Das aktuelle Thema

   An dieser Stelle werden Themen angesprochen, die aktuell in der sibirischen Gemeinschaft behandelt werden.

06.06.2019 Zeit der Prüfung
25.03.2019 Kränkung - den Schuldigen suchen
18.03.2019 Das Irreale, Phantasie und Träume

Zeit der Prüfung                                                                                  06.06.2019

Am 03. Juni veröffentlichte Vadim in Facebook einen Artikel, indem er seine Aussage vom 24. März bekräftigt: Es ist eine Zeit der Prüfung angebrochen. Der Lehrer hält sich zurück und schaut zu um zu sehen, was wir gelernt haben. Hier sein Artikel:

"Am vergangenen Sonntag erhielt ich, wie üblich, viele Fragen von Nahestehenden und Entfernteren (im Sinne einer örtlichen Distanz) zum Thema, ob der Lehrer zur Verschmelzung gekommen ist und ob es ein Treffen gab …
Ich habe folgendes gedacht. Selbst wenn man nur unaufmerksam und flüchtig seine letzte Veröffentlichung liest *), so fällt doch auf, dass Er uns losgelassen hat...
Es ist also klar, dass für uns die Zeit der Prüfung angebrochen ist.


Prüfung und Lehrstunde, versteht sich – das sind unterschiedliche Dinge.
Lehrstunde (Unterricht) – das ist, wenn wir dem Lehrer zuhören, und Er natürlich spricht.
Prüfung – das ist wenn Er schweigt, und wir selbstständig entscheiden und handeln, wobei wir das angesammelte Wissen anwenden.

Das heißt meiner Meinung nach, dass es jetzt unsere Aufgabe ist zu zeigen, was wir wert sind, und nicht, dass der Lehrer uns überzeugt, dass wir Berufene sind. Das sollen wir jetzt nachweisen, dass wir Berufene sind. Und für den Lehrer, so nehme ich an, hat die Phase der Stille begonnen.
Er beginnt einfach zu schauen - was sind wir tatsächlich wert."

*) Vadim bezieht sich vermutlich auf Vissarions Artikel "Anscheinend ist es schon an der Zeit" vom 28. November 2018, und dabei insbesondere auf den folgenden Abschnitt:

"Meine Hände öffneten sich, ließen euch frei, da die wahren Werte meiner sich öffnenden Gefühlswelt bereits mehr gebieten, diese Phase der Erfüllung genauer als nochmalige Schöpfung zu bezeichnen …
Jetzt werde Ich aufhören mir Sorgen zu machen darüber, welche Versuchungen auf eurem Weg entstehen werden und wie ihr darauf reagieren werdet."


Kränkung/Empörung/Beleidigung - den Schuldigen suchen          25.03.2019

Am 24.03.2019 veröffentlichte Vadim in Facebook folgenden Artikel:

"Der Lehrer war heute im Tal der Verschmelzung und beantwortete Fragen. :)
Das wichtigste war meiner Meinung nach eine Erinnerung daran, dass Fragen nur über sich selbst gestellt werden sollten, über seine eigenen Schritte, und dabei mutig die eigene Schwäche, die eigene Unreinheit zeigen.
Wenn eine Person durch die Frage nach der Richtigkeit seines spezifischen Schrittes seine Unreinheit offenbart – das inspiriert den Lehrer, das interessiert Ihn.
Eine andere Art von Fragen (über jemand anderen, über irgendetwas, über die Richtigkeit von Handlungen anderer) erzeugt in Ihm nicht das Bedürfnis, zu diesen Treffen zu kommen.
Und so kann man sagen: wenn wir Angst haben, Ihm seine Schwächen zu zeigen, dann wird es uninteressant für Ihn. :)
Ganz allgemein - Zeit der Prüfung!
Ich weise noch einmal auf dieses Bild hin: Kränkung/Beleidigung ist immer mit der Suche nach dem Schuldigen verbunden. Wenn wir einen Schuldigen suchen, so bedeutet das, wir sind gekränkt/beleidigt. Das heißt, die Suche nach dem Schuldigen ist ein direktes Kennzeichen für das Vorhandensein einer Kränkung/Beleidigung."


