Vadim 17

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  Kapitel 10  

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Über die Seele und ihre Entwicklung ~ Die Ansichten aller Völker über das Göttliche bewegen sich zur Rettung. ~ Die Seele inkarniert nur in menschliche Körper. ~ Wo befindet sich das Ego? ~ Der Himmlische Vater ist nicht allmächtig. ~ Seelen, die sich nicht mehr entwickeln, erfahren die Feuerreinigung. ~ Warum erinnert man sich nicht an frühere Leben?


1. Hier einiges aus dem Gespräch mit dem Lehrer aus dem Forum im Internet. „Ist jetzt nicht die Zeit dafür reif, dass die Gelehrten so einen Begriff wie die "Seele" anerkennen? Wo sonst befindet sich denn dann das Zentrum unseres Denkens?“

2. „Sie haben ein sehr interessantes Thema berührt.

3. Natürlich ist für die Menschheit schon die Zeit gekommen, den Begriff "Seele" bei Weitem vollständiger zu begreifen, aber es wird für die Wissenschaftler, die einen Teil dieser Menschheit ausmachen, grundsätzlich unmöglich sein, vieles von dem, was zu den geistigen Besonderheiten gehört, mit gewohnten wissenschaftlichen Methoden irgendwie überzeugend zu erklären. Aber das wird im Weiteren nicht so wichtig sein.

4. Erlauben Sie mir, etwas von dem, was ich bezüglich der von Ihnen berührten Schattierung eines durchaus nicht kleinen Themas habe, mitzuteilen.

5. Die Seele an sich hat keine Zentren des Denkens, die den charakteristischen Besonderheiten des Bewusstseins ähnlich sind, die jeder lebendige materielle Organismus besitzt.

6. Das ist auch nicht nötig, weil die Seele an sich auch nicht berufen ist, eine vollwertige Lebenstätigkeit zu führen. In ihr muss die ganze gefühlsmäßige Erfahrung der Tätigkeit des Menschen mittels des biologischen Organismus angesammelt werden.

7. Und der biologische Organismus des Menschen selbst hat eine besondere Form des Bewusstseins, die sich von anderen Bewusstseinsformen verschiedener Objekte, wie in der Welt der Tiere und der Pflanzen, als auch sogar der Welt mit anorganischem Charakter, bedeutend unterscheidet.

8. Das menschliche Bewusstsein ist berufen, sich vollwertig zu manifestieren, gleichermaßen mittels der Geheimnisse seitens der Tätigkeit des Gehirns als auch mittels der Feldform des Bewusstseins, welches sich mit bestimmten Energie-Informationsschwingungen in einem bestimmten Radius um den Menschen herum ausbreitet. Wobei es von der Qualität der geistigen Entwicklung des Menschen abhängt, wie groß die Ausdehnung seines Feldbewusstseins misst.

9. So ein Feldbewusstsein hilft dem Menschen, indem es durch seine Schwingungen ähnliche Energie-Informationsschwingungen berührt, auf der Ebene seines Vorgefühls das zu erfahren, was ihn schon real erwartet, oder was sich einfach in der Nähe befindet, oder was da vor sich geht. Und das Gehirn wird für diese Gegebenheit auch noch die dafür fehlenden Bilder finden.

10. Das Feldbewusstsein ist als bestimmte kennzeichnende Färbung um den Menschenkörper herum zu beobachten, und nach dem Lebensende dieses Körpers wird dieses Feld im Laufe von vierzig Tagen allmählich in die es kennzeichnenden ursprünglichen Elemente zerfallen und sich in einem ähnlichen Feld der umgebenden Natur auflösen.

11. Und die Seele wird daraufhin nach den ihr eigenen Gesetzen mit der angesammelten Gefühlsinformation weiterhin in sich abgeschlossen existieren.

12. Aber der Entwicklungsverlauf der Seele hört sofort nach dem Verlassen des festen Körpers auf.“

13. „Und im Weiteren wird diese feinstoffliche Substanz gemäß dem Entwicklungsniveau für sich "Kameraden" in der Astralwelt vorfinden und wird sich mit Selbstkontemplation beschäftigen, weil die Entwicklung endet? ...Wo werden denn Gesetze der weiteren Existenz der Seele beschrieben?“

14. „Diese Gesetze wurden noch nicht beschrieben, außer primitive Gesetze, das heißt, diejenigen, die nicht mit der Logik der Zweckmäßigkeit der Vorstellung, die aber vor allem ausschließlich eine egoistische Färbung haben, verbunden sind.

15. Lieber Freund, bei all meinem Wunsch gelingt es mir nicht, irgendwelche Beweise anzuführen, aber, um dieses Thema weiter zu entfalten, verbleibt ihnen aus irgendwelchen ihnen nicht bekannten Gründen nichts anderes, als das Vorhandensein von gerade diesem Wissen bei mir vorauszusetzen.

16. "Und im Weiteren wird diese feinstoffliche Substanz gemäß dem Entwicklungsniveau für sich 'Kameraden' in der Astralwelt vorfinden und wird sich mit Selbstkontemplation beschäftigen, weil die Entwicklung endet?“ – so Ihre Frage.

17. Sie haben es ausreichend richtig verstanden, sich zu orientieren.

18. Drückt man sich nur bildhaft aus, so kann man sagen, dass die Individualität des Menschen, die sich durch die Gefühlserfahrung des Lebens im Körper geformt hat, in der Illusion, die aus dieser angesammelten Erfahrung gewoben ist, vor sich hinkocht.

