Vadim 17

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  Kapitel 12  

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Für den die Wahrheit Erkennenden ist die Realität das größte Geschenk. ~ Wahrheit und Verantwortung ~ Das Geld stammt nicht vom Teufel. ~ Die Wurzeln von Tyrannei und Aggression liegen in der Kindheit der Menschheit. ~ Über den Unterschied zwischen Seele und Geist ~ Kunst für Geld hat den Wert von Müll ~ Wie denken Gläubige? ~ Niemand weiß, wie er sich Gott annähern kann. ~ Der Mensch muss lernen, über niemanden negativ zu denken. ~ Der Mensch wird eines Tages die Materie auf einzigartige Weise verändern.


1. Hier aus der Kommunikation des Lehrers auf dem philosophisch-esoterischen Forum im Internet.

2. „Ich denke, dass jeder Mensch träumen (Tagtraum, Anm. d. Übers.) sollte, darunter auch ein Lehrer von guten Schülern. Die Frage zielt auf das Realisieren von Träumen: wie das Gewünschte in die Realität verwandeln?“, äußerte sich ein Fragesteller.

3. „Für einen die Wahrheit Suchenden ist es zulässig zu träumen, und bei einem, der Sie erkannt hat, verschwindet dieses Bedürfnis. Zwar hat derjenige, der Sie erkannt hat, auch noch Wünsche, aber für ihn ist die Realität das größte Geschenk, das er gemäß seinen realen Möglichkeiten wirklich verdient.

4. Ob es vernünftig ist, sich an die umgebende Harmonie mit der Bitte zu wenden, ihm darüber hinaus irgendetwas mehr zu geben, als das, was zu geben Sie selbst für günstig hält? Bedeutet das nicht vor allem ein Äußern von Geringschätzung Ihr gegenüber?

5. Kann denn derjenige einem etwas beibringen, der das Geschenk der Harmonie nicht schätzt?

6. Der Lehrer braucht nie daran zu denken, wo er seine Schüler finden kann. Denn Derjenige, Der jemanden als den Lehrer erscheinen ließ, bringt Selbst die Schüler zu ihm.“

7. „Wodurch wird jemand zur Angehörigkeit einer bestimmten Organisation, Kirche, Bewegung, Sekte usw. motiviert?“

8. „Wenn man nüchtern das Wesen des Berührten betrachtet, so ist zuerst zu bemerken, dass jede erschienene Glaubenslehre, und erst recht jede derjenigen, die sich fest etabliert hat, unbedingt in unterschiedlichem Maße und in unterschiedlichem Umfang die Genauigkeit und Menge dessen wiedergibt, was zurecht zur Wahrheit gehört.

9. Der Charakter der Äußerung und des Widerspiegelns der Wahrheit kann auf den Menschen ein unterschiedliches Maß von Verantwortung legen, das der Mensch kraft seines natürlichen Denkvermögens und seiner Reife selbstständig finden muss (das Maß von Verantwortung, das seinen Möglichkeiten entspricht), und er muss sich diesem anvertrauen.“

10. „Wie ist die Behauptung einer größeren 'Wahrhaftigkeit' eines bestimmten Systems zu begründen?“

11. „In das Wesen des Menschen wurde das Streben, intuitiv das Göttliche zu suchen, eingelegt, und dabei ist es nicht wichtig, wie so etwas genannt wird. Und da der Mensch Gott und Seine Taten als die Höhe der Vollkommenheit unvermeidlich begreifen muss, so waren, ausschließlich damit verbunden, viele Menschen bei nicht ausreichend reifer Psyche und nicht ausreichender Weisheit immer geneigt und werden noch immer geneigt sein, die Ereignisse nur mit zwei Extremen zu messen: bedingt gesagt, entweder wahrhaftig oder nicht.

12. Der Begriff für nicht ausreichend genaue Widerspiegelung der Wahrheit oder nicht vollständige Fülle von Ihr existiert im einfachen und primitiven Wahrnehmen nicht.

13. Und da das Gesetz, auf dem der Heilige Glaube basiert, in seiner Grundlage mit dem Himmlischen Vater untrennbar verbunden ist, hat sich unvermeidlich auch so eine psychische Besonderheit ergeben, bei der, wenn etwas im Bewusstsein des Menschen als das sich auf Gott direkt Beziehende bestimmt wird, dies unvermeidlich beginnt, auch als das Richtigste wahrgenommen zu werden.

14. Die charakteristische Besonderheit des Heiligen Glaubens lässt kategorisch den Glauben an etwas nicht zu, was bewusst als nicht ausreichend genaue Wahrheit wahrgenommen werden kann.“

15. „Es scheint klar zu sein, dass Glück und Geld – verschiedene Sachen sind. Aber in der Stadt kann man mit dem Minimum nicht überleben. In die Einöde zu ziehen, wo das möglich ist, besteht kein Wunsch.“

16. „Lieber Freund, mit dieser Ihrer Aussage ist die ganze Wahrheit, die Sie brauchen, ausgedrückt! Sie verstehen alles sehr gut.

17. Und jetzt treffen Sie selber die Wahl, die Ihnen näher ist, wobei Sie im Weiteren nicht vergessen, dass alles seinen Preis hat.

18. Es lohnt sich nicht, in zwei Richtungen zu streben. Ich wage es, Ihnen zu versichern, dass Sie unbedingt einen der von Ihnen erwähnten Werte verlieren werden, weil diese Werte sich in diametral entgegengesetzter Richtung befinden.“

19. „Aber dann ergibt sich daraus, wenn man dies weiterführt, dass das Geld vom Teufel stammt?“

20. „Sie haben eine außerordentlich ernste Frage berührt, die zu beantworten ich Ihnen eine Geschichte zu erzählen habe.

