um zu bewerten, was sie tun sollten und wonach sie streben sollten.

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Frage 8: 

Gibt es hier glückliche Naturfamilien, deren Vereinigung auf wahrer Liebe gründet und nicht auf materieller Anziehung?


Vissarion:
 

Ich glaube, dass es das gibt. Auch wenn ich jeden Tag mit großen Problemen konfrontiert werde. Sie kommen zu mir mit ihren Fragen über Probleme in ihren Familien; und das sind wirklich große. Wenn sie glücklich sind, sagen sie zu mir: „Alles ist in Ordnung. Wir sind glücklich.“ Und ich kann mich erinnern, dass sie das sagten, also vermutlich sind sie jetzt noch so glücklich wie zuvor. Ich kann nur daran glauben. Denn ich würde nicht alles sehen wollen und jede Sekunde wissen, was jedem widerfährt, damit ich überleben kann und nicht so besorgt bin. Ich hoffe daher, dass es so ist. Wenn wir aber von etwas Perfektem hier sprechen, dann würde ich das verneinen. Weil jede Familie hier ihre Ängste hat, und in den Momenten, wo sie sie fühlen, verlieren manche ihre Beherrschung und spüren innerlich das Verlangen, den anderen zu beschuldigen. Und wenn derjenige an sich selbst arbeitet, dann gehen die Momente, in denen der Schatten des Donners über ihm liegt, bald vorbei und der Mensch fühlt sich wieder glücklich. Aber sicherlich ist es ein wenig schwierig, in den Momenten, in denen jemand die Angst in sich aufgenommen hat, Glück zu empfinden. Hier zerstören die Menschen das Glück, es treten Spannungen und Zweifel auf. Das sollte einfach richtig überwunden werden. Wenn man die Angst in sich aufnimmt und beginnt zu beschuldigen, wird es für den anderen sicherlich schwierig sein, sich selbst wieder ins Gelichgewicht zu bringen, und er wird mehr Zeit brauchen, um wieder in einen guten Zustand zu gelangen. Weil solch ein trauriger Moment eine lange Zeit andauern kann.
Wenn die negativen Aspekte seiner Seele ans Tageslicht kommen und man sie unkontrolliert ausschüttet, dann kann der andere ziemlich verängstigt werden. Es entsteht Spannung, aber das hier sind Gläubige, die der Wahrheit folgen, die sicherlich lernen, richtig darüber hinwegzukommen, und die eine stabilere Beziehung untereinander aufbauen. Das heißt, sie kommen sich immer näher. Wenn sie die Schwierigkeiten richtig überwinden, fühlen sie sich danach unerwartet angehobener. Doch dabei ist es sehr wichtig, diese Schwierigkeiten richtig, kompetent und der Wahrheit entsprechend zu überwinden, und nicht in der Art, wie man sich im Moment des Zweifels und der Versuchung fühlt. In solchen Momenten erhält der Menschen besondere Hinweise, die er in diesem bestimmten Moment als logisch einschätzt. Aber die sollte man nicht nutzen. Man sollte nur die Anweisungen der Wahrheit annehmen. Das sieht schwieriger aus, doch die Früchte dieser Arbeit werden weitaus süßer sein.

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Frage 9: 

Sind sie oft glücklich darüber, was hier in diesem Land geschieht?


Vissarion:
 

Das hängt davon ab, wie oft man mir etwas Gutes berichtet, das hier geschieht. Wenn sie mir etwas Gutes berichten, bin ich glücklich. Wenn sie mir etwas Trauriges berichten, bin ich darüber traurig. Aber wenn sie mir auch nichts Gutes berichten, heißt das überhaupt nicht, dass es nicht geschieht. Es geschieht natürlich.

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Frage 10: 

Sagen Sie, darf ich bitte eine Frage über die Seele stellen? Wir erforschen das Altertum, die Arche Noah ... und wir interessieren uns für folgende Frage: Wann hat der Himmlische Vater die menschliche Seele eingepflanzt? Wann geschah dies? Zur Zeit Moses? Zur Zeit Noahs, oder zu einem anderen Augenblick?


