Vadim 17

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  Kapitel 23  

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Wo sich Gott vorstellen? ~ Braucht es zum Gebet eine Kerze? ~ Über die Wirkung des Bekreuzigens ~ Nur noch Freunde sein, wenn Schwierigkeiten in einer Beziehung auftreten? ~ Wenn der Meister durch seine Arbeit führt, ist das das Beste. ~ Soll man Wohlstand unter den Natur-Familien gleichmäßig verteilen? ~ Ist Askese dem Menschen eigen? ~ Über das Nutzen von Computern ~ Gestank wegen Stromgeneratoren in der Bergsiedlung ~ Wenn das Essen an Fleisch erinnert ~ Kann man Kunststoffe beim Hausbau verwenden? ~ Wenn ein Mann eine verheiratete Frau um ein gemeinsames Foto fragt ~ Sich mit einer Frau unterhalten, auch wenn die Ehefrau dabei eifersüchtig wird? ~ Ihr seid für ein und dieselbe Handlung unterschiedlich verantwortlich. ~ Zwei Jungs, die einen Totenkopfanhänger tragen ~ Wenn die Frau die Intimität mit dem Mann nicht erfüllen kann ~ Darauf bestehen, dass die Tochter Klavier spielen lernt? ~ "Wenn es so wäre" ist nicht das Göttliche, das Göttliche ist die Realität. ~ Reagiert auf Fehler anderer mit Verständnis.


1. Hier Fragmente der Sonntagstreffen mit dem Lehrer nach der Verschmelzung am neunten und sechzehnten September.

2. „Lehrer! Darf ich Gott ansprechen, indem ich mir vorstelle, dass Er hier in der Nähe ist, um uns herum? Oder ist es richtiger, ihn anzusprechen, indem man sich vorstellt, dass Er im Himmel ist?“

3. „Und an welcher Stelle im Himmel? Auf welche Stelle schaust du in den Himmel?“

4. „Aber wir beten und sagen: Im Himmel und auf Erden...“

5. „Und wenn Ich dir sage, Er sei in dir, wo wirst du dann hinschauen?

6. Überall ist Er... Rede Ihn einfach so an, wie du kannst. Das heißt, man braucht nicht den Ort im Raum suchen. Du versuchst einfach, dir dies irgendwie innerlich vorzustellen, das ist alles, so wie eine Anrede. Du redest Ihn doch an, und es genügt, dass du einfach die Ansprache selbst sprichst. Sie gerät sofort dahin, wo sie sein soll.

7. Darum denke nicht, dass du dich irgendwie so zufällig abwendest, beiseite schaust. Nein, du wirst immer dorthin sehen, wo es sein soll.“

8. „Noch eine Frage. In der Kirche hatte ich eine Situation: Ich trat heran, und die Kerzen (bereitgelegte Fürbitte-Kerzchen, Anm. d. Übers.) waren alle. Darf ich dort hinkommen, wo die Hauptkerze brennt und, ohne selbst eine spezielle Kerze aufzustellen, an dieser Kerze für jemanden beten? Wird sich das Sakrament vollziehen, bei dem Wärme zu dem Menschen fließt?“

9. „Dima, hast du in der Schrift gelesen, dass Ich gesagt hätte: "Wenn ihr jemandem helfen wollt, so geht unbedingt hin und findet eine Kerze, sonst werdet ihr einfach umsonst beten. Es ist unbedingt notwendig, dass eine Kerze brennt. Stellt sie her, aus was ihr wollt, selbst aus Knetgummi, wenn nichts anderes zur Hand ist, denn ohne sie wird euch das Gebet überhaupt nicht gelingen!"? Dima, nun?!“

10. „Dann muss man nicht unbedingt eine Kerze aufstellen? Da brennt eine Kerze, jeder Mensch darf herantreten und beten? Oder sogar auch überhaupt nicht herantreten?“

11. „Du kannst dich gerade dort, wo du stehst, setzen, an einen beliebigen Platz, und beten.“

12. „Und wird eine Kerze dieses Sakrament übertragen?“

13. „Nicht die Kerze wird es überbringen, du wirst es überbringen. Du wirst es mit deinem Glauben tun. Mit seinem Glauben soll man Berge versetzen und nicht mit Kerzen!“

14. „Und spielt eine Kerze irgendeine Rolle bei diesem Sakrament? Wie geht das Sakrament vor sich? Also ich verstehe das so, dass, solange sie brennt, fließt dieser Strom.“

15. „Du denkst nach wie ein Mensch“, lächelte der Lehrer. „Wie immer, möchte man etwas verbessern, es besser machen. Das heißt, es wird das Größte gegeben, und du sagst trotzdem: Und was, wenn es etwas noch Größeres gibt? Es wird der gerade Weg aufgezeigt – und was, wenn es irgendwo einen noch geraderen gibt?

16. Bete dort, wo dir eine Möglichkeit gegeben ist, dort verrichte es auch. Suche nicht nach noch Besserem.

17. Das Allerbeste – das ist dein Wunsch, dein Glaube, dein Gedanke! Deine eigene Kraft und dein Dürsten, für jemanden deine Hilfe zum Ausdruck zu bringen – gerade dies ist das Hauptsächliche!

18. Und das Andere... Wenn es die Möglichkeit gibt, in der Nähe eine Kerze anzuzünden – bitte, zünde sie an. Natürlich ist das auch wohltuend.

19. Aber das Allerwichtigste bist du selbst. Daneben kann es nichts unter den Gegenständen geben, was man als noch wichtiger bezeichnen könnte, ohne das euer Gebet daneben zur Kleinigkeit würde. Nein, es auf diese Weise zu betrachten, ist nicht richtig.

20. Darum suche nicht Größeres als das, was du schon in deinem Herzen hast. Und das Größere... je mehr du dich entwickeln wirst, umso mehr wird dir das Größere auch gelingen. Aber das bist jedoch wiederum alles du.“

21. „Und wofür zünden wir dann die Kerze an?“

22. „Willst du sie anzünden – so zünde sie an, willst du nicht – so zünde sie nicht an. Das betrifft alles das Menschliche. Die Menschen wollen es immer noch direkter, wollen noch mehr. Und das ist immer die Suche nach etwas Zusätzlichem.