19. Der Mensch nimmt die Illusion mit all den ihm eigenen Gefühlsbewegungen als Realität selbst wahr, die bei so einem Verweilen der Seele außerhalb des dichten Körpers, der naturgemäß mit den für die Entwicklung charakteristischen Eigenschaften ausgestattet ist, endlos und unveränderlich andauern kann.

20. Darum ist es sehr wichtig, was für eine Gefühlswelt der Mensch in sich selbst gestaltet.“

21. „Angenommen, ich lasse bei Ihnen das Vorhandensein irgendeines Wissens zu. Und ich frage sogar noch nicht einmal nach der Urquelle. Hoffentlich nicht vom Heiligen Geist? Aber, selbst wenn dem so wäre, ändert das grundsätzlich nichts. Unterscheidet sich Ihre Konzeption, so muss man meinen, grundsätzlich von der christlichen? Sie sind aber auch kein Gnostiker?

22. Nun, eigentlich... Wenn Sie keine besonders unverständlichen metaphysischen Begriffe benutzen werden, sondern sich bemühen, es auf einfache, verständliche Weise zu erklären, so wird das Gespräch gelingen...

23. Sieht die Seele, so, wie ich es verstehe, irgendeinen langen, endlosen "Traum"? Nimmt der Schöpfer daran in keiner Weise teil?“

24. „"...Hoffentlich nicht vom Heiligen Geist?.." Eine durchaus seltsame Hoffnung. Und obwohl es vernünftiger wäre, auf die Frage überhaupt nicht zu reagieren, so ist es nicht gelungen, sie von einer positiven Seite her logisch zu rechtfertigen.

25. Bezüglich jener Gemütsbewegung, in der die Seele nach dem Verlassen des Körpers verweilt, kann der Himmlische Vater wegen der prinzipiellen Unmöglichkeit auf keine Weise an ihr teilnehmen. Sonst würde der Himmlische Vater es niemals zulassen, dass der Mensch leidet.

26. Es gibt nur zwei Varianten, solch eine Leidenssituation zu verändern. Eine Variante – wenn das geistige Gewebe, aufgrund dessen die Seele mit allen eingelegten Besonderheiten und mit der vom Menschen erworbenen Gefühlserfahrung insgesamt geformt ist, einer eigenartigen Feuerreinigung unterworfen wird, wobei schon ein zweiter Tod für die Individualität selbst, die sich in einer konkreten Seele nach der von einem konkreten Menschen in einem Körper beendeten Lebenstätigkeit gezeigt hat, stattfindet.

27. In diesem Fall bleibt das geistige Gewebe selbst rein, welches seinem Wesen nach analog der Energie-Informationsbasis des Geistes des Himmlischen Vaters entspricht, es verschwindet nur die gesamte Information, die mit der Lebenstätigkeit dieses Menschen zusammenhing.

28. Die zweite Variante – wenn die Seele für die weitere Entwicklung wieder in einen neuen Körper eingelegt wird. Dieses Sakrament existiert wirklich, aber nicht ganz so, wie es in den östlichen Glaubenslehren interpretiert wird.

29. Dank dieses Sakramentes kann es gelingen, sehr vieles in der Tätigkeit des Menschen in die nach dem Willen Gottes notwendige Richtung zu verbessern, indem dieses Sakrament den Menschen in vorausbestimmte Verhältnisse verkörpern lässt, die im Erziehungssinne am günstigsten sein können.

30. Eben darum sind alle Formen der Lebenstätigkeit verschiedener menschlicher Gesellschaftsgruppen auf der Erde gottgefällig, denn im Umfeld einer jeden dieser beliebigen Gruppen wird der Mensch unvermeidlich das offensichtlich Fehlende für das Voranschreiten in die gemäß der Wahrheit notwendige Richtung erkennen.

31. In diesem Zusammenhang ist es noch wichtiger zu betonen, dass in Wirklichkeit alle Völker ohne Ausnahme mit ihren ihnen eigenen Ansichten über das Göttliche sich in etwa gleichem Maße zur Rettung hinbewegen. Darin bestehen der Ruhm und die Allliebe Gottes!

32. In dieser Zeitperiode ist es äußerst sinnlos zu behaupten, dass nur diejenigen, die traditionell den Glauben an Christus weiterhin manifestieren, der Rettung am nächsten gekommen sind.

33. Obwohl das lebendige Wort Gottes, das zu den Menschen als der Lehrer kommt, wahrhaftig nur als Einer existierte und existiert. Und nur durch Ihn können die Menschen zu der notwendigen Einigkeit kommen und folglich auch zur Rettung. Aber das ist schon eine andere Frage.“

34. „Ist der Körper mit den für die Entwicklung bezeichnenden Eigenschaften ausgestattet? Oder ist die Seele damit versehen?“

35. „Die Seele ist ursprünglich mit der Neigung zu besonderem kreativen Schaffen beschert und mit dem, was in der Periode des Verweilens im biologischen Organismus die Bedingungen schaffen würde, die für das vernünftige Bestimmen des Göttlichen, was diesem Organismus schon eigen ist, benötigt wird.

36. Die Seele an und für sich kann nicht mit den Erscheinungen der Welt der Materie eine enge Verbindung aufnehmen. Denn die Entwicklung der Seele setzt vor allem das Ansammeln der notwendigen schöpferischen Erfahrung durch das Sakrament des Schaffens voraus, was nur mittels eines dichten Naturkörpers möglich ist, jedoch mit unbedingten, bestimmten Eigenschaften der Vernunft.

37. Daher erweisen sich die Körper der tierischen als auch pflanzlichen Welt dafür als völlig ungeeignet. Schon ganz zu schweigen die Mineralien.