Vissarion:
 

Ich möchte diese Frage lieber nicht berühren. Ich lasse es ihm Geheimen. Soll es den menschlichen Geist noch etwas aufwühlen. Es ist besser für den Menschen. Nicht alle Fakten müssen in dem Moment aufgedeckt werden, wenn Neugier aufkommt. Umso mehr, da diese Frage nicht wichtig ist. Sie löst nichts. Es mag einen befriedigen und beruhigen, aber das ist schon alles – die Suche ist vorbei. Es ist besser, wenn der Mensch innerlich nicht ruht. Es ist besser, wenn man sucht, wenn man versucht. Das weckt ein gewisses Interesse, das nicht unwichtig ist. Manchmal hilft es Menschen, nach etwas zu streben, an etwas dran zu bleiben, was nicht so wichtig sein mag, was aber in einem bestimmten Moment helfen kann, etwas anderes zu überwinden, das sie nicht vermuten, aber das geschehen könnte. Daher kann es gefährlich sein, die Neugier zu befriedigen.

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Frage 11: 

Und zum Schluss möchte ich noch fragen: Haben Sie ein paar Worte oder Wünsche, die Sie als essentiell wichtig für die Menschen in diesem Augenblick ansehen?


Vissarion:


Etwas vom Letzten Testament, das ich gebe, losgelöstes zu sagen – das wären mehr nur allgemeine Slogans, die vielleicht gut klingen, aber nutzlos sind. Es ist wichtig, dass jeder, der das hier sieht, es vom Gesichtspunkt aus betrachtet: 'Wenn das die Wahrheit ist?', und versucht die Tatsachen darüber, was hier geschieht, unvoreingenommener zu untersuchen, und nicht nach dem, was viele Leute darüber schreiben, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, was hier geschieht, wo das einfache Gesetz aktuell wird: „Es ist besser, etwas einmal zu sehen, als hundertmal davon zu hören.“ Und weiter sollte man vorsichtig sein, denn hier gibt es viele Menschen, die unsicher sind, und es daher zulassen, das Ungesetzliche zu tun, während andere wirklich den Weg der Wahrheit beschreiten, und deren Verhalten ist deutlich anders. Das sollte man beachten. Jedoch wird es davon abhängen, wonach man sucht. Die, die wirklich nach der Wahrheit suchen, werden sie hier finden. Wenn man aber nach Ängsten, Schwächen und Beweisen sucht, dass das nicht die Wahrheit ist, wird man es auch unter jenen finden, die sich noch nicht der Wahrheit verpflichtet haben. Und natürlich, in diesem Fall kann man sehr viele Dinge sehen, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben. Doch wenn sich diese Person als gläubiger Mensch ausgibt, kann man getäuscht werden und denken: „Oh, wenn er, der Gläubige, sich das erlaubt, dann ist es wohl das, was ihm gelehrt wurde.“ Hier sollte man bei allem sehr vorsichtig sein. Und wenn Ich dir sage, dass du deiner Neugier folgen und die Tatsachen in Bezug darauf, was hier geschieht,  unvoreingenommen einschätzen sollst, dann heißt das, du solltest das studieren, dem jeder hier folgt – das Letzte Testament. Studiere es. Und danach versuche vernünftig aufzuzeigen, was an Unwahrheit du siehst. Aber vorher solltest du es unvoreingenommen studieren. Und Ich bin mir sicher, dass solch ein Zugang dir helfen wird, die richtigen Bemühungen zu finden. Und ich werde mehr Menschen sehen, die versuchen etwas wirklich Schönes zu schaffen, Liebe zu schaffen, und das Leben auf Erden wird einfacher sein. Aber du musst annehmen: 'Wenn das die Wahrheit ist?'