23. Natürlich kann das eine bestimmte Rolle spielen. Wenn ein Mensch selbst ein großes Bedürfnis dazu hat, so wird das eine positive Rolle spielen. Aber dies hängt von ihm ab. Braucht er das – so möge er sie anzünden. Somit ist dies für ihn günstig.

24. Wenn du es dir sehr wünschst, eine Kerze anzuzünden, und es wird dir gesagt: "nicht anzünden" – das wird nicht richtig sein. Zünde sie an, erst recht, wenn etwas zum Anzünden vorhanden ist.“

25. „Und noch eine Frage. Das Kreuz im Kreis... Wenn wir uns bekreuzigen, bleibt das Kreuz sozusagen im Raum, oder wie?“

26. „Alles hängt von der Stärke deines Glaubens ab. Je größer dein Glaube, umso länger die Dauer, wo jene Sakramente, Gedanken, die du erschaffst und aus dir heraus ins Äußere bringst und irgendwohin richtest, beginnen, erhalten zu bleiben, umso stärker verändern diese Gedanken den Raum.“

27. „Angenommen, ich habe an mir das Kreuz im Kreis vollzogen und bin weitergegangen. Wie ist es, bleibt es an derselben Stelle, oder geht es mit mir?“

28. „Wofür fragst du das? Um in der Fortbewegung bei jedem Schritt dich aufs Neue zu bekreuzigen?“

29. „Nun ja. Dann geht der Sinn des Bekreuzigens verloren, wenn ich mich irgendwohin bewege...“

30. „Aber wofür hast du dich bekreuzigt? Du hast dich doch zu irgendeinem Zweck bekreuzigt? Irgendein Motiv hast du doch gehabt?

31. Angenommen, du setzt dich hin, um zu beten, bekreuzigst dich, veredelst in diesem Moment den Raum um dich herum, betest und gehst weiter. Oder wofür? Wenn du hier gebetet hast, den Raum veredelt hast, wofür dann hast du ihn mitzuschleppen?

32. Das ist ein Motiv. Du hast den Platz gestaltet. Und was ist das für ein Motiv, von dem du sprichst? Was ist mit dir, möchtest du gehen und überall im Raum das Kreuzsymbol hinterlassen?“

33. „Ich wollte mir darüber klar werden, wie das vor sich geht. Ich sehe: Einige Leute bekreuzigen sich und gehen weiter.“

34. „Hauptsache, als was du das verstehen willst. Der Mensch lernt deshalb etwas kennen, um es anzuwenden. Also, was willst du begreifen?

35. Das heißt, du willst doch etwas anwenden. Du musst begreifen, wofür du diese Information erhalten willst. Einfach so, um andere, die dich nicht fragen, zu berichtigen? Oder hat dich eine Situation verwirrt und du fragst, und du selbst weißt nicht einmal, wofür du fragst?

36. Bei jedem seiner Schritte braucht man nicht das Kreuz zu schlagen, jeden Meter im Raum. Es genügt, dass du dich als Gläubiger im notwendigen Zustand befindest und an das Gute denkst.

37. Weißt du, die Hauptsache ist – wofür. Hast du irgendwie drastisch eine schwierige Situation zu veredeln? Willst du die Atmosphäre nicht nur durch deine Gedanken verstärken, sondern auch durch das Sich-Bekreuzigen? Bitte. Natürlich, tu es. Aber dies – das ist eine Notwendigkeit.

38. Und du gehst einen Weg entlang... Das heißt, anscheinend hast du noch keine persönliche Frage zu diesem Thema. Du hast einfach gesehen, was die anderen machen. Das ist nicht deine Frage. Wenn du das auf dich übertragen willst, so denke auch vernünftig darüber nach.

39. Denn alles Harmonische ist vernünftig, es ist erkennbar, aber in den Grenzen der Möglichkeiten des Menschen, seines Verstandes.

40. Folglich kann man das alles begreifen. Dies ist dem Bewusstsein des Menschen zugänglich, also die eigentliche Herangehensweise des Begreifens dieser Realität. Und wenn wir über das vernünftige Begreifen dieser Gesetze sprechen, so heißt das, du musst, indem du über dieses Sakrament redest, für dich auch die Frage stellen: Und wofür willst du das? Was verwirrt dich? Ist es nötig, dass du etwas machst?“

41. „Beim Betreten der Kirche, des Kirchplatzes, gehört es sich einfach, es so zu machen. Daher habe ich mich für diese Frage interessiert.“

42. „Also sag' einfach direkt: "Soll man unbedingt beim Betreten...".“

43. „Soll man sich unbedingt bekreuzigen, sich verbeugen und weitergehen?“

44. „Nein, beim Betreten der Kirche gibt es diese Unbedingtheit nicht, aber wenn du möchtest – bitteschön.

45. Das heißt, in diesem Fall spricht dies nicht von etwas Stetigem, von einer Bekundung jedweden einzelnen Schrittes. Du kommst herein, vollziehst das Sakrament (hier: das Kreuzzeichen, Anm. d. Übers.), gehst hinaus – gut, nun ja. Natürlich verstärkt das den geweihten Raum um dich herum, aber er wird sich allmählich wieder in dem Maße verändern, wie andere Menschen an diese Stelle herantreten. Einfach, inwieweit braucht man das?

46. Natürlich heißt das nicht, dass, wenn du es da gereinigt hast und ein anderer durch dieses Licht geweiht wurde, dass jetzt hier auf dein Symbol hin, das du an dieser Stelle hinterlassen hast, stets eine Lichtquelle sprudelt. Nein, dieser Raum wird sich, abhängig davon, welche Menschen dorthin geraten, verändern.

47. Und sie können ihn wiederum durch ihr Informationsfeld sehr stark verfinstern, noch dunkler machen, als er bis dahin gewesen war, als du dort das Symbol vollzogen und die Stelle geweiht hast. Er ändert sich.

48. Denn die Welt von dieser Finsternis befreien sollen alle Menschen, nicht aber irgendein einzelner Mensch und nicht irgendein enger Kreis von Menschen. Alle Menschen haben in diese Richtung zu arbeiten. Dann beginnt dieser Raum sich sehr stark grundsätzlich zu verändern, und das überall.