Beachte in diesem Zusammenhang Vissarions Artikel "Über die Äußerung der Empörung" vom 23.09.2016, insbesondere folgender Absatz:

"Die schwierigen Zeiten sind für Menschen, die im geistigen Sinne nicht sehend und psychisch unreif sind, immer eine natürliche Versuchung, indem sie diese Menschen verstärkt dazu provoziert, ein unwiderstehliches Bedürfnis zu verspüren, einen erdachten Feind zu suchen und zu bestimmen. Denjenigen zu bestimmen, der unbedingt als der Schuldige für das Unheil und die Unannehmlichkeiten, die man erleidet, identifiziert werden soll."

Und siehe zudem das Kapitel "Kränkung und Empörung" im Bereich "Geistige Entwicklung" der Einführung !

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Das Irreale, Phantasie und Träume                                                  18.03.2019

   Dieses Thema stellt den Hauptartikel in der Zeitschrift "Das Gelobte Land" vom Oktober 2018 dar.
   Es werden lediglich Zitate aus dem Letzten Testament wiedergegeben - ohne Kommentar.

Die Bedeutung der Vorstellungskraft - Das Reale und das Irreale

Das Irreale ... Was ist das Irreale?
Das menschliche Bewusstsein, das sich noch auf dem Niveau des Reiches der Gewalt befindet und dem Einfluss der wissenschaftlich-technischen Entwicklung verfallen ist, entwickelt sich immer mehr unter dem Einfluss des Realen.
Deshalb hängen in der heutigen Zeit die Denkweise und das Auffassungsvermögen des Menschen vollkommen von den realen Objekten und Erscheinungen ab.
Der Mensch hat dem Irrealen bewusst den Rücken zugekehrt und versucht, von ihm wegzukommen wie von einem unnützen Trödel.
Ist aber die Existenz des Realen ohne das Irreale möglich? Ist dieser Weg nicht eine Versuchung, die zum Abgrund führt?
Die Entwicklung der geistigen Welt des Menschen besteht nicht nur darin, die Errungenschaften auf dem Gebiet der Kunst kennen zu lernen, sondern auch die grundlegenden Möglichkeiten des Menschen zu entwickeln - in der Kunst bedeutet das: sich etwas vorzustellen, zu phantasieren, zu träumen.
Dabei entwickeln sich die Fähigkeiten zur unbegrenzten schöpferischen Arbeit. Diese Fähigkeiten sind die wichtigsten im Wesen des Menschen, auf welche die Menschen leider mit Herablassung blicken, doch die sie nicht nur von der Tierwelt unterscheiden, sondern auch von allen möglichen außerirdischen Zivilisationen.
Das Irreale ist genauso eine sinnlich aufnehmbare Erscheinung wie das Reale. Es existiert Seite an Seite mit der Realität. Weshalb ein Mensch, der nur das Reale kennen lernt, ein Auge und ein Ohr opfert.
Die Realität kann man nicht verändern, die Irrealität aber kann man unendlich abwandeln. Diese Modifikation geschieht in direkter Abhängigkeit vom Entwicklungsniveau der Vorstellungskraft.
Das Wichtigste dabei ist, aus den unzähligen Variationen den einzig richtigen Weg zu finden.
Letztes Testament: Ansprachen, Kap. 24, Vers 1-16.