21. Zu dem Wesen, welches man den Teufel nennt, haben Geldwerte keine Beziehung. Aber das macht sie überhaupt nicht reiner.

22. Die Einführung der vereinbarten Geldeinheit in das Leben der menschlichen Gesellschaft galt einst einem besonderen Zweck seitens derer, die erstens nicht zur menschlichen Zivilisation gehören und nicht auf der Erde leben, und zweitens ließ sie das Niveau ihres Bewusstseins, das das Niveau der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins um das Vielfache übertrifft, um vieles früher die sehr große Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die Entwicklung der Menschheit schon durchaus zu einer großen Gefahr für den sich entwickelnden Verstand im Weltall werden kann.

23. Damit verbunden und im Unterschied zu vielen anderen ähnlich verstandesmäßigen Vertretern anderer Welten, die trotzdem die Wahrscheinlichkeit eines positiven Ergebnisses in der Entwicklung der Erdbewohner zuließen, führten die Gegner der Entwicklung der Menschheit für den Menschen die Handhabung der auf den ersten Blick bequemen Weise des Umtauschs von materiellen Werten ein.

24. Und wenn zuvor derjenige, der die schöpferische Arbeit achtete, am günstigsten leben konnte, so begann das Wohlergehen mit der Einführung einer vereinbarten Geldeinheit nicht durch die Entwicklung der schöpferischen Fähigkeiten des Menschen bestimmt zu werden, sondern durch die Geschicklichkeit, auf verschiedene Weise – die sich in der Regel nicht auf eine gestalterische Tätigkeit bezieht – diese vereinbarten Geldeinheiten in großer Menge anzusammeln.

25. Die Menschen des Altertums sahen darin vor allem einfache primitive Vorteile und Bequemlichkeiten, und die Hauptgefahr, die sich hinter diesem Umstand verbarg, konnte aus völlig natürlichen Gründen nicht als solche eingeschätzt werden.

26. Und wenn man danach urteilt, wie sich die menschliche Gesellschaft bis auf den heutigen Tag entwickelt, verbleiben bei der Mehrheit der Menschen auf der Erde immer noch diese Unfähigkeit und dieser Widerwille.

27. Diejenigen, die so einen bedingten Geldwert gezielt eingeführt haben, verstanden sehr gut, dass die Entwicklung des Verkehrssystem dieses Wertes die moral-ethischen Grundlagen des menschlichen Wesens unvermeidlich entstellen wird, was die menschliche Zivilisation im Endergebnis eindeutig zur Selbstzerstörung führen wird, hauptsächlich zur Selbstzerstörung des Teils der Zivilisation, der in seiner Entwicklung bis zu dem Niveau vorankommen wird, wo deren Vertreter der Menschheit weit außerhalb über die Grenzen der Erde hinausgehen werden.

28. Darum kann man durchaus schon sagen, dass Sie den letzten Akt einer großen Tragödie beobachten, die der sogenannte hochzivilisierte Teil der Menschheit hartnäckig anstrebt.

29. Daher auch die Frage – Einöde oder Zivilisation?“

30. „Meiner Meinung nach ist das Geld, das große Geld – eine große Versuchung. Hat es der Mensch, so ändert dies all seine Prioritäten. Gibt man jemandem viel – so ist dies ein "Schlag", das System wird umgestaltet, dann ist klar, wohin der Mensch geht... und auf was er zusteuert. Diese Lektion ist schwer, aber folglich hat man demjenigen, der sie bekommen hat, die Chance gegeben, radikal etwas zu ändern...“

31. „Absolut richtig! Nur wird so eine Chance in der Form gegeben, wo sie richtig zu nutzen ausschließlich dann möglich wird, wenn man sich ganz und gar strebend bemüht, alles Beste, was vor allem einem selbst bewusst geworden ist, zu erfassen, zu begreifen und zu verstehen.

32. Wenn man bei der Wahl zwischen dem Bequemen und dem, was man als wahrhaftig versteht, unbedingt nur das Wahre wählt.“

33. „Tyrannei und Sklaverei, Aggression und Gehorsam, Folgsamkeit gegenüber der eigenen Autorität und Folgsamkeit gegenüber einer anderen... Wo liegen die Wurzeln? In der Kindheit des Menschen?“

34. „Sie haben ein durchaus ernstes Thema berührt. In diesem Fall möchte ich auf die von Ihnen erwähnten Termini etwas ausführlicher eingehen, weil sich nicht wenig dahinter verbirgt und sehr vieles von ihnen abhängt.

35. Ich sehe es so, dass die Wurzeln, um es genauer zu sagen, nicht in der Kindheit des Menschen, sondern in der Kindheit der Menschheit liegen.

36. Die Lebenstätigkeit der Menschheit, zu der jeder zur Zeit Lebende gehört, begann unter den Umständen, die den Verhältnissen der Tierwelt am nahesten sind. Das ist mit der Erscheinung der Besonderheiten des Instinktes verbunden, die aus in ihrem Urgrund unveränderbaren Gesetzen der Natur auf natürliche Weise eingelegt wurden, berufen, für das Überlebensvermögen des Naturorganismus zu sorgen. Was, wie ich denke, Ihnen bestens bekannt ist, und immer mit dem eigenartigen Wettbewerb bezüglich ähnlicher Organismen, die in der Umgebung verweilen, verbunden ist.

37. Die Aufgabe des Organismus ist es, zu überleben. Überleben aber können nur die Stärksten und diejenigen, die sich den sich verändernden Verhältnissen des Milieus leicht anpassen können.