38. Verbunden damit werden in den östlichen Glaubenslehren falsche Parallelen gezogen.“

39. „Befindet sich das menschliche Ego während des Lebens des Körpers da herinnen, oder außerhalb des Körpers, oder neben dem Körper? Sind Gehirn und Ego irgendwie miteinander verbunden?“

40. „Das Ego des Menschen oder das des Tieres haben in ihrem Wesen eine gleichartige naturgegebene Besonderheit. Das ist die Äußerung des Naturprogramms, das damit zusammenhängt, dass der biologische als auch überhaupt der organische Körper die Möglichkeit hat zu überleben.

41. Auf andere Weise kann man dies als Instinkt bezeichnen. Mittels des Instinktes werden alle Erscheinungen der umgebenden Realität ausschließlich von den Positionen des eigenen Vorteils wahrgenommen.

42. Das Ego hat kein punktgenaues Erscheinen, um von einer separaten Stelle im Menschen, als auch neben dem Menschen zu sprechen. Es handelt sich um ein Programm, das in der gesamten Energie-Informationsstruktur des Wesens des Naturkörpers verteilt ist.

43. Bei der ganzen Welt der Materie, die der Mensch in erster Linie sieht, handelt es sich um das Erscheinen von Energie, oder, es ist durchaus angebracht zu sagen, des Geistes, aber je nach der kennzeichnenden Information, die zugrunde liegt, erscheinen diese Energien in unterschiedlicher Dichte und mit entsprechenden Besonderheiten.

44. Das Gehirn des Naturorganismus ist zwar mit Instinkten des Organismus selbst auch dicht verbunden, aber es wirkt in seiner Grundlage ein ganz anderes charakteristisches Gesetz der Entwicklung.

45. Die Tätigkeit des Gehirns ist in ihrem Wesen in einem bestimmten Maße mit einem Computer zu vergleichen. Und ist es etwa vernünftig, die Arbeit eines Computers als egoistisch zu bezeichnen?

46. Es macht die einzigartige Besonderheit des menschlichen Gehirns aus, dass es unter normalen Umständen berufen ist zu helfen, die umgebende Realität bei Weitem nicht nur von den Positionen des eigenen Vorteils aus einzuschätzen, wie dies bei den Tieren im Großen und Ganzen immer vonstatten geht.

47. Solange so ein Naturegoismus offensichtlich auf die Verstandestätigkeit einwirkt, wird sie ausschließlich voreingenommen verlaufen. Und die Voreingenommenheit erlaubt nicht, die sich ereignende Realität objektiv annehmen zu können, wozu eigentlich die Vernunft des Menschen berufen ist, aktiv zu werden.

48. Eine normale Arbeit des Menschenverstandes wird ausschließlich nur dann möglich sein, wenn die Äußerungen der Instinkte auf ein zulässiges harmonisches Minimum gebracht werden.

49. Und gerade die geistige Entwicklung des Menschen ist dazu berufen, diese Aufgabe zu lösen.“

50. „Gott ist also nicht allmächtig und ist in Seinen Möglichkeiten begrenzt?“ – war die Frage eines Teilnehmers nach den Erklärungen des Lehrers.

51. „Natürlich! Sonst würde sich eine außerordentliche Absurdität ergeben.

52. Und es ist richtiger, es so zu verstehen, dass der Himmlische Vater eben nichts Unnötiges tun kann. Er kann nicht das Gesetz der Harmonie verletzen.

53. So etwas ist nur beim Menschen möglich, dass er in dem Fall, wenn er etwas sogar mit Sicherheit als falsch einschätzt, es trotzdem fertigbringt, so etwas bewusst zu tun.

54. Das Gesetz der Entwicklung der gesamten Harmonie setzt beim Vorhandensein einer bestimmten Gegebenheit nur eine einzige absolut günstige Richtung voraus, mit allen diesen untergeordneten Gesetzmäßigkeiten. Und folglich wird auch ein beliebiges, selbst auch eine einzige Abweichung von diesem Gesetz, eindeutig schon als eine minderwertigere Handlung eingeschätzt.

55. Denn nach jeder Äußerung in der gesamten Harmonie beginnt sofort ausschließlich die Kette der Konsequenzen. Der Himmlische Vater tut niemals das, was als das Schlechtere einzuschätzen wäre.

56. Aber das Gesetz der Harmonie als die Höchste Ordnung ist immer logisch und zweckmäßig und folglich auch mittels der Vernunft begreifbar.

57. Die Verbreitung der Meinung darüber, dass Gott fähig sei, sozusagen uneingeschränkt alles zu tun, hat unvermeidlich nicht nur die Vorstellung über die grundsätzliche Unmöglichkeit, die Logik Seiner Handlungen zu begreifen, als auch in diesem Zusammenhang die Sinnlosigkeit selbst der Anwendung von Versuchen bezüglich des eigentlichen Denkens in diese Richtung, zufolge.

58. So etwas war früher bequem, zu Zeiten eines sehr niedrigen Niveaus der Entwicklung des Bewusstseins des Menschen, denn das ließ leicht viele offensichtliche Dummheiten in falscher Weise rechtfertigen.“

59. „...der Träger wird von der Information gereinigt. Aber dann hört der Träger auf, ein Ego zu sein. Folglich ist die Seele nicht unsterblich? ...Das Informationsfeld der Seele erwirbt zusammen mit dem Träger einen neuen physischen Körper. Mit der alten Information? Aber wofür??? Liegt die Wahl bei Gott?“

60. „Natürlich, nur der Himmlische Vater selbst bestimmt das Verkörpern jeder Seele unter konkreten Erziehungsumständen, die für sie im Weiteren am günstigsten sind.