Das Irreale in der Kunst. Der Traum. Ungeahnte Fähigkeiten

"Dieser große Fehler, die Realität als das Wichtigste herauszuschälen und abzutrennen - hat selbst das Tor der Kunst durchschritten, wo das Urteil über die Harmonie eines Werkes, das nicht mit der bekannten Realität verbunden ist, in der Meinung gipfelt, dass die künstlerische Wahrhaftigkeit verloren gehe. Oder mit anderen Worten: Das Kolorit sei unwirklich, nie gesehen, willkürlich.
Warum aber sollen die Farben die erkannte Realität schildern, und warum soll das alles sein?
Erkennbar ist doch auch jenes, was als irreal gilt.
Diese Erkenntnis hat neue, unendliche Horizonte der Schönheit geöffnet, die viele Menschen nicht erblicken.
Ein einfaches, aber erstaunlich treffendes Beispiel der Einwirkung der Irrealität auf den Menschen ist sein Traum.
Der Traum zwingt den Menschen dazu, ein irreales Leben zu erleben.
Seine Gefühle aber reagieren in gleichem Maße auf ein Geschehen, das nur im Bewusstsein entsteht.
Die Menschen haben die Träume als gegenstandslos betrachtet, als völlig unabhängig von der Wirklichkeit.
Diese Träume wurden der Phantasterei gleichgestellt und Trugbilder genannt.
Der Mensch könnte sagen, dass er diesen Unsinn nicht brauche - weder im persönlichen Leben noch während der Arbeit, denn dieser könne ihn nicht ernähren, noch materiell bereichern. Können solche und ähnliche Reden aber darüber befinden, ob ein Mensch wirklich normal ist?
Das Wesen jedes vernünftigen Menschen besteht darin, das Unbekannte erkennen zu wollen.
Doch der Weg zur Erkenntnis ist von zweierlei Art, und die Möglichkeiten der Menschen sind verschieden.
Der Mensch kann, wenn sein Bewusstsein noch nicht endgültig konserviert wurde, wünschen, einen unbekannten Planeten zu sehen oder auf ihm zu verbleiben, sich zeitlich in die Vergangenheit oder Zukunft zu bewegen, irgendein fremdes Leben zu leben und vieles, vieles mehr.
All das steht in der Macht des Menschen."
Letztes Testament: Ansprachen, Kap. 24, Vers 24-34, 38-44.

Verlust der Phantasie. Geisteskrankheit

"Mit der Zeit befreien sich die Menschen immer mehr von dem Wunsch, zu phantasieren. Sie festigen immer mehr die Meinung, dass es besser sei an das zu glauben, was man mit den Händen berühren und im wachen Zustand sehen könne. Mit dieser Absicht konserviert der Mensch aktiv weite Gebiete im Gehirn des Körpers, und lässt einen winzigen Teil übrig, der nur über die materielle Befriedigung der Persönlichkeit etwas weiß.
Natürlich zählt die Gesellschaft Geistesgestörte zu den Menschen, die unfähig sind, einen Nutzen zu bringen. Doch wenn man in die Tiefe dieser Leute blickt, kann man erkennen, dass so ein Kranker nur deshalb unnütz ist, weil er in einen Trugzustand verfällt, unabhängig von seinem Willen und für eine unbestimmte Zeit.
Dieser Zustand ist von seinem Bewusstsein nicht steuerbar, weshalb diesem Menschen keine verantwortliche Arbeit in der Gesellschaft anvertraut werden kann. Und er kann selbst sein Leben nicht aufrechterhalten, ohne eine gebührende Pflege.
Anders bei einem gesunden Menschen, der dann und für eben solch eine Zeitspanne in einen Traumzustand eintreten sollte, wie es der betreffenden Lage entspricht.
So erkennt denn würdig euer wahres Wesen - das großartige Talent, das euch euer Vater gegeben hat! "
Letztes Testament: Ansprachen, Kap. 24, Vers 51-62.