38. Einst geriet die Seele, als sie sich erstmals mit dem biologischen Organismus vereinigte, unvermeidlich in Umstände, wo ihre Entwicklung völlig davon abhängig zu werden begann, inwieweit der Mensch selbst die Äußerungen seines Instinktes auf richtige Weise zu harmonischen Einschränkungen bringen konnte.

39. Von dieser Zeit an begann eine nicht einfache Periode des Werdeganges durch Selbsterziehung (eine unveränderbare Bedingung der Kinder Gottes), die bis jetzt andauert.

40. Der Wettbewerb untereinander wurde zu einem untrennbaren Teil der Lebenstätigkeit der bestehenden Menschheit, was als natürliche Regel der Tierwelt immer mit Aggression verbunden ist. Damit verbunden, als eine völlig naturgemäße Frucht, traten die Begriffe wie "Tyrannei" und "Sklaverei" mit all ihren ihnen eigenen unzulässigen Dummheiten auf. Aber auf den Terminus "Autorität" kann Tyrannei sich in diesem Fall auf keine Weise beziehen.

41. All dieses, was unveränderlich mit Aggression verbunden ist, muss maximal verändert werden eben im Fortschreiten des Menschen auf dem Weg der für ihn vorbestimmten geistigen Entwicklung. Von der Aggression, die dem Menschen noch eigen ist und die besonders gegenseitig geäußert wird, darf nichts mehr übrigbleiben.

42. Unter dem Begriff "Autorität", wie ich es sehe, ist vor allem ein gewisses Objekt mit Vorbildfunktion zu verstehen. Aber die Vollwertigkeit so einer Autorität kann nur dann zutage treten, wenn der Mensch selbst sie für sich bestimmt, indem er sich auf die eigene Freiheit der Willensäußerung stützt.

43. Der Mensch kann nicht für seine eigene Person als Autorität fungieren.

44. Aggression, was hier heißt, dass sie mit einem Aufzwingen verbunden ist, muss völlig fehlen, wo seinerseits auch der eigentliche Terminus der Tyrannei unangebracht ist, weil der Mensch nur entsprechend seinem eigenen Wunsch und Verständnis dem einen oder anderen Vorbild seiner Wahl folgt.“

45. „Der Mensch kann nicht für seine eigene Person als Autorität fungieren...“ - Erklären Sie bitte, warum? Und wenn der Mensch seiner inneren Natur folgt?“

46. „Wenn wir von dem Verständnis ausgehen, dass Autorität – einen gewissen Vorbildcharakter hat, aufgrund derer und einiger ihrer Aussagen und Taten sich derjenige bemüht zu folgen, der diese Autorität als solche wahrgenommen hat, so werden wir in diesem Fall unter dem Begriff "Vorbild" unvermeidlich das meinen, was dem Menschen, der dem Vorbild folgen möchte, noch nicht eigen ist.

47. Wenn man sich bemüht, besser zu werden und etwas Größeres zu erreichen sucht, so bemüht man sich folglich unbedingt, das zu erwerben, was einem noch nicht eigen ist.

48. Daraus ergibt sich auch, dass es nicht logisch ist, für sich selbst ein Vorbild hinsichtlich einer gewissen Orientierung zu sein, zu der man hinstreben soll.

49. Die Bemühung, der eigenen inneren Natur zu folgen – entspricht einer etwas anderen Ebene, bildlich ausgedrückt.

50. Dieser Umstand ist genauer zu bezeichnen als das Regeln der Äußerung des Organismus entsprechend der von der Harmonie selbst eingelegten Einstimmungen.

51. Wohl aber kann man bei der Auffassung, seiner eigenen Natur zu folgen, durchaus eine nicht geringe Menge normaler als auch anormaler Handlungen verstehen.

52. In so einem Zusammenhang kann jeder, der etwas offensichtlich Unzulässiges getan hat, in einem bestimmten Maße durchaus angebracht sagen, dass er dem Ruf seiner inneren Natur gefolgt ist. Und eben in einem bestimmten Maß wird er wirklich Recht haben.“

53. „Seele und Geist – welche Assoziationen folgen? Seele – zart, verletzbar, liebend... Geist – standhaft, stark, zäh...“

54. „Die Seele – ist eine eigentümliche Energie-Informationsverdichtung besonderer Art, die eine Wurzelbesonderheit eben des Menschen ausmacht, im Unterschied zu ähnlichen manifestierten Formen des Verstandes im Weltall. In der Seele wird die notwendige Gefühlserfahrung des Menschen während seines Lebens im Körper angesammelt.

55. Und der Geist – ist nicht nur eine einzigartige Energie, nur aufgrund derer die Existenz der Seele als eine gewisse ganzheitliche Einheit auch unterstützt wird, sondern auch die Kraftstrahlung selbst, die von dieser Seele natürlicherweise ausströmt.

56. Deshalb ist, vereinfacht ausgedrückt, unter dem Begriff "Geist" durchaus die Manifestation einer gewissen inneren Kraft zu verstehen, dank welcher der Mensch nicht wenigen Herausforderungen gegenüber standhält.“

57. „Mütterliche Eigenschaften und väterliche Eigenschaften, das frauliche Prinzip und das männliche Prinzip, in allem Schwäche und Kraft beinhaltend... Der Mensch muss für sein Glück notwendigerweise einen Mittelweg finden. Mal dieses oder jenes sein, gleitend, in sich das eine als auch das andere bergend?“

58. „Absolut richtig. Diese Aussage gibt genau die notwendige Erkenntnis des Menschen in Bezug auf die ganze Welt um ihn herum wieder.

59. Die Stärke des Menschen – liegt in seiner einzigartigen Fähigkeit, sowohl wie ein Granitfels, als auch wie ein fließender Strom zu sein.“

60. „Unsere Welt hält sich bislang nur kraft der Wirkung von Autorität: Gott-Vater, Sohn und Heiligem Geist – alles männlich. Bisher im wesentlichen Vertrauen – auf Kraft.“

61. „Hier aber stimme ich mit Ihnen nicht überein. In Ihrer Ansicht stelle ich eine falsche Deutung fest.