61. Das geistige Gewebe selbst ist den Gesetzmäßigkeiten der Alterung nicht unterworfen und ist folglich unsterblich.

62. Aber es gibt Umstände, wenn die in der Seele immerhin angesammelte negative Information unvermeidlich eine prinzipielle Sinnlosigkeit für eine neue Verkörperung geschaffen hat. Das heißt, dass das angesammelte außerordentlich Negative schon bei jeder Verkörperung nicht mehr in Richtung zur besseren Seite hin zu verändern ist.

63. Welch logischer Sinn wäre dann in der Zweckmäßigkeit des ewigen Verweilens dieser Seele im Feuer des eigenen angesammelten Negativen zu sehen?

64. Darum eben wurde im Zusammenhang mit so einer Wahrscheinlichkeit auch das Sakrament der eigenartigen Feuerreinigung vorgesehen, bei welchem die absolut unnütze negative Information gelöscht wird. Nachdem das, was sie als einen "Träger" bezeichnet haben, wieder für die Entstehung einer neuen Individualität genutzt wird.

65. Aber es kommen nicht nur diese Individualitäten nicht in einen neuen Körper zurück. Es ergibt zu diesem Zeitpunkt noch keinen Sinn, diejenigen zu verkörpern, die sich geistig hoch genug entwickelt haben. Sie verweilen weiterhin günstig in einer glücklichen Illusion, die auch auf ihrer eigenen Erfahrung, in diesem Fall schon rechtschaffener Erfahrung, basiert. Aber auch das soll keinesfalls für ewig sein, sonst würde das zu einer völligen Sinnlosigkeit führen.

66. In einen neuen Körper kommen nur diejenigen mit der alten Information zurück, für die es noch lebensnotwendig ist, ihre Gefühlserfahrung im Weiteren in die Richtung zu verändern, die für alle Menschen vorherbestimmt ist.

67. Und da auf der Erde außer denjenigen, die aufs Neue zurückgekehrt sind, auch die erstmalig Verkörperten leben, die zu charakteristischen Fehlern neigen, welche seitens all ihrer "älteren" Brüder unvermeidlich gemacht wurden, so kann bei ziemlich oberflächlicher Betrachtung der Geschichte der Entwicklung der Menschheit leicht ein falscher Eindruck entstehen, als ob die Menschen im Laufe einer langen Geschichte ihrer Entwicklung sozusagen nichts gelernt hätten.“

68. „Warum dann gibt es in einer neuen Verkörperung keine Erinnerungen an das vorherige Leben? Ist der Zugang blockiert? Welchen Sinn hat dann eine neue Reinkarnation mit einer Nullerfahrung? Wovon hat man sich abzuwenden?“

69. „Vor allem spielt bei diesem Umstand das neue Bewusstsein des geborenen Organismus eine nicht geringe Rolle. Im Gedächtnis dieses Bewusstseins fehlt aus ganz natürlichen Gründen völlig die Information über das bisherige Leben, das dazu sogar noch in einer ganz anderen genetischen Generation verlaufen ist.