49. Und so – der eine reinigt ihn, der andere kommt und verunreinigt ihn wieder. Und so lauft ihr, einer nach dem anderen: reinigend – verunreinigend, reinigend – verunreinigend... Und ihr lebt sozusagen, arbeitet, aber es gibt anscheinend keinen Lichtschimmer, denn nicht wenige kommen hinterher und verunreinigen ihn.

50. Alle müssen sich in die Selbstveränderung einreihen.“

51. „Also, mich soll es nicht beunruhigen, ob das Kreuz dort bleibt, oder sich irgendwohin verlagert? Ich fühle – und ich mache.“

52. „Natürlich, ja, du machst das, was deinen Kräften entspricht. Und für wie lange es verbleibt – darum soll man sich nicht kümmern. Du denkst an das Einfache: Je größer deine Kraft, umso länger wirkt es, umso mehr hilft es irgendjemandem.

53. Aber dies soll wiederum irgendein besonderer Raum sein, wo du oft betest, nicht aber, wo du draußen herumgehst, während du hinter dir sozusagen lauter Kringel hinterlässt.“

54. „Ich habe folgende Frage. Klar, dass die Seele sich mit den Schwierigkeiten entwickelt. Und was, wenn bei mir Schwierigkeiten in der Beziehung zu einem Mädchen entstehen, mit dem ich vorhatte, eine Familie zu gründen? Darf ich ihr sagen, dass ich solcher Beziehungen müde bin und dass wir einfach nur Freunde sein können? Ist das normal, oder nicht? Bedeutet dies nicht ein Weglaufen vor Schwierigkeiten?“

55. „Nein, bedeutet es nicht. Es ist sinnlos, eine Familie zu gründen, wenn so eine psychische Anspannung besteht. Denn sehr bald kann sich bei dem Mann die Unfähigkeit entwickeln, sie als seine Frau wahrzunehmen. Das heißt, sich ihr gegenüber wie zu einer Ehefrau zu verhalten, irgendwelche Zärtlichkeiten zu äußern – das wird unmöglich sein.

56. Alles hängt im Weiteren von der Stärke eurer geistigen Welt ab – die Dauer eurer Mann-Frau-Beziehung. Je geringer die Kraft ist, umso schneller endet dies alles; ist die Kraft größer – nun, so wird es etwas länger dauern, wird aber sowieso enden, wenn das Benehmen von jemandem, der sehr häufig irgendeine Unbeherrschtheit an den Tag legt, irgendwelche Grobheiten äußert, sich nicht ändert.

57. Das heißt, hier soll man verstehen, dass, wie sehr ihr euch auch bemühen mögt (Ich verallgemeinere die Frage schon), eure Grobheit in eurer Familie aufzuhalten (obwohl die Grobheit immer weniger eurerseits bekundet werden kann), die eigentliche Tatsache der Äußerung von Grobheit wird aber ihre Folgen haben. Und bei dem Nächsten kann einfach zu euch das Verhältnis, welches ihm früher erlaubte, euch als Ehemann wahrzunehmen, verschwinden, wenn die Grobheit vom Mann ausgeht, oder als Ehefrau, wenn diese Grobheit seitens der Ehefrau geäußert wird.

58. Und hier ist es schon sinnlos, eure Ansprüche im Nachhinein zu stellen: "Aber ich habe mich doch bemüht!" (die Ehefrau, Anm. d. Übers.) Oder: "Aber ich hab mir ja Mühe gegeben! (der Ehemann, Anm. d. Übers.) Warum hast du (als Ehefrau, Anm. d. Übers.) aufgehört, mich als Mitglied der Familie wahrzunehmen?" Also dies kann sich auf ganz natürliche Weise schließen. Und das ist die Folge von dem, was ihr sät. Hier ist solch ein Anspruch schon nicht mehr angebracht.

59. Wenn ihr Bosheit sät, so wird das unbedingt eine böse Frucht zeitigen. Sät ihr aber weniger Bosheit – so wird ebenfalls eine böse Frucht entstehen. Mögt ihr in winziger Menge böse Kerne säen, so wird sich sowieso eine böse Frucht ergeben. Sie wird sowieso entstehen, das Resultat wird sowieso negativ ausfallen.

60. Positiv wird das Ergebnis nur dann sein, wenn ihr positive Körner mit positiver Ladung sät. Dann ja, das gibt schon nur positive Früchte.

61. Andere Körner, in welcher Menge auch immer ihr sie werfen mögt, geben ihrem Wesen nach dieselbe Frucht. Vielleicht weniger, aber sie ist sowieso nicht gut, sowieso wird eure negative Saat negative Folgen haben.

62. Und darum lernt, lernt immer, damit im Endergebnis nicht dieser Anspruch entsteht. Er (d.Anspruch, Anm. d. Übers.) ist sehr dumm, wenn ihr, falls ihr eure Familie verliert, sagen werdet: "Wie denn, ich habe mir doch Mühe gegeben" – so z.B. sagt die Frau, oder "Ich habe mir doch Mühe gegeben" – so auch der Mann.

63. Damit nicht solch eine Einschätzung entsteht, wo ihr sagt: "Nun, das war's, dann werde ich mich nicht mehr bemühen, selbst wenn ich mich bemühe, vollzieht sich alles doch auf diese Weise." Damit nicht irgendeine derartige Schlussfolgerung entsteht. Weil man sich auch weiterhin solange anstrengen soll, bis schon nur noch das Positive von euch ausgeht.

64. Ist noch das Negative vorhanden, so lernt dankbar zu sein für jene Belehrung, die ihr nach eurer negativen Aussaat zurückbekommt, weil sie belehrend sein wird. Ihr benötigt sie sehr.

65. Wenn sie zu euch zurückkehrt, so habt ihr, indem ihr das Zurückgekommene dankbar annehmt, die Möglichkeit, das, was ihr früher ausgesät habt, zu reinigen, was heißt, diese Schuld zu begleichen. Bei euch verschwindet irgendein Teil der Schuld, wenn ihr euch gegenüber einem zu euch zurückkehrenden Ziegelstein mit hellen Gesichtern dankbar verhalten werdet.