62. Um es kurz auszudrücken, so sage ich, dass der Himmlische Vater absolut weder männliche noch weibliche Eigenschaften hat gerade bezüglich des Verständnisses, zu dem nur der Mensch neigt.

63. Das Wort Gottes, wenngleich es mittels eines männlichen Körpers auf der Erde erwächst, ist ebenfalls neutral.

64. Der Heilige Geist, der auch selbst Kraft ist, welche vor allem vom Vater ausgeht, ist in diesem Zusammenhang unvermeidlich neutral.

65. Das Gesetz der Harmonie kann nicht irgendein andersartiges Prinzip über irgendein anderes erheben. So ein Gesetz kann nur gleichstellen.

66. Zu erhöhen oder zu erniedrigen – dies kommt nur im Verständnis des unvollkommenen Menschen vor, der der Einwirkung von nicht gebührend organisierten Besonderheiten des Instinktes unterliegt.“

67. „Vielleicht habe ich leichthin etwas an den Haaren herbeigezogen, aber gerade so habe ich es auch gespürt: Geist – als Kraft, und Seele – als zentrale Gefühlserfahrung, d.h. als weibliches Prinzip (aber so habe ich das nicht äußern können). Denn diese Erscheinungen sind doch nicht umsonst mit den Worten der Geist – als maskulin, und die Seele – als feminin bezeichnet...“

68. „Lieber Freund (in diesem Fall eine Frau, Anm. d. Übers.), in einem bestimmten Maße kann bei kurzer Berührung dieses Themas Ihre derartige bildhafte Ansicht zugelassen werden.

69. Aber wenn Sie nichts dagegen haben, vertiefe ich etwas die von Ihnen angesprochenen Begriffe. Zwar werde ich über das, was nicht zu beweisen ist, sprechen, aber Sie werden selbst den Grad der Notwendigkeit meiner Erklärungen bestimmen.

70. Obwohl ich eine gewisse Komplikation in der Möglichkeit voraussehe, eben kurz eine gezielte Erklärung zu geben, da ich dadurch unvermeidlich auch das erwähnen werde, was auch neue Erklärungen notwendig macht. Hoffentlich verwirre ich Sie nicht durch meine vielen Worte.

71. Die Seele an sich wurde mittels einer bestimmten Energie-Informationsverdichtung des Feldes, das das Wesen des Himmlischen Vaters ausmacht, geschaffen. Was unvermeidlich einen Umstand als Folge mit sich brachte, bei welchem der Grund der Seele auf ganz natürliche Weise die Eigenschaften der Unsterblichkeit erworben hat.

72. Dieses geistige Gewebe hat nach dem, relativ gesehen, ersten Schritt seines Entstehens gar keine Unterscheidungsmerkmale, von denen man auf das männliche oder weibliche Prinzip schließen könnte. Obwohl die eigentlichen Energieschwingungen, die für die Seele charakteristisch sind, eine gewisse Ähnlichkeit mit analogen Energie-Informationsschwingungen der psychischen Gefühlsbesonderheiten des biologischen Organismus haben.

73. Nur nach dem zweiten Schritt des Erschaffens der Seele, wo charakteristische Neigungen in das geistige Gewebe eingelegt werden, erwirbt die Seele sich auszeichnende Besonderheiten, an denen dann männlich und weiblich sicher zu unterscheiden ist.

74. Männer und Frauen haben unterschiedliche, aber gleichgroße Neigungen, und wenn man diese nicht zur harmonischen, gegenseitigen Ergänzung bringt, so wird es für den Menschen überhaupt nicht möglich sein, sich normal auf dem Weg der vorherbestimmten Entwicklung zu bewegen.

75. Da es einen grundlegenden Unterschied in der Basis der Seelen gibt, kann man mit Sicherheit sagen, dass sowohl Männer niemals die Besonderheiten der Frauen in vollem Maße verstehen werden, als auch Frauen selbst die Männer nicht verstehen werden.

76. Nämlich um zu verstehen, muss es unbedingt vollwertig gefühlt werden, und gerade das ist völlig ausgeschlossen.

77. Möglich ist nur ein teilweises Erkennen, wenn als erzieherische Ausnahme die Seele eines Mannes einen Frauenkörper erhält und umgekehrt.“

78. „Ich male gerne, und meiner Meinung nach gelingt es mir nicht schlecht. Aber ich habe hauptsächlich für mich schöpferisch gestaltet. Jetzt aber möchte ich diese Beschäftigung auf höherem beruflichen Niveau fortsetzen, malen aufgrund von Aufträgen. Mich interessieren Meinungen, wie unser Leben durch unsere Kunstwerke beeinflusst wird, seien es Bilder, Bücher, Musik. Insbesondere diejenigen, die es in der Öffentlichkeit gibt und die zu den Menschen kamen. Und noch eine Frage: Womit fängt man an, Bilder auf den Markt zu bringen, und wie verdient man damit? Ich bedanke mich für eine Antwort.“

79. „Gleich nachdem das Ziel aufgestellt wird, wie man dank kreativen Schaffens im Bereich der bildenden Kunst Geld verdienen kann, wird der Wert der weiteren möglichen Werke bei solchen Verhältnissen dem Inhalt eines Mülleimers gleichen, verzeihen Sie mir meine Direktheit.