70. Noch mehr als das unterscheiden sich die für das Bewusstsein und für die Seele charakteristischen Schwingungseigenschaften sehr stark voneinander, was natürlich den gegenseitigen Austausch der bei ihnen vorhandenen Informationen, die jeweils charakteristisch sind, stört. 071. Das ist auch gut so. Sonst, stellen sie sich vor, wie ihre Kindheit aussehen würde, wenn bei voller Erinnerung an ihre Vergangenheit die ganze Last der schweren Gemütsbewegungen bezüglich der zahlreich vollzogenen Dummheiten auf sie gelegt würde, die, die sie im Laufe des vorherigen Lebens vergeblich versucht haben zu vergessen. Wenn nicht nur das Positive in der Erinnerung auftauchen wird, sondern auch alles Bittere, was in der Regel überwiegt. 072. Und was die `Nullerfahrung´ angeht, so ist das nicht so. Die sich in der Seele ansammelnde Erfahrung wirkt unaufhörlich auf die Äußerungen des neuen Körpers ein. Wo kommen denn dann die verschiedenen Talente und Ähnliches her? Woher können bei Kindern Neigungen entstehen, die genetisch in der Generation nicht vorgekommen sind? 073. Kann man etwa so eine Schlussfolgerung als vernünftig bezeichnen, aus welcher eindeutig hervorgeht, dass Gott manchen Menschen das Talent quasi gegeben habe, und den anderen, die Er ebenso liebt, nicht? Dabei machen solche `Benachteiligten´ die beträchtliche Mehrheit aus. Bei so einer Sichtweise wäre es durchaus angebracht, damit zu beginnen, auch von einer vorausbestimmten Ungerechtigkeit zu sprechen. 074. Ursprünglich wird ausschließlich jede Seele mit gleichen Eigenschaften beschert. Und die folgende, sich ansammelnde Erfahrung wird während der Lebenstätigkeit jedes neuen Körpers unbedingt eine bestimmte gefühlsbetonte Neigung zu etwas herstellen. 075. Und je größer die positive Erfahrung, umso mehr wird schon früh, wenn man jung ist, die Neigung zum sorgfältigen Schaffen und die Suche nach dem Göttlichen zutage treten.“ 076. „Sie haben geschrieben: “Obwohl das lebendige Wort Gottes, das zum Menschen als Lehrer kommt, wahrhaftig nur Einer war und ist. Und nur durch Ihn können die Menschen zu der notwendigen Einheit kommen, und folglich auch zur Rettung. Aber dies ist schon eine andere Frage“. – ist das Jesus?“ 077. „Ja. Nur aber ist dies ein zeitweilig auf der Erde erschienener Name. Er wird bei jedem neuen Erscheinen unter den Menschen ein anderer sein. 078. An und für sich ist der menschliche Name für das Wort Gottes nicht nötig, so, wie er auch für den Himmlischen Vater nicht nötig ist.“ 079. „In der Bibel werden falsche Propheten vorausgesagt, die unter dem Namen Christi daherkommen, und Viele werden verlockt werden. Wie soll man die Wahrheit von den Teufelsdingen unterscheiden?“ 080. „Eine gute Frage. Diesbezüglich sind zahlreiche falsche Überlegungen entstanden, die vor allem auf der übermäßigen Angst basieren, einen gefährlichen Fehler zu machen. 081. Es ist absolut sinnlos, die Wahrheit zu suchen, indem man gleichzeitig die Angst aufrechterhält, einen gefährlichen Fehler zu begehen. 082. Die ganze Sinnlosigkeit auf religiösem Gebiet, die sehr schmerzhafte und sogar durchaus blutige Folgen verursacht hat, ist ausschließlich mit dieser Angst verbunden. 083. Falsche Messiasse und falsche Propheten hat es immer gegeben, vor Christus als auch nach Ihm. Wobei einige Erscheinungen mit der Qualität eines Messias, die nach dem Erscheinen von Christus stattgefunden haben, von einigen jüdischen Glaubenslehren durchaus als eine wirklich stattgefundene Tatsache aufgenommen wurden. 084. In diesem Zusammenhang ist der Hinweis über das Beurteilen entsprechend den Früchten weiterhin aktuell, wohl aber nicht einfach. 085. Einige wunderbare und süße Früchte erscheinen auf Zweigen, die bei ihrer Entwicklung zuerst mit nicht wenigen Dornen bedeckt waren. 086. Darum ist es weise, nicht vorschnell negativ zu urteilen und einzuschätzen. Gerade darin liegt die größte Gefahr. 087. Ein christlicher Rechtschaffener warnte seine Nächsten durchaus weise, dass, wenn sie eine Lüge für Christus halten, so wird ihnen dies verziehen, aber wenn sie Christus für eine Lüge halten und ihn übereilt ablehnen, so wird das verderblich sein. 088. Kein einziger Mensch hat kraft seiner Gegebenheiten grundsätzlich Eigenschaften für ein garantiertes Bestimmen des Wahrhaftigkeitsgrades dessen, was er jeden Tag erlebt. Darum wird es niemals möglich sein, den Menschen des bewussten Ablehnens des Göttlichen zu überführen. 089. Als eine gefährliche Sünde kann gerade nur etwas in dem Fall benannt werden, wenn der Mensch bewusst das macht, was er selbst schon als etwas Falsches versteht. 090. Ich denke, sie stimmen mir zu, dass der Mensch seine Unstimmigkeit darüber äußern kann, worüber er schon hinausgewachsen ist und dasjenige offensichtlich als das Falsche ansieht, so auch gleichzeitig darüber, wozu er noch nicht herangewachsen ist und dasjenige bislang noch als etwas Falsches wahrnimmt. 091. Nicht der Mensch muss darüber urteilen, was um ihn herum vor sich geht. Nur die Zeit selbst wird Allem dazu verhelfen, als das Wahre bestimmt zu werden. 092. Der Himmlische Vater kennt ausgezeichnet die wahrhaftigen Motive der Bemühungen des Menschen. Darum sind vor allem Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit des Menschen sich selbst gegenüber wichtig. 