66. Wenn ihr euch ärgert, begleicht ihr keine Schuld. Aufs Neue muss irgendein Gegenstand an dieselbe Stelle geschickt werden. Also schaut aufmerksam hin, sich zu ärgern, darin seid ihr Meister!“

67. „Damals (das war in Guljaewka) hast Du uns einen Verantwortlichen (wrtl. Starschi = Ältester) präsentiert und gesagt, dass wir im Weiteren die Fleißigsten von uns, die, die fähig sind zu arbeiten und arbeiten wollen, wählen werden und diejenigen werden wir als Starschi einsetzen. Du hast gesagt, dass sie inspirieren werden und führen werden. Mir hat das gefallen, und immer habe ich dieses Bild gesehen. Und dann hat man mir gesagt, dass es ein anderes Bild gebe: Der Starschi – ist Bürokrat, der zuhause sitzt und lenkt und dass ich in etwa so sein soll: Wähle dir ein paar Menschen aus und leite sie. Wofür denn soll ich...?“

68. „... laufen und arbeiten, ja?“

69. „Ja, warum sich überarbeiten?“

70. „Und du fragst bei Mir noch mal nach, was richtiger ist: Was die anderen gesagt haben oder was Ich gesagt habe, ja?“

71. „Ich erinnere mich, dass Du gesagt hast, dass der Starschi derjenige ist, der mehr als die anderen arbeitet, und dass die anderen ihm helfen. Mir ist das näher, nicht aber das Bild vom Bürokraten.“

72. „So etwas willst du mich fragen, Kolja? Ob du arbeiten musst oder im Haus mit einem Rechner am Schreibtisch sitzen sollst?“

73. „Ich hab' schon so ungefähr verstanden. Danke, Lehrer.“

74. „Prima! Ehrlich, Ich habe nichts verstanden, aber schon gut. Zumindest ist es dir klar“, lachte der Lehrer.

75. „Kolja, seine Gesundheit schonen ist natürlich für einen Menschen wichtig. Aber wenn die Arbeit vom Starschi selbst gemacht wird, wunderbar gemacht wird, so ist das ein sehr gutes Vorbild. Ein besseres Vorbild kann man sich kaum ausdenken. Wenn der Meister durch seine Arbeit und seinen Eifer führt, die anderen begeistert, so ist das das Beste.

76. Aber lass uns im Weiteren die Möglichkeiten betrachten: und ob es Möglichkeiten gibt. Gibt es keine Möglichkeiten und niemanden, der diesen Menschen ersetzen kann, dann muss er vielleicht wirklich aus dem Fenster hinausrufen. Er ist irgendwie ans Bett gebunden, winkt mit der Hand... spricht heiser etwas ins Megafon, befindet sich mit seinen letzten Kräften...“, lächelte der Lehrer.

77. „Nun, das reicht, mag es etwa so sein. Für diejenigen, die vertrauen und diesen leitenden Menschen mögen, reicht es schon, diese heisere Stimme von ihm zu hören. Sie zucken schon irgendwie zusammen, springen auf und laufen los, froh darüber, dass der Starschi noch lebt und seinen Finger bewegen kann.“

78. „Gerade deshalb habe ich ja nachgefragt. Meine Worte sind unbeholfen, wie bei Moses.“

79. „Dann verhält es sich so, dass du folgendermaßen fragst: "Soll ich auf das Grundstück kriechen, wenn da nichts vorangeht? Soll ich etwa mit den Zähnen die Axt festhalten und zumindest etwas hacken?"“

80. „Lehrer, ich kenne solche Arbeit und kann sie organisieren...“

81. „Kolja, wenn du sie kennst, dann tu es. Aber wenn du es nicht kannst, dann lass es sein.“

82. „Und wenn ich selbst nicht arbeiten kann, darf ich auch ein Bürokrat bleiben – als einer, der einfach die Aufgaben stellen kann?“

83. „Wenn es keinen anderen gibt, und du kannst diese Arbeit wirklich leiten, und man vertraut dir, dann hast du natürlich keinen anderen Ausweg. Du gehst einfach von den vorhandenen Möglichkeiten aus. Und das ist nicht schlimm.

84. Eine andere Sache ist es – wenn du doch andere Möglichkeiten hast und versuchst, dich in einem Zimmerchen zu verbergen, dir einen Anzug anzuziehen, eine Aktentasche fest an die Brust zu drücken und etwas mit irgendwie gepflegter Stimme anzusagen und zu leiten.

85. Wenn du es tun kannst – so tu es. Wenn du es nicht kannst und fühlst: Irgendwo reicht deine Gesundheit nicht aus – so ist es nicht nötig, das ist nicht schlimm. Nur allein deine Anwesenheit, deine fachkundige Sichtweise, ein sachgemäßer Hinweis – das ist schon viel wert. Sogar, wenn du zumindest in der Nähe stehst – das ist schon wunderbar!

86. Hier muss man die Möglichkeiten berücksichtigen, weil die Gesundheit auch von nicht geringer Bedeutung ist. Ich stelle an euch nicht die Bedingung, dass ihr möglichst schnell fallt, euer Leben für den Aufbau eines Kommunismus neuer Art hergebt.“

87. „Aber das eine Prinzip – nur auf sich zählen? Das ist der Weg des gläubigen Menschen – nur auf sich zählen.“

88. „Vor allem soll er natürlich nicht rumlaufen und von allen Aufmerksamkeit für sich fordern. Aber vor allem das Gefühl, dass neben dir Brüder sind, die auch bereit sind, dir zu helfen - das darf man auch nicht vergessen. Also nicht so entfremdet sein: "Rührt mich nicht an, ich werde selber gesund." Damit es so etwas bei euch nicht gibt. Lass es zu, dass sie dich berühren, wenn sie dir helfen wollen. Das ist gut, sie sind doch dir nahestehende Menschen.“

89. „Lehrer, noch eine zweite Frage: Kann sich der materielle Wohlstand der Natur-Familien im Rahmen der Einigen Familie, abhängig von den angewandten Anstrengungen, unterscheiden? Oder soll er ungefähr gleich sein, damit es keine Katalysatoren gibt...“

90. „Doch nein, es gleich zu halten ist unmöglich. Es gibt etwas, wo man sich bemühen kann, es gleich zu machen. Aber grundsätzlich ist es schwer, es gleich zu halten, weil alles von euren Möglichkeiten abhängt. Jetzt ist dieses Thema durch allgemeines Betrachten nicht vollständig zu erläutern.