80. Beim Schaffen von Kunstwerken ist das maximale Gestimmt-Sein des Menschen darauf, sich an der Schönheit der umgebenden Welt zu erfreuen, sehr wichtig, wobei sich während dieses Sich-Ergötzens beim Künstler gewisse poetische Stimmungen eröffnen und anfangen, sich zu entwickeln. Nur in so einem Fall, unabhängig vom technischen Können des Malers, das Objekt in seinem Werk kundig widerzuspiegeln, wird im Werke selbst schon eindeutig der positive und wohltuende Energie-Informations-Abdruck eingeprägt, der für das Auge unsichtbar ist, der aber die Feldbasis des Zuschauers deutlich beeinflusst.

81. In dem Bestreben, Geld zu verdienen, werden sich die poetischen Stimmungen niemals normal eröffnen, und, mehr noch als das, wird in so ein Werk, das aufgrund solcher Motive hergestellt wird, wie oben erwähnt, so ein Energieabdruck eingeprägt, der eindeutig die Psyche des Betrachters negativ beeinflussen wird.

82. Kunst hat eine sehr große Kraft! Aber solch eine Kraft, mit der man aus Unkenntnis entweder einen bedeutenden Schaden oder vielseitige Heilung bringen kann...

83. Und wenn wir das Thema noch etwas weiter fortführen, so ist hinzuzufügen, dass man ein Kunstwerk natürlich gestalten kann, während man gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit bedenkt, dass dieses Werk von einem, dem es gefallen wird, erworben werden kann. Hauptsache, dass das Geldverdienen kein Selbstzweck ist. Das würde den schöpferischen Verlauf vergiften.

84. In Petersburg, in einer der Hochschulen für Bildende Künste unterrichtet jetzt noch ein durchaus betagter Meister für das Zeichnen, ein markanter Vertreter der akademischen Schule, der zur Zeit nahezu niemanden hat, den er unterrichten kann, weil seine Unterrichtsstunden fast nicht besucht werden. Er gibt mit Schwermut zu, dass man nun nur noch dafür malen lernt, um Geld zu verdienen. Es gibt niemanden, dem man die angesammelten Werte im Zeichnen, der Basis aller bildenden Künste, weitergeben kann.

85. Die Selbstäußerung ist natürlich nicht wenig wichtig bei der Gestaltung, aber wenn das falsch begriffen wird, dann endet alles mit der Selbstäußerung des vor allem egoistischen Bedürfnisses, sich in der Gesellschaft zu behaupten, eine bequeme, vorteilhafte und bedeutsame Stellung einzunehmen.

86. Und das ist, meine Freunde, das Ende der Fahnenstange für die Kunst.“

87. Auf der Ebene des Forums wurde eine Umfrage vorgeschlagen zum Thema: Wie denken Gläubige? Und zur Abstimmung wurden folgende Varianten von Antworten vorgeschlagen: 1) absolut selbständig und unabhängig voneinander; 2) Gläubige haben kein Recht zu denken; 3) Gläubige denken nur in dem Fall, wenn die Heilige Schrift eine Frage nicht beantwortet; 4) Gläubige denken nur in dem Fall, wenn eine Frage weder von der Heiligen Schrift noch von der Tradition her beantwortet wird; 5) Gläubige denken immer und bestätigen durch ihr Denken jedes Detail ihres Glaubens und ihrer Weltanschauung.

88. „Ich möchte jetzt nicht über all diese Themen streiten. Meine Frage: Warum glaubt das Volk all das und lässt sich nicht umstimmen? Ist es etwa wirklich bei allen, absolut allen Religionen dasselbe – Gehirnwäsche?“ – so die Aussage einer der Teilnehmer bezüglich der angebotenen Umfrage.

89. „Soweit ich verstanden habe, ist das Ihre Hauptfrage, da Sie angeblich irritiert sind wegen der typischen Begrenztheit von Überlegungen seitens der Gläubigen.

90. Meine Ausführungen werden dem Anschein nach wortreich sein, aber Sie haben einen durchaus ernsten psychologischen Aspekt angesprochen, an dem sich die Atheisten ordentlich reiben.

91. Anfangs möchte ich etwas nicht Unwichtiges betonen.

92. Stereotypes Wahrnehmen Gläubiger bezieht sich in der Regel eindeutig auf irgendeine der bereits existierenden Glaubenslehren. Aber in Wirklichkeit wäre es richtiger, Gläubige fest einzuteilen in diejenigen, die eine Glaubenslehre akzeptiert haben und in diejenigen, die es wegen verschiedener objektiver Gründe noch nicht schaffen, mit der Wahrhaftigkeit der ihnen bekannten Glaubenslehren übereinzustimmen. Solche wie auch die anderen sind auf dem richtigen Weg.

93. Wohl aber sind diejenigen, die noch nicht einmal eine Glaubenslehre für sich angenommen haben, sogar mehr interessant, da sie dank ihrer für ihren geistigen Zustand charakteristischen Möglichkeiten, frei und mutig nachzudenken, schneller als die anderen auch fähig werden, etwas Vollkommeneres anzunehmen, als das, was sich in Tradition behauptet hat.

94. Aber darunter verstehe ich nicht die Zahl jener, die sich noch nicht orientiert haben, die sich durchaus wegen unzulänglicher Reife von dem für sie Notwendigen abwenden konnten, um nach einiger Zeit, während der sie die fehlende Weisheit erworben haben, sich neu dem anschließen, wovon sie sich vormals abgewendet haben.

95. Denn man kann etwas ablehnen, wenn man entweder durch seine Reife darüber hinausgewachsen ist, oder wenn man dafür noch nicht herangereift ist. Aber es gibt nur zwei Varianten von Ablehnung.