093. Damit im Zusammenhang ist es vor allem äußerst wichtig, wie der Mensch seine selbstständigen Schritte überdenkt und vollzieht. Und wenn der Mensch mit dem aufrichtigen Wunsch, das Göttliche zu erkennen, gefühlsmäßig trotzdem etwas bedingt Falsches zu sich heranzieht, so ist das kein verderblicher Fehler, sondern ausschließlich das, was einen dem Erkennen der Wahrheit noch näher bringt. 094. Nur so wird die Weisheit selbst auch erworben. 095. Die Hauptsache ist, keine Angst zu haben bei dem Versuch, dasjenige erkenntnisreich und vernünftig tiefer zu begreifen, wozu eine gefühlsmäßige Neigung entsteht.“ 096. „Was verstehen Sie unter dem Wort `gefühlsmäßig´?“ 097. „Vor allem verstehe ich darunter das, was zu der Fähigkeit des Menschen gehört, das Vorhandensein von etwas in dem ihn umgebenden Raum zu verspüren, was weder durch das Sehen, Hören, noch mittels Geruch wahrgenommen werden kann. 098. Aber, entschuldigen sie mich, es ist nur dann genauer zu erklären, wenn präzisierende Fragen mit konkreten Parallelen entstehen.“ 099. „Sie haben geschrieben: “Die sich in der Seele ansammelnde Erfahrung wirkt unbedingt auf die Äußerungen des neuen Körpers ein... Ursprünglich wird ausschließlich jede Seele mit den gleichen Eigenschaften beschert...“ 100. Ich verstehe das wirklich nicht: jede Seele, indem sie “in einen neuen Körper kommt“, hat keine Information (Erfahrung) über ihr bisheriges Leben“. 101. „Unter dem Wort `ursprünglich´ habe ich die Periode des Zustandes der Seele bis zu ihrer ersten Verkörperung gemeint. Darum ist die vollständige Abwesenheit von Lebenserfahrung in ihrem Gedächtnis absolut natürlich. 102. Erlauben sie mir, dass ich noch einige zusätzliche Erklärungen bezüglich des Begriffes `Information´ anführe. 103. Als Beispiel eine auf dem Sand hinterlassene Spur des Fußes eines Menschen und eine wörtlich-bildhafte Vorstellung darüber sind in ihrer Basis eben die Information, aber in ihren Besonderheiten unterscheiden sie sich voneinander. Und entsprechend dem erwähnten Beispiel unterscheiden sich voneinander die Lebenserfahrung und die Information darüber. 104. Ebenso bleibt auch bei einer neuen Verkörperung nur die `Spur´, nicht aber die wörtlich-bildhafte Information darüber. 105. Der Wert von so einer `Spur´ besteht darin, dass sie praktisch eine unbewusste Neigung zum Erfüllen entweder des Göttlichen oder des Ihm Entgegengesetzten eingibt, je nach Erfahrung. 106. Und folglich, je größere positive geistige Erfahrung in die Seele eingeprägt ist, umso größer wird auch eine unbewusste Neigung zum richtigen Finden eben des Göttlichen in einer beliebigen unbekannten Situation sein.“ 107. „Welchen Sinn haben diese endlosen sich wiederholenden Verkörperungen in neue Körper? Das Erreichen der höchsten Vollkommenheit?“ 108. „So sind sie endlich zu der Hauptfrage gekommen, um welche herum sich dieses ganze Thema über die Eigenschaften der Seele auch drehen kann. 109. In einem gewissen Maße habe ich schon versucht, ihre Frage in diesem Forum teilweise zu beantworten, aber zum Thema `Noch einmal über den Sinn des Lebens´. Es ist günstiger, um nicht etwas zu wiederholen, wenn ich weitere Präzisierungen erst daraufhin mache, wenn sie sich mit jener meiner Aussage bekannt gemacht haben. 110. Und was das Erreichen der höchsten Vollkommenheit angeht, so kann so ein Ziel im vernünftigen Sinne nicht bestehen. So ein Ziel kann nur derjenige stellen, der es noch nicht vermag, die umgebende Realität unabhängig vom eigenen Egoismus zu betrachten.“ 111. „Kann Gott die Energiesubstanz, die Seele heißt, etwa nicht `berichtigen´, indem Er eine negative, lasterhafte Information, die sich dem Menschen auf der Erde eingeprägt hat, wegschafft und nur die positive Information belässt?“ 112. „Ich denke, hier waren sie zu vorschnell. Wenn es auf diese Weise möglich wäre, so könnte das Verzögern mit so einer Operation an der menschlichen Seele, das sich auf Jahrtausende ausdehnen würde, die Notwenigkeit der Existenz des Satanismus rechtfertigen.“ 113. „Aber jedes Mal beim Sterben des menschlichen Körpers wird die Seele unveränderlich die negative Information über das Leben auf der Erde mit sich schleppen... Und jedes Mal von Anfang an.“ 114. „Überhaupt nicht. Die gesamte Information, die ein Mensch angesammelt hat, wird gerade von ihm selbst in der Periode seines Lebens im Körper verändert. 115. Wenn ein Mensch ein nächstfolgendes Mal seine negative Neigung hin zu etwas Gesetzwidrigem überwindet, und durch seine rechtschaffene Arbeit schon eine positive Neigung erarbeitet, so verändert sich die bisherige negative Information völlig, sozusagen vom Minus zum Plus. Das Negative hört einfach auf zu existieren. 116. Also deswegen: `Der Glaube ohne Taten ist tot´! 117. Nun, und deshalb, trotz der enorm großen Neigung des Menschen, fehlerhafte Schritte zu unternehmen (vom geistigen Standpunkt aus gesehen), wo der Mensch es dennoch fertigbringt, notwendige positive Erfahrung zu sammeln, nutzt der Himmlische Vater die vom Menschen geschaffenen mannigfaltigen Lebensverhältnisse auf solche Weise, dass der Verkörperte in für ihn günstige Erziehungsverhältnisse gerät. 118. Darum sind vor dem Antlitz Gottes alle Völker mit ihren Bedingtheiten, was das Geistige betrifft, gleich viel wert! Und hin zur Rettung bewegt sich die menschliche Seele in jeder Gesellschaft gleichermaßen!“ 119. „Sie haben geschrieben: `Ich denke, dass sie zustimmen, dass ein Mensch sein Nichteinverstandensein ebenso darüber äußern kann, über das er schon hinausgereift ist und was er offensichtlich als etwas nicht Richtiges einschätzt, sowie auch über das, wozu er bisher noch nicht herangereift ist und was er bislang noch als etwas nicht Richtiges wahrnimmt´. Ein interessantes Wortspiel. Davon ausgehend kann man absolut jede beliebige Information für falsch halten...“ 120. „Sie haben meine Aussage nicht genau genug aufgenommen. Versuchen sie diese Aussage nicht vonseiten des erwähnten Menschen zu betrachten, sondern als Unbeteiligter, der diesen Menschen beobachtet. Ich sprach über die Gesetzmäßigkeit selbst, die der menschlichen Wahrnehmung zugrunde liegt. 121. Im Zusammenhang mit dem oben Gesagten wird ihnen vielleicht das folgende Beispiel verständlich sein. Ein beliebiger Atheist, der generell die Existenz Gottes aktiv verneint, wird völlig zurecht als ein zu so einer Wahrheit bisher geistig noch nicht Herangereifter eingeschätzt. Gleichzeitig wird er vollkommen recht haben, wenn er aufhört zu stehlen und jemanden bewusst zu beleidigen, weil er über so eine Neigung schon hinausgewachsen ist. 122. Im ersten Fall äußert der Mensch sein Nicht-Einverstanden-Sein als einer, der dazu noch nicht herangereift ist, und im zweiten als einer, der darüber hinausgewachsen ist, aber in beiden Fällen äußert er seine Ablehnung angemessen und unabhängig von seinen realen Möglichkeiten.“ 123. „Ihre Worte verstehe ich so, dass die Seele selbst sich an nichts erinnert und nichts versteht? Sie trägt nur eine positive oder negative Ladung aufgrund ihres bisherigen Leben? 124. Aber dann ist Ihr Standpunkt zum Thema orthodoxe Heilige, wo Sie behaupten, dass die Seelen der Rechtschaffenen sich neben den Lebenden befinden und ihnen Hilfe leisten können, völlig unklar.“ 125. „In diesem Fall ist es nicht genügend genau, unter dem Wort `Ladung´ nur ein gewisses Zeichen (-) oder (+) zu verstehen. In diesem Fall ist es überhaupt nicht einfach, das ausreichend zu erklären, weil entsprechende Begriffe in der menschlichen Sprache fehlen. 126. Ich versuche vorerst, es so zu sagen, dass die Erinnerung an vergangene Lebenselemente in der Seele auch aufbewahrt werden, aber nicht so, wie irgendeine Information im Gedächtnis des Bewusstseins gespeichert wird. Wenn, bildlich ausgedrückt, man sagen kann, dass das Gedächtnis des Bewusstseins aus schwarz-weißen linearen Mustern besteht, so besteht das Gedächtnis der Seele aus farbigen Feldern. 127. Wenn das Bewusstsein an sich aufgrund eigener Gesetze fähig ist, immer neue Lösungen zu finden, so bewegen sich alle Prozesse in der Seele – die sich vom Naturfeld des Bewusstseins getrennt befindet – nur im Rahmen der angesammelten Gefühlserfahrung. 128. Und was diejenigen Kinder Gottes angeht, die man als Heilige bezeichnet und welche kraft des göttlichen Willens neben den Menschen verbleiben, um ihnen zu helfen, so wäre es nicht genügend genau, nur ihre Seele in Betracht zu ziehen. 129. So eine wirklich aktive Hilfe kann von irgendeinem Menschen nur dann geleistet werden, wenn sich seine Seele von einem bestimmten Naturfeld nicht völlig abgetrennt hat. Nur in diesem Fall verbleibt eine direkte Verbindung mit den auf der Erde Lebenden. 130. Ich versuche, dies durch einfachere Bilder zu erklären. 131. Das naturgegebene Energie-Informationsfeld einer Person, die auf der Erde lebt, kann man sich als eine gewisse abgeschlossene Drahtkontur, deren innerer Raum ein regenbogenfarbiges Leuchten füllt, vorstellen. Dieses Leuchten ist eben die Seele selbst. 132. Nach dem Moment des vollständigen Lebensende des Körpers trennt sich von ihm diese als bedingt bezeichnete Drahtkontur, die das Bild und die persönlichen Besonderheiten des belebten Körpers vollständig beibehält; und unter gewöhnlichen Umständen bleibt dabei die Seele während vierzig Tagen weiterhin an diese Kontur gebunden. Dies ist die Periode des Zerfalls der naturgegebenen Energie-Informationsbesonderheiten der bildlich erwähnten Kontur. 133. Aber wenn es der Wille des Himmlischen Vaters ist, und dies geht unabhängig von den Wünschen der Menschen, die auf der Erde leben, vor sich, so kann diese Kontur eine zusätzliche Energienahrung bekommen, und ihr Verbleib kann mit all ihren eigenen Möglichkeiten bis zur Zeit des Endes dieser künstlichen Nahrungszufuhr ausgedehnt werden. So eine Verlängerung kann durchaus leicht Jahrtausende ohne Alterungsmerkmale andauern. 134. Derjenige, der auf solche Weise als Hilfe den auf der Erde Lebenden verblieben ist, behält dank des erhaltenen Naturfeldes auch entsprechende Eigenschaften des Bewusstseins, und er hat auch Zugang zu gewissen Informationsfeldern, nicht nur zu denen der im Körper Lebenden, sondern auch zu all dem, was wirklich vor sich geht. 135. Im Zusammenhang damit steigen seine Möglichkeiten beim Leisten wohlbringender Hilfe für die im Körper Lebenden um ein Vielfaches an. 136. Aber, wie ich schon gesagt habe, würdige Kinder Gottes werden für so eine Mission unabhängig von den Wünschen und Glaubenslehren der auf der Erde weiterhin Lebenden zugelassen. 137. Vor dem Angesicht Gottes hat es keinerlei Bedeutung, ob man ein Orthodoxer, ein Katholik, ein Protestant usw. ist. Wichtig ist nur die geistige Eigenschaft, nicht aber eine formale Angehörigkeit auf der Erde zu irgendwelchen von Menschen gemachten Festlegungen. 138. Darum sind denjenigen, die heute auf der Erde leben, viele Namen von auf solche Weise Erhaltenen gar nicht bekannt. Denn die wahre Demut auf dem Weg des rechtschaffenen Dienens hat keine markanten und auffallenden Merkmale. 139. Denn nicht alles, an dem der Mensch vorbeigehen mag, bleibt auch für Gott unbemerkt.“ 140. „Ja, aber der Mensch – das ist die Seele plus dem sterblichen Körper. Der Mensch ist oft krank, verspürt körperliche Schmerzen. Er leidet unter Hunger, Durst, Hitze, Kälte. Ist dies etwa eine positive Information? Der Mensch verliert seine ihm Nahestehenden. Schreckliche seelische Qualen. Der Mensch sieht Ungerechtigkeit, Brutalität usw. um sich herum. Der Mensch leidet darunter. 141. Auch bei dem Versuch, nach christlichen Gesetzen zu leben, wie viel Negatives erhält der Mensch bis zum Ende seines irdischen Lebens. Wie kann man diese Information durch eine positive ersetzen?“ 142. „Sie haben ihre Aufmerksamkeit richtig darauf gelenkt, wie viele Schwierigkeiten den Menschen, der sein Leben auf der Erde beginnt, erwarten können. Wo Schwierigkeiten aufgrund des Charakters der Natur bestehen und auch Schwierigkeiten, die mit der Lebenstätigkeit des Menschen selbst verbunden sind. 143. Das Wichtigste im Zusammenhang mit der Ansammlung geistiger Erfahrung ist jenes, wie nämlich der Mensch selbst sich bemüht, auf die Ereignisse zu reagieren, was seinerseits gar nicht wenig von Bedingungen abhängt, die der Mensch selbst schafft. 144. Ich denke, sie wissen sehr gut, dass die Reaktion auf einen vergleichbaren Umstand, zum Beispiel auf den Tod des Körpers von jemandem unter Nahestehenden, sich bei verschiedenen Völkern bisweilen mit völlig gegensätzlichen Emotionen äußert. All diese Emotionen sind natürlich aufrichtig, und folglich hängt der Charakter der eigentlichen Gemütsbewegungen in bedeutendem Maße von bedingten Einstellungen ab, die der Mensch selbst festlegt. 145. Der größte Teil psychologischer Leiden, die der Mensch innerhalb der Gesellschaft fertigbringt zu erleben, ist in Wirklichkeit einfach ausgedacht, d. h., sie basieren auf einer falschen negativen Vermutung. 146. In diesem Zusammenhang ist nicht das wichtig, was die Gefühlswelt des Menschen bewirkt, sondern das, wie der Mensch selbst sich bemüht, das Wirkende anzunehmen und wie er sich selbst dem gegenüber verhält, was ein bestimmtes, milde gesagt, Unbehagen verursachen kann. 147. Anormale Abweichungen in der geistigen Entwicklung schaffen in erster Linie jene Forderungen, welche gerade selbst der Mensch aufgrund seines Unwissens bezüglich dessen, was um ihn herum geschieht, festlegt. 148. Ausnahmslos alle Unzufriedenheit, die der Mensch äußert, gründet nur auf diesen Forderungen. 149. Der größte Teil der Forderungen, die der Mensch äußert, ist ein offensichtlich eindeutiges Merkmal dessen, dass der Mensch geistig nicht normal erzogen ist. 150. Und es ist sogar noch mehr zu sagen: wenn man die nimmt, die sich Gottgläubige nennen, so demonstrieren offensichtlich solche Forderungen und die mit ihnen unvermeidlich verbundenen Unzufriedenheiten ihre Primitivität der Vorstellungen über den Himmlischen Vater. 151. Wenn es Gott für das Wohl der Entwicklung des Menschen (und dies geht ausschließlich nur in der Weise vor sich) daran gelegen war zuzulassen, dass der Mensch etwas erlebt, selbst wenn es für ihn auch unangenehm ist, so wird nur derjenige, der den Heiligen Glauben nicht inne hat, seine Unzufriedenheit über die Geschehnisse aktiv äußern. 152. Denn solche Art Unzufriedenheit ist eindeutig der Äußerung von Nichtakzeptanz dessen gleich, was Der Himmlische Vater für notwendig hielt, um es für das Wohl des Menschen zuzulassen. 153. Wenn eure Gemütsbewegungen nicht mit der aktiven Äußerung von Unzufriedenheit verbunden sind, d.h. ihr verurteilt niemanden und nichts, so bleiben derartige Erlebnisse beim abgestorbenen Körper. In die Seele wird keine Information derartiger Erlebnisse eingeprägt. 154. Darum ist es kein Zufall, dass diejenigen, die ihren Körper, der physisch gelitten hatte, verlassen haben, plötzlich eine gewisse Leichtigkeit und völlige Abwesenheit von den bekannten Leiden verspüren. 155. Leiden, die für charakteristische Naturbesonderheiten natürlich sind, hinterlassen in der Seele keine ihnen eigene Spur. 156. In die Seele wird nur die Spur der Bemühungen des Menschen selbst eingeprägt, der unvermeidlich auf entstehende schmerzliche Unannehmlichkeiten irgendwie zu reagieren beginnt. 157. Entweder unterstützt zum Beispiel ein Mensch seine Leiden durch zusätzliche negative Gedankenbilder, die sich in der Regel in gar keiner Weise auf die Wahrheit beziehen, oder er bemüht sich auf weise Art, seine Dankbarkeit Gott gegenüber für die von Ihm erwiesene Fürsorge im Anbieten dessen zu äußern, was auf dem Weg der ewigen Lebenserscheinung des Menschen eindeutig nur wohlbringend ist. 158. Somit ist bei allem unbedingt eine weise, der Wahrheit entsprechende Sicht erforderlich. Ungerechtigkeit als auch Zufall kann es grundsätzlich nicht geben! 159. Friede und Glück seien mit euch!“