91. Wenn ein Mensch über genügend Kraft verfügt, er arbeitsam ist und überall auf Trab ist: Auch dort arbeitet er, und hier schafft er, und dort schafft er - natürlich wird in seiner Familie besserer Wohlstand herrschen, als bei einem anderen, der dies weniger macht.

92. Bei allem kommt es darauf an, wie ihr lebt, wie ihr zu arbeiten vermögt, wie ihr allem eure Aufmerksamkeit schenkt, wie ihr überhaupt fähig seid, Probleme gleichzeitig sehen zu können.

93. Man mag ein guter Mensch sein, ist bereit zu arbeiten, aber hat nicht jene Eigenschaften, um alles zu kontrollieren, und es werden leicht viele Fragen übersehen, nicht bemerkt. Der Mensch wäre bereit, sie zu lösen, aber er kann sie nicht sehen. Er muss ständig angeleitet werden, dann macht er es. Und ohne das macht er es nicht. Man kann auch nicht sagen, er sei ein Faulenzer. Er hat nicht die Eigenschaften eines Organisators, wo er es sich richtig einteilen kann, sich irgendwohin ausrichten kann.

94. Aber natürlich wird dadurch alles unterschiedlich sein. Bei verschiedenen Menschen, bei verschiedenen Hausherren wird sich die Haushaltung in ihrer Qualität unterscheiden.“

95. „Aber unsere Sorge in der Einigen Familie setzt voraus, dass, wenn wir alle Brüder sind, so muss man den Wohlstand zumindest bis auf ungefähr die gleiche Ebene ausgleichen helfen. Oder ist das unmöglich?“

96. „Das ist wahrscheinlich schwierig auszugleichen. Wenn ihr euch anstrengt, das zu tun, ja bitte, wunderbar, dass ihr euch bemüht. Hier kann Ich euch nicht die Aufgabe stellen, dass ihr das unbedingt macht, und dass ihr nur dann, wenn bei euch alles gleich sein wird, eine großartige Familie seid, nein.“

97. „Und können wettbewerbsartige Prozesse entstehen: Wessen Generator besser ist, wessen Computer usw.?“

98. „Das kann aus dem egoistischen Prinzip heraus entstehen. Aber nur aus egoistischem Prinzip. Man muss sehen, ob dies wirklich nötig ist. Oder werdet ihr in dem Moment nach Möglichkeit denjenigen, die die das alles nicht haben, einfach helfen? Oder existiert wirklich offensichtlich Not bei etwas anderem, wo einfach Hilfe gebraucht wird. So etwas wäre interessant.

99. Aber das ist gerade eure Aufgabe. Ihr werdet jetzt damit leben, bei euch erscheinen solche Möglichkeiten. Und gerade hier werdet ihr eure wahre Qualität immer markanter unter Beweis stellen.

100. Werdet ihr es bemerken können – werdet ihr es verbessern, werdet ihr es nicht bemerken können – so werdet ihr weiter in die vorherige negative Richtung gehen.

101. Aber solche Nuancen beleuchten eben besser die Mängel. Weil es sehr schwierig ist, sich zu korrigieren, wenn man vieles nicht sieht, das heißt, die Situation lässt euch nicht irgendwelche Schattierungen eurer inneren Welt erkennen. Und je mehr es solche Versuchungen gibt, umso besser erschließen sich diese Eigenschaften, die irgendwo im Innern versteckt sind.

102. Und wenn sie aufgedeckt werden, beginnt augenblicklich das Maß an Verantwortung, das sich auf eure Schultern legt, zu vergrößern, weil ihr beginnt, das zu sehen. Und werdet ihr das hier schon berichtigen, oder weiterhin diese negativen Besonderheiten fortsetzen?

103. Eine Sache ist es – mit Aufrichtigkeit seht ihr es nicht und korrigiert es nicht, eine andere Sache ist es – eure Nase berührt erzwungenermaßen eure eigenen negativen Eigenschaften, und hier wird die Verantwortung natürlich entsprechend größer.“

104. „Lehrer, Askese – ist sie dem Menschen nicht eigen?“

105. „Alles soll vernünftig sein. Hier ist so eine Heldentat nicht nötig, wo ihr, koste es was es wolle, euch möglichst mehr zur Askese antreibt.

106. Ihr müsst darauf achten, dass eure zwischenmenschlichen Beziehungen harmonisch sind. Ihr baut eine Gesellschaft. Man kann nicht eine Gesellschaft aufbauen durch völligen Verzicht auf alles. Dann wird es für euch schwierig, alles zu entwickeln.

107. Und wie werden wir dann die Kunst entwickeln? Oder werden wir dazu übergehen, dass wir mit Ruß auf Felsen malen werden? Bilder von Pferden, Jägern, so, wie das in der Steinzeit gemacht wurde...

108. Wir reden doch über die Entwicklung der Kunst, über das schöne Erschaffen von etwas Wunderbarem, folglich sind damit irgendwelche Technologien verbunden, sie sind schon nicht zu umgehen, man muss sie entwickeln. Jemand muss sich dafür begeistern, dafür entbrennen, entbrennen mit ganzer Seele. Und wenn dies entfacht ist, schafft man es nicht, das Andere zu verbessern. Somit fängt schon ein anderer an, dies abzudecken.

109. Und so beginnt eine Wechselbeziehung, wo ihr anfangt, euer Leben miteinander rational, zweckentsprechend aufzubauen, indem ihr einander ergänzt. Wie all dies sich entsprechend den Gesetzen der Harmonie der Materie gegenseitig ergänzt, so beginnt auch ihr, euch richtig untereinander zu verflechten.“

110. „Bei uns liegen Kunstbücher, niemand leiht sie aus. Aber anhand von Computern ist sicherlich viel Information über Kunst...“

111. „Ja, eine riesige Menge an Information.“

112. „Und diese heutige Massenbegeisterung für Computer, hilft sie gerade diesbezüglich? Nämlich in der Literatur, die da vorhanden ist, da gibt es sicherlich reichhaltigeres Material?“

113. „Eigentlich ja. Ein Computer erleichtert natürlich sehr vieles. Ihr könnt wirklich mit Information in Berührung kommen, die ihr niemals in euren Regalen haben könnt, und euer Geld würde dafür auch nicht ausreichen. Eine Sache ist es – irgendeine Disk zu kaufen, eine andere Sache ist es – solche Literatur zu kaufen, die riesigen Platz auf den Regalen einnimmt, von Staub bedeckt wird und Unbequemlichkeiten schafft. In diesem Fall gibt es hier natürlich einen eigenen Komfort, den es lohnt anzuerkennen.