Phantasie in der Kindheit

"Die Kinder der Wahrheit besitzen die Fähigkeit, mit den Blumen zu sprechen, die Wolken zum Freund zu haben und unhaltbar im Windstoß zu fliegen, wobei sie eine große Menge smaragdenen Staub mit sich ziehen, der von den Blüten der Träume herabgefallen ist. Sie erlangen die Möglichkeit grenzenlos zu gestalten, trotz aller Gesetze des materiellen Daseins.
Von den Tätigkeiten dieser Kinder erscheinen am Himmelszelt gestreifte Wolken, im All drehen sich Planeten in Form von Kringeln und sonstigen unerwarteten Umrissen, und ein Meer wunderbarer Blumen kann jegliche Sternoberfläche bedecken.
Ihr könnt euer Leben in einer beliebigen Ecke des Alls verbringen und dabei jene geistigen Eigenschaften gewinnen, die euch niemand zur Verfügung stellen kann. Und das ist die Herrlichkeit Gottes - unsichtbar, doch überall anwesend!
Die jungen Leute jedoch betreten den Weg des grenzenlosen Wissens, wo mit Hilfe der wissenschaftlichen Erkenntnis die Geheimnisse aller Erscheinungen gelüftet werden.
Das lebendige Licht, das Geheimnisse ausstrahlt, verliert an Farbe und verwandelt sich in eine unendliche Reihe von Formeln und chemischen Elementen.
Im Menschen verkümmert die Vorstellungskraft - jene Lebensquelle der geistigen Welt. Und im weiteren Leben ruft die Einwirkung eines Geheimnisses das quälende Gefühl der Unzufriedenheit hervor, das mit Hilfe von zusätzlichem Wissen beseitigt wird, was dem Menschen Ruhe und ein Minimum an Lebensfreude gewährt, wonach das Interesse an der erkannten Erscheinung abkühlt.
Die Vorstellung lässt nie das Interesse am Unbekannten abkühlen, denn sie hat die Fähigkeit, sich mit der Zeit ständig zu ändern, und hängt davon ab, wie der Mensch das Erkennbare sehen möchte. Die Fähigkeit, dank derer der Mensch das Unbekannte so sieht, wie es seine Vorstellungskraft erlaubt, hilft das zu fühlen, was mit dem Verstand zu fühlen unmöglich ist, das gibt seiner Seele einen immensen Reichtum. Und mit der Großartigkeit einer der Seiten der Vorstellungskraft kommt ihr in eurem Leben ständig in Berührung, ohne ihr die würdige Aufmerksamkeit zu widmen.
Wenn einer eurer Nächsten, ohne seine Bewunderung zu verbergen, etwas gesehenes Schönes beschreibt und ihr möchtet ebenfalls damit in Berührung kommen, so schafft eure Vorstellung in Erwartung eines Zusammentreffens damit lebendige Bilder, die für die günstigste Betrachtung durch eure individuellen Empfindungen in einem bestimmten Moment notwendig sind. Doch für gewöhnlich empfindet ihr eine gewisse Enttäuschung, wenn ihr dann mit der Realität zusammentrefft. Denn die Realität existiert für sich und ist unabhängig von menschlichen Wünschen.
Durch die Vorstellung jedoch bekommt ihr die vollständigste Erfüllung.
So erkennt denn würdig das grenzenlose Sakrament, das eure Seelen unendlich bereichert! Erlernt die Reue! Und nehmt die Hand, die euch der Himmlische Vater heute reicht. Beginnt den wahren Aufstieg! Werft den grauen Umhang des falschen Erwachsenseins ab; solange es nicht zu spät ist, entwickelt die Vorstellungskraft und träumt! Denn die Vorstellung ist eine gewaltige Quelle der wahren Erkenntnis des Daseins.
Versucht nicht, die Kindheit hinter euch zu lassen und schämt euch nicht, Kindern ähnlich zu sein. Doch wisset, dass im Wesen der Kindheit das Nehmen, im Wesen der Reife - das Geben enthalten ist. "
Letztes Testament: Ansprachen, Kap. 32, Vers 130-157.

Weitere Hinweise, auf die in der Gazette hingewiesen wurde:
Vadim 4, Kap. 45, Verse 121-128
Vadim 5, Kap. 31, Verse 12-17
Vadim 6, Kap. 18, Verse 35-36
Vadim 6, Kap. 22, Verse 14-16
Vadim 6, Kap. 37, Verse 60-70
Vadim 7, Kap. 1, Verse 40-42
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