96. Und so ist in das Wesen des Menschen eine natürliche Neigung zur intuitiven Suche nach dem Göttlichen eingelegt, und es ist dabei unwichtig, wie man das nennen wird. Und da der Mensch Gott und Seine Taten unausweichlich als den Gipfel der Vollkommenheit wahrnehmen muss, nehmen ausschließlich damit verbunden ständig und immer noch bei nicht genügend reifer Psyche und bei dem Mangel an Weisheit – mehrere Menschen die Haltung ein, das sich Ereignende nur mit zwei Extremen zu messen: bedingt gesagt, entweder mit dem Licht, oder mit der Finsternis.

97. Obwohl in Wirklichkeit in der Lebenstätigkeit des Menschen das Göttliche ausschließlich all das ist, was dem Menschen ermöglicht, sich immer mehr zu vervollkommnen, und entsprechend ebenso, auf die Finsternis bezogen, ist sie all das, was ihn zwingt zu degenerieren.

98. Also wird der wahre Wert des Lebens des Menschen nicht durch zwei entgegengesetzte Extreme bestimmt, sondern dadurch, was zwischen diesen Extrempunkten liegt.

99. Und da das Gesetz, auf dem der heilige Glaube basiert, in seinem Grunde untrennbar mit dem Himmlischen Vater verbunden ist, bildete sich unvermeidlich auch so eine psychologische Besonderheit, bei der, wo etwas im Verständnis des Menschen als das direkt auf Gott Bezogene bestimmt wird, es beginnt, unvermeidlich auch als das Richtigste wahrgenommen zu werden.

100. Und bei so einer Wahrnehmung und einer nicht geringen Abhängigkeit von dem Bedürfnis, alles mit Extremen zu messen, ist es völlig natürlich, dass alles, was auch nur ganz wenig von dem abweicht, was schon als das Göttliche bedingt manifestiert wurde, eindeutig als das sich auf die Finsternis Beziehende wahrgenommen wird.

101. Die kennzeichnende Besonderheit des heiligen Glaubens lässt kategorisch nicht den Glauben daran zu, was bewusst als eine nicht genügend genaue Wahrheit wahrgenommen werden kann.

102. Und wenn so ein Glaube an etwas sich schon als etwas Formuliertes bei jemandem bekundet hat, so wird dieser Mensch überhaupt kein vernünftiges Interesse daran haben, durch Argumentation etwas herauszufinden, was sich von dem unterscheidet, woran er schon glaubt.

103. Denn für ihn ist das, woran er glaubt, schon psychologisch wahrgenommen als das, was die ganze Fülle und all die Genauigkeit der gesuchten Wahrheit beinhaltet. Und folglich wird auch alles andere, was sich von dem Gegenstand des Glaubens unterscheidet, eindeutig als das notiert, was zur Finsternis gehört.

104. Gerade so wird sich ein an eine schon existierende Glaubenslehre Glaubender von niemandem umstimmen lassen, bis bei ihm die Neigung erscheint, an der absoluten Richtigkeit dessen zu zweifeln, was er eindeutig als Wahrheit aufgefasst hatte.

105. Die vorgelegte Umfrage ist nach meinem Dafürhalten nicht genau genug.

106. Generell betrachtet, falls ich das richtig erfassen konnte, was Sie eben unter dem Wort "denken" verstehen, befindet sich die richtige Antwort auf die gestellten Fragen im Gebiet des zweiten und dritten Punktes, aber sie wird keine Beziehung haben zu jeder dieser gestellten Fragen.

107. Erstens setzt der dritte Punkt voraus, dass die Gläubigen die nicht ausreichende Fülle der bestehenden Schrift begreifen.

108. Aber für die Gläubigen, die irgendeine Glaubenslehre mit ihrem ganzen Herzen angenommen haben, wird so ein Gedanke über die nicht ausreichende Fülle des Angenommenen im Zusammenhang mit den oben erwähnten psychologischen Besonderheiten als ketzerisch und vollkommen unzulässig wahrgenommen.

109. Und in den Momenten, wo der Gläubige wirklich etwas erlebt, was in der Schrift fehlt, wird er sich sofort auf eigenartige Überlieferungen stützen, die in ihrem Wesen auch aufgrund dessen geschaffen wurden, was sich tatsächlich auch auf die quasi nicht ausreichende Fülle der Schrift bezieht.

110. Zweitens scheint es mir, dass sich der zweite Punkt herausstellt als lediglich unglücklich ausgedrückt. Denn überhaupt kein Recht haben zu denken – so etwas kann grundsätzlich nicht sein.

111. Anscheinend sollte in diesem Punkt darüber gesprochen werden, dass die Gläubigen sozusagen kein Recht haben würden, gedanklich mit all dem übereinzustimmen, was sich von den schon festgelegten kanonischen Begriffen in Bezug auf die Wahrheit unterscheidet.

112. Und überhaupt sehe ich, dass eben die Gläubigen selbst es außerordentlich schwer haben, auf die für die Abstimmung gestellten Fragen objektiv zu reagieren. Und wie ich sehe, ist dies durch das falsche Verstehen dessen verursacht, was in den gestellten Fragen mit dem Wort "denken" gemeint ist.“

113. „Das Problem liegt darin, dass kein normaler Mensch, auch nicht einmal der Gläubige, nach geistigem Wachstum strebt. Er weiß nicht, was das ist, oder wie dies zu tun ist... Niemand weiß, wie er sich Gott annähern kann. Niemand stellt sich vor, wie man dafür oder dadurch besondere Fähigkeiten erwerben kann.“

114. „Ja-a, so traurig das auch sein mag, aber ich verstehe dieses Problem sehr gut. Aber ich verstehe auch sehr gut, dass dies nicht mehr lange so sein wird.

115. Allerdings führt der Weg zur Weisheit immer durch sehr große Schwierigkeiten.

116. Die von Ihnen gestellte Frage ist nicht einfach nur wichtig, es ist durchaus angebracht, sie zu den hauptsächlichsten zu zählen.

117. Vor allem möchte ich meinerseits ein Bild berühren, das falsch ist, das sich auf das Verständnis von einer gewissen Bewegung zu Gott hin bezieht. Ich sehe die Auffassung darüber als einen völligen Unsinn an, dass die Kinder Gottes sich einst von ihrem Himmlischen Vater entfernt hätten.

118. Das ist grundsätzlich unmöglich!

119. Während der ganzen Zeit ihrer Existenz befanden sich und befinden sich jetzt ausnahmslos alle Kinder Gottes gleichermaßen entfernt von ihrem Himmlischen Vater, und diese gleiche Entfernung wird sogar danach aufrechterhalten, wenn sie einst die Erde verlassen wegen weiterer Erfüllung des Vorherbestimmten auf anderen Planeten.

120. Der Ruhm Gottes ist dergestalt, dass Er bei Seinem Vorhaben ernste schicksalhafte Überraschungen erlaubt, wozu zum Beispiel das Bild vom Sündenfall des ersten Menschen gehört, was eine ausschließlich primitive Vorstellung über das Wesen Gottes ist.

121. Dem Himmlischen Vater ist sehr gut bewusst geworden, falls es möglich ist, das so auszudrücken, welche Kinder ihm gelingen werden. Er erkannte, wie groß die Schwierigkeiten in der Lebenstätigkeit Seiner Kinder sein würden, und darum zog Er alle Möglichkeiten in Betracht (da es auch Unmögliches gibt), die dazu beitragen würden, trotz nicht weniger, unvermeidlich erworbener, dem Naturorganismus eigener Neigungen zu Hindernissen für die geistige Entwicklung, dass sich der Mensch trotzdem in die richtige Richtung bewegt.

122. Vor dem Menschen steht nicht das Ziel, zu Gott zurückzukehren. Der Mensch muss lernen, das zu leisten, was er inne hat dank Gottes Vorhaben zum Zweck der Erfüllung des Vorherbestimmten.

123. In Wirklichkeit ist es sinnlos, den Menschen lieben zu lehren, weil er mit dieser Eigenschaft im Grunde des Wesens seiner Seele beschenkt ist. Vom Menschen wird verlangt, nur seine naturgegebenen egoistischen Besonderheiten richtig zu zähmen, um dadurch in sich die Göttlichen Besonderheiten der Seele durch naturgegebene Energie-Informationsbesonderheiten in vollem Maße manifestieren zu lassen.

124. Der Weg so einer richtigen Zähmung naturgegebener egoistischer Besonderheiten wurde schon in kurzer Form bezeichnet als "liebet eure Feinde...", was ihr aus den Texten des Neuen Testamentes sehr gut kennt. Aber hinter diesen kurzen belehrenden Anmerkungen verbergen sich komplizierteste Gesetzmäßigkeiten der Manifestationen der menschlichen Psyche, wo gerade auch sachkundige Willensbemühungen in die eine oder andere Richtung vonnöten sind.

125. Und dies bedeutet schon eine große Menge von Nuancen, nur von denen die geistige Vervollkommnung selbst abhängt.

126. Nicht von den zeremoniellen Seiten verschiedener Rituale, sondern von der eigenen Arbeit an sich selbst.

127. Eben darum ist Glaube ohne solche Taten tot!

128. Die Geistige Entwicklung ist berufen, den Menschen völlig unschädlich für die ihn umgebende Harmonie zu machen. Der Mensch muss unbedingt lernen, über niemanden negativ sogar nur zu denken, geschweige denn schon sich offensichtlich zeigende psychisch-aggressive Handlungen zu begehen, d.h. Handlungen, die auf Unduldsamkeit, Hass, Kränkung und ähnlichem basieren.

129. Darum jeder, der an die Heilige Botschaft von Christus sozusagen glaubt und sich erlaubt, über jemanden zu schimpfen, gekränkt zu sein und aggressive Unduldsamkeit gegenüber irgendwas zu zeigen, jeder, der sich bemüht, gegen jedes Andersdenken anzukämpfen, wobei er das Aufzwingen seines Verständnisses meint, als auch vieles ähnliche, verhält sich ausschließlich hinsichtlich solcher Handlungen gegen Gott. Und alle lauten Proklamationen solcher Leute über ihre Liebe zu Christus sind nur Äußerungen von Heuchelei, und das hat mit dem wahren Glauben nichts zu tun.

130. Nachdem man den ersten Schritt der notwendigen Veränderung seiner psychischen Eigenschaften gemacht hat, notwendige geistige Arbeit geleistet hat, wird der Mensch einzigartige Möglichkeiten für die vorherbestimmte Veränderung der Struktur des Energie-Informationsfeldes der Welt der Materie erwerben.

131. Diese Möglichkeiten besitzt der Mensch teilweise schon und nutzt sie unbewusst, aber all dies zeigt sich bis jetzt nur sehr schwach.

132. So... falls man sich nicht sonderlich für Erklärungen begeistert.“

133. „Sie haben geschrieben: "Der Mensch wird einzigartige Möglichkeiten für die vorherbestimmte Veränderung der Struktur des Energie-Informationsfeldes der Welt der Materie erwerben." Erklären und beweisen Sie diese Aussage.“

134. „Ich versuche, zu diesem Thema etwas zu erklären, obwohl es ausschließlich wegen des bisher völligen Fehlens einiger Begriffe in der menschlichen Sprache ziemlich schwierig ist, einige Momente vollwertig zu erläutern.

135. Die gesamte Welt des Seins mit all ihren für den Menschen sichtbaren und unsichtbaren Erscheinungen ist die Offenbarung des eigenartigen Geistes, oder, in der Sprache der Wissenschaft ausgedrückt, einer gewissen Energie.

136. Abhängig von der kennzeichnenden Informationsbasis treten verschiedene Energien mit unterschiedlichem Grad an Komplexität und Verdichtung auf.

137. Alles, was den Menschen umgibt und das, woraus der Mensch selbst besteht - all das ist Energie mit unterschiedlicher Informationsbasis.

138. Menschliche Gedanken, besonders die durch großen Wunsch und entsprechenden Glauben bekräftigten, verändern unvermeidlich die Struktur des umgebenden Raumes selbst, als auch die Struktur irgendeines Stoffes.

139. Am meisten fähig, sich offensichtlich in seiner Struktur unter Einfluss menschlicher Gedanken (und nicht nur davon) zu verändern, ist Wasser.

140. Ein Beispiel der Veränderung der Struktur ist euch aus der Bibel gut bekannt als die Beschreibung der Verwandlung von Wasser in Wein.

141. Dieses beschriebene Vorkommnis wird als Wunder angesehen, nur weil der Mensch die damit verbundenen notwendigen Möglichkeiten noch nicht in vollem Maße beherrscht.

142. Die Besonderheiten des Wassers werden erst jetzt von Wissenschaftlern erkannt, was sie auch immer mehr dazu bringt, auf diesem Gebiet, dem ersten Blick nach, einzigartige Entdeckungen zu machen.

143. Kraft und Grenze solcher Möglichkeiten menschlicher Gedanken hängen streng von der Qualität der psychischen (naturgegebenen) Energie des Menschen selbst ab, was seinerseits gerade beim Menschen direkt von seiner geistigen Entwicklung abhängt.

144. Auf wissenschaftlicher Ebene wurden schon nicht wenige Phänomene festgestellt, die mit der Manifestation des menschlichen Gedankens verbunden sind und mit der damit einhergehenden Veränderung der Struktur verschiedener Stoffe. Aber das Erkennen solcher Phänomene beginnt erst jetzt in wissenschaftlichen Kreisen, und daher bin ich sicher, dass ihnen mit der Zeit eine ausreichende Menge von Beweisen allmählich zugänglich wird.

145. Allerdings werden sich für den Menschen aufgrund verschiedener ungewöhnlicher Entdeckungen auf diesen Gebieten nicht wenige neue falsche Vorstellungen über die Erschaffung der Welt zeigen, aber nichts desto weniger werden diese Entdeckungen den Menschen helfen, das richtige Verständnis dieser Wahrheit zu erwerben.

146. Wenn der Mensch sich richtig von der geistigen Seite her entfaltet, so wird er maximal und in den Grenzen einer zulässigen Norm die Kraft und die Möglichkeiten seiner psychischen Energie ausdrücken.

147. Dieser Umstand wird es dem Menschen zwangsläufig ermöglichen, bei Weitem tiefer in die Energie-Informationsschichten der umgebenden Felder einzudringen und sie somit auch bei Weitem aktiver zu beeinflussen.

148. Und da die menschliche naturgegebene psychische Energie bei der Entwicklung des Wesens des Menschen selbst auf dem Weg der geistigen Vervollkommnung auf eine besondere Weise unter dem Einfluss kennzeichnender einzigartiger Energien des Wesens der Seele strukturiert wird, so wird auch der Einfluss dieser veränderten psychischen Energie auf den den Menschen umgebenden Raum ebenfalls einzigartig sein.

149. Und in dem Maße, wie sich die Kinder Gottes allmählich im Laufe der Ewigkeit in der sich immer mehr ausbreitenden Welt der Materie weiter bewegen werden, wird der vorherbestimmte Verlauf der einzigartigen Veränderung der Energie-Informationsbasis der ganzen Welt der Materie immer umfangreicher werden.

150. Der Himmlische Vater hat einst gesehen, dass so ein besonderer geistig-naturgegebener Einfluss auf schon bestehende charakteristische Besonderheiten der Welt der Materie gut sein wird.

151. Nun, und was es mit dem "gut" auf sich hat – das wird mir wegen der gewissen Begrenztheit menschlicher Begriffe schwerfallen, vollwertig zu erklären. Ich kann da nur ein Bild verwenden.

152. Stellen Sie sich vor, dass ein Ziegelstein anfängt, nach Blumen zu duften, ebenso wird auch die Welt der Materie ein gewisses Energiearoma erhalten.“

153. „Warum gerade durch die geistige Entwicklung? Ja, viele Gläubige sind davon überzeugt. Aber warum meinen Sie so etwas? Woher haben Sie das?

154. Ich bin ein Skeptiker. In Wirklichkeit haben Sie nur unbewiesene Fakten verwendet. Entschuldigen Sie, aber in dieser Form ist Ihre Theorie nur eine von so ähnlichen, die von den Esoterikern und Sekten in Anspruch genommen werden.“

155. „Ich kann wirklich nur vieles mitteilen, aber nichts davon beweisen. So sind die Regeln!

156. Sie fragen, woher ich das entnommen habe? Das kann ich sehr einfach beantworten, aber aus völlig natürlichen Gründen wird Ihnen dies als unwahrscheinlich erscheinen, obwohl auch das die Wahrheit ist: Ich weiß es einfach! Was ich auch nicht beweisen kann.

157. So liegt auch die Wahl in Ihren Händen, weiter zu fragen, oder sich zu enthalten.

158. Aber nichts desto weniger bin ich Ihnen für die Fragen dankbar, durch welche Sie mir erlaubt haben, wenn auch nicht viel, aber immerhin zu versuchen, Ihnen nützlich zu sein.

159. Ich wünsche Ihnen Frieden und Glück!“


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