114. Aber um welchen Preis ihr etwas erreicht und erlangt, hier muss man schon hinschauen.“

115. „Bezieht sich das auf Computer?“

116. „Ja. Die kosten ja immerhin auch nicht wenig. Und wie werdet ihr so etwas lösen: indem ihr euch dahinter verschanzt, dass ihr die Kunst der Völker der Welt studieren und möglichst schnell damit in Berührung kommen wollt; und deswegen überbietet ihr euch einander, oder wie? Das heißt, hier soll man schon schauen, wie ihr gerade das löst.

117. Wurde euch das gegeben, na gut, möge es so sein. Hier ist schon die Aufgabe für die anderen – nicht neidisch zu sein, wenn sie so etwas nicht besitzen. Nun, was soll's, wenn nicht, dann eben nicht.

118. Wenn sich aber jemand dies angeschafft hat, dann legt sich auf ihn schon die Verantwortung, die damit verbunden ist: Wie wird der Mensch das benutzen.

119. Alles muss man richtig betrachten lernen, damit ihr nicht neidisch werdet, damit keine bösen Gespräche und keine bösen Verurteilungen entstehen.

120. Von jedem, der mehr für sich erwirbt, von dem wird auch mehr erfragt werden. Das ist unvermeidlich.“

121. „Es gibt sehr viele Generatoren in der Berg-Siedlung (wrtl. Stadt). Für sie ist Benzin erforderlich, für ihre Benutzung wird man ständig Geld verdienen müssen. Ich wohne an der untersten Stelle der Stadt, und die Abwasser mit der Mischung aus Benzin und Öl sind sehr giftig...“

122. „Sobald sie das bewirken, muss man das abstellen.“

123. „Ich kann abends nicht einschlafen, weil es wie in einer Stadt riecht...“

124. „Das reicht. So etwas spielt eine wichtige Rolle. Wenn sich dies wirklich auf jemanden auswirkt, so müssen die Quellen, die das verursachen, der Gesundheit wegen, in diesem Fall der Reinheit wegen, geschlossen werden. Ihr könnt das benutzen, wenn dies irgendwie keinen offensichtlichen Schaden bringt.“

125. „Es ist offensichtlich zu merken.“

126. „Untersucht dieses Gebiet jetzt schon gemeinsam. Wenn es in der Realität wirklich so ist, so muss dieser Teil geschlossen werden. Also dies ist wichtiger. Orientiert euch jetzt.“

127. „Ich habe mich in dieser Sache orientiert und es ausgehalten, weil Du gesagt hast, dass wir nicht wie Höhlenmenschen leben werden, dass wir mit irgendeiner Art Elektrizität leben werden. Waren damit nicht diese Generatoren gemeint?“

128. „Natürlich nicht. Wenn es möglich ist, dies irgendwie wirklich schön, mehr oder weniger umgänglich und interessant zu lösen, ja bitte. Man kann nicht sagen, dass das nicht zu benutzen sei. Aber damit zu rechnen, dass in der ganzen Stadt Generatoren stehen werden... das wird natürlich nicht schön sein, nicht gut sein.“

129. „Ich weiß, wie man es in den Dörfern praktiziert: Da steht ein Generator, und der versorgt das ganze Dorf.“

130. „Das ist sauberer. Bitte löst dieses Thema auf diese Weise.“

131. „Besser ist es, das Geld nicht für einen Generator, sondern für Kabel auszugeben – es in der ganzen Stadt zu spannen.“

132. „Bitte, Kolja, das ist besser. Natürlich werde Ich darüber nicht begeistert sein, wenn es bei euch allen in den Höfen zu rattern beginnt, alles in Rauch eingehüllt sein wird. Wir sprechen über Generatoren, wenn es sich um eine offensichtliche Notwendigkeit handelt, die mit etwas Lebensnotwendigem verbunden ist.“

133. „Guten Tag! Ich weiß nicht, wie ich in folgender Situation handeln soll. Ich habe ein Gericht zubereitet – eine Kombination aus bestimmten Produkten und Gewürzen, die Burschen haben es sehr gerne gegessen. Und danach sagte ein Bruder zu mir: "Oh, Nina, so wunderbar! Einfach wie junges Kalbfleisch." Und ich habe aufgehört, dieses Gericht zu kochen, weil ich damit die Versuchung geschaffen hatte, dass diese Erinnerungen zurückkehren. Oder mögen sie es essen, wenn es ihnen gefällt?“

134. „Ob du Gemüse verwenden kannst? Was fragst du? Oder sollte man so kochen, dass es sich wie trockene Baumrinde anfühlt und es dadurch in keiner Weise an etwas aus der Vergangenheit erinnert? Damit man das wie Heu kaut...

135. Du fragst Mich jetzt wie einen Koch: Wie kann man auf die Weise kochen, damit es schmeckt, aber nicht an Kalbfleisch erinnert? Oder wie?“

136. „Ich möchte nicht, dass sie sich in die Vergangenheit zurückversetzen. Ich möchte, dass sie im Hier und Jetzt leben.“

137. „Die Frage, die Frage... Was willst du jetzt fragen? Ob du Gewürze verwenden darfst oder nicht?“

138. „Soll ich weiterhin so kochen, oder...“

139. „Oder was? Oder so verfahren, damit sie kauen, wie sie es wollen? Hauptsache, es erinnert nicht an Kalbfleisch, und indessen: Wird es die Kehle hinuntergewürgt – so ist es ihr Sieg, bleibt es stecken – so können sie es folglich nicht dankbar annehmen. Ich kann den Charakter der Frage jetzt nicht verstehen.“

140. „Na gut, mögen sie essen.“

141. „Ich spitze schon die Ohren: Was mögen sie essen? Möge es lecker schmecken – das ist wichtig. Deswegen, weil, wenn sie schon essen, dann gerne. Gerade das spielt tatsächlich eine wichtige Rolle.

142. Nun, möge es einem wie Kalbfleisch schmecken, das er sehr gerne essen würde. Na gut, das ist in Wirklichkeit nicht schlimm. Hauptsache, dass es schmeckt, damit Ich später nicht zu hören bekomme: "Was ist denn das? Woher weiß man, was man da isst. Man arbeitet und verausgabt sich – und mit Mühe würgt man das alles die Kehle hinunter, weil es nicht schmeckt, das ist nicht einmal als essbar zu bezeichnen!" Damit so etwas nicht geäußert wird, sondern sofort gesagt wird: "Ja, es ist herrlich gekocht worden! So lecker, wie zum Fest." Nun, das ist doch wunderbar, man kann sich freuen! Und mit was es von jemandem assoziiert wird – das ist nicht schlimm, man braucht dem keine Aufmerksamkeit zu schenken, das macht nichts.“

143. „Lehrer! Beim Hausbau werden verschiedene Arten von Kunststoff verwendet: Bauschaum und vieles, vieles andere. Sollte man dieser gewissen Umweltschädlichkeit keine Aufmerksamkeit schenken?“

144. „Weißt du, es wäre gut zu hören, was für eine Umweltschädlichkeit. Denn was man Mir zeigt, scheint zu passen. Ich kann jetzt nicht forschen, worin eben diese konkrete Schädlichkeit besteht. Angenommen, wenn es brennt, so wird vielleicht irgendein schädliches Gas ausgeschieden – das ist eine Sache. Aber dies – wenn es brennt. Und wenn es nicht brennt, wird da etwas ausgeschieden oder nicht? Also, so forscht dann schon nach, worin eben eine Schwierigkeit besteht.

145. Wenn da etwas euer Haus zum Beispiel wirklich irgendwie wärmer machen kann, und ihr müsst dann weniger Brennholz hacken, so wäre das natürlich interessant. Denn ihr lichtet (wrtl. aushacken) sehr stark den Wald, gewaltig, wobei ihr da heizt, wo es schwierig zu heizen ist, die Wärme hält nicht. Dann kann man dem schon zustimmen: Gut, benutzt Bauschaum, wenn man dadurch weniger Brennholz braucht.

146. Also kann man dem sogar zustimmen, um den Wald um euch herum nicht so schnell zu vernichten. Denn sonst ist nicht klar, woher Brennholz für jedes neue Jahr herangeschleppt werden soll. Also muss man vom rationalen Gesichtspunkt ausgehen.“

147. „Und wenn es wissenschaftliche Forschungsergebnisse gibt, die man finden kann, kann man sich darauf stützen? Oder soll man nicht darauf achten, sondern einfach von der Notwendigkeit ausgehen, dass es keine Mittel gibt, um es leichter zu machen? Oder wie soll man dies anschauen?“

148. „Ihr betrachtet das rational. Ihr lebt jetzt unter nicht einfachen Bedingungen. Und es wird schwierig sein, irgendwelche weitgehende, maximale Reinheit zu fordern. Euch können einfach eure Kräfte für ein Leben unter solchen Bedingungen nicht ausreichen.“

149. „Jetzt wohnt ein junger Mann in so einem mit Kunststoff gefertigten Haus. Er sagt, dass er dort seine Kräfte nicht regenerieren kann.“

150. „Man kann die Aufmerksamkeit darauf richten: Wie ist es gemacht, wo ist Kunststoff benutzt worden, was soll er bewirken?“

151. „Hauptsächlich bei den Wänden.“

152. „Je nachdem, an welcher Stelle der Wände. Eine Sache ist es – er befindet sich irgendwo im Innern des Hauses...“

153. „Verhindert, dass das Haus atmet...“

154. „Aber andererseits zeigt man Mir Forschungsergebnisse, wo es Kunststoff gibt, der atmet. Also, wenn man sich vor dem Wind schützt, wird er dabei atmungsaktiv sein. Aber er hält die Wärme. Er hält sie gut, aber er lässt auch durch. Und es gibt Kunststoff, der nicht durchlässig ist.

155. Also, schon je nachdem, welche Eigenschaft von ihm genutzt wird. Dann muss man sich hier schon aufmerksamer dem gegenüber verhalten. Vielleicht hat man das Material einfach nicht sachkundig im Hinblick auf diese Stelle benutzt – dann kommt es natürlich zu Schwierigkeiten.

156. Natürlich muss man auf all das seine Aufmerksamkeit richten, aufmerksamer soll man sich allem gegenüber verhalten. Es gibt auch etwas Interessantes unter den Errungenschaften der Technologien, die bei euch wirklich etwas erleichtern können. Und ihr richtet eure Kräfte, indem ihr etwas schneller machen konntet, auf etwas anderes, auf etwas nicht weniger Wertvolles und vielleicht sogar bei Weitem Wertvolleres aus.

157. Hier kann man dies schon durchaus flexibel handhaben. Aber wiederum muss aufmerksam darauf geachtet werden, dass ihr damit nicht das Milieu, in dem ihr lebt, verderbt.“

158. „Ich habe mir ein Interview mit einem Akademiker angehört, der sich mit all diesen modernen Baustoffen auskennt. Er sagte, dass gerade hermetisch verschlossene Gebäude sehr ungesund seien, da es dort keine Luftzirkulation gibt. Mehrfachverglasungen werden verwendet, allerlei Kunststoffe, die mit der Zeit beginnen, giftige Substanzen abzusondern. Fachleute der Medizin sagen, dass, wenn ein Mensch in so einem Kunststoffgebäude ausatmet, darin bis zu vierhundert krebserzeugende Stoffe zu finden sind.“

159. „Na ja... Es gibt wiederum Thermo-Häuser. Ist auch eine allgemein verbreitete Bauweise, wo sich die Wärme gut hält und sehr wenig nötig ist, um es zu heizen. Dort legt man vielleicht eine Portion Brennholz morgens in den Ofen, eine am Abend – und den ganzen Tag ist es warm im Haus. Das ist natürlich auch nicht schlecht. Aber dann hat man sich gut mit einem Ventilationssystem zu beschäftigen.

160. Das alles muss sachkundig gehandhabt werden. Wenn es nicht fachgerecht gemacht wird, dann können natürlich viele verschiedene Komplikationen auftauchen.

161. Wenn es aber dazu führt, dass ihr den Wald weniger abholzen werdet, dann ist dies auch nicht schlecht. Deswegen kann man auch auf so etwas eingehen.

162. Nun, lasst uns Forschungsarbeit betreiben. Jetzt ist es sehr schwierig, eine besondere Theorie zu bevorzugen. Die Zeit läuft, und der Wald ringsum wird sehr stark beseitigt. Und für wie lange reicht das?... Ja, nicht für lange.

163. Kohle werdet ihr hierher nicht liefern. Wenn man weiterhin mit Bäumen heizen wird – wird hier bald eine kahle Stelle sein, alles verheizt. Bei uns verbrennt man in einem Hauszelt, wo eingeladene Leute schon mehrere Jahre wohnen, vielleicht mehr Bäume, als die gesamte Stadt verbraucht. Ist das etwa gut?!

164. Darum muss man natürlich schnell etwas tun. Wenn es etwas anderes von guter Qualität nicht gibt, und man ist genötigt, bestimmte Qualität zu kaufen, ist gut. Wenn dies tatsächlich etwas beschleunigt, erleichtert, so möge dies gekauft werden.

165. Es ist beispielsweise schwierig, ein Dach zu decken. Und wenn es leichter ist, etwas aus Kunststoff oder Metall zu kaufen und wenn es diese Möglichkeit gibt, so lasst uns das anschaffen, möge es schön sein. Na, zumindest wird es sicher irgendwie funktionieren. Sonst lässt das Dach jedes Mal Wasser durch, und es ist nicht geklärt, womit man es decken soll. Eigene Kräfte reichen nicht aus, um etwas anderes, Harmonischeres herzustellen – man muss von den Möglichkeiten ausgehen.

166. Hier beginnt ihr dann schon zu lavieren, flexibel heranzugehen. Es ist sinnlos, irgendein festes Schema einzuführen. Ihr lebt schon gar nicht einfach. Und dies alles zu schaffen, bei dem Mangel an Fähigkeiten und Kenntnissen auf diesem Gebiet, sogar meistens in der Regel bei mangelnden Kräften... Varianten in Augenschein zu nehmen, wie etwas zu erleichtern ist – das wird in gewissem Maße sogar unvermeidbar sein.“

167. „So eine Frage... Wenn mir zum Beispiel ein Mann vorschlägt, mich mit ihm fotografieren zu lassen (mein Ehemann ist auch in der Nähe), wie soll ich besser handeln? Meinen Mann einladen, also dem Mann sagen, dass er uns zusammen fotografiert? Oder sich mit dem Menschen fotografieren zu lassen, und möge dieses Bild dort irgendwo später kursieren, wo ich mit ihm zu zweit drauf bin? Wie sollte eine verheiratete Frau besser handeln?“

168. „Ihm sagen, dass er deinen Mann fragen soll.“

169. „Ist es so besser, ja?“

170. „Na ja, aber andererseits wiederum – wofür das? Verstehen muss man, spüren... Verschiedene Nuancen können da im Spiel sein, verschiedene Folgen können sich ergeben.

171. Also, wenn etwas getan wird, dann wofür? Ihr denkt doch, so seid auch bei allem Nachdenkende. Fühlen und denken – muss man. Und hinspüren. Hat dich etwas verwirrt – überlege, halte an.“

172. „Aber ich kann doch das Motiv des anderen Menschen sowieso nicht einschätzen.“

173. „Richtig. Du musst es spüren und selbst abwägen, und ob es nötig ist, wofür es gut ist. Einfach nur so? Sonst kommt da etwas Unvernünftiges in Gang. Aber Unvernünftiges hat auch seinen Preis.“

174. „Gut. Danke.“

175. „Lehrer, ist es für einen verheirateten Mann richtig, folgende Handlungen hinsichtlich einer nicht verheirateten Frau, die ihm gefallen hat, zu unterlassen: ihr eine Strickjacke reichen; helfen, Geschirr zusammenzutragen, als sie zu Besuch gekommen ist; zusammen eine Strecke zurücklegen, wenn sie zufällig in die gleiche Richtung geht und dabei sich unterhalten (der Mann würde sich gegenüber einer anderen Frau auch so verhalten), wenn also diese Handlungen ein Brennen bei seiner Frau hervorrufen, und, obwohl sie auch versteht, dass dies ihre falsche Reaktion ist, sie es nicht schafft, diese zu bewältigen?“

176. „Bei diesen Handlungen gibt es keine Verletzung des Gesetzes.“

177. „Und die zweite Sache: Ist es für den verheirateten Mann richtig, die Unterhaltung mit der Frau, die ihm gefällt, so zu gestalten, dass auch seine Frau daran teilnimmt, da die Kommunikation sie verwirrt und eine schwierige Reaktion bei ihr hervorruft, wenn sie nicht mit in das Gespräch einbezogen wird.“

178. „So soll man sich nicht verhalten.“

179. „Lehrer, bedeutet es eine Schuld, wenn man das Geldminimum für den nächsten Monat im Voraus verbraucht?“

180. „Weswegen fragt ihr Mich das wieder?“

181. „Ich halte das für falsch.“

182. „Und warum nimmst du es?“

183. „Ich möchte klären. Ich nehme es nicht, es geht einfach um so eine Situation...“

184. „Und warum fragst du über andere?“

185. „Ich wollte es für mich klären.“

186. „Du selbst hältst dies doch für nicht richtig. Dann hast du keine Frage. Und wenn du es verwenden wolltest und du irgendwo dort im Innern zweifeln würdest, dann wäre deine Frage angebracht. Und so zeigt es sich, dass du sicher weißt, wie es richtig ist, und fragst aus irgendeinem bestimmten Grund.

187. Lasst euch nicht verwirren. Wenn ihr es sicher wisst, dann habt ihr keine Frage. Man soll nicht über andere fragen. Bei den anderen nämlich hängt das davon ab, in welchem Zustand sie sind, wie sie all dies begreifen.

188. Darum wird bei euch allen ein und dieselbe Handlung unterschiedlich zum Ausdruck kommen. Und jeder von euch wird für ein und dieselbe Handlung unterschiedlich verantwortlich sein. Darum ist es für euch sinnlos nachzufragen, wie der andere handelt.

189. Schaut aufmerksamer, wie ihr es machen wollt, wie ihr persönlich eine Situation begreift. Das ist sehr wichtig. Nicht aber, wie der andere handelt.

190. Ihr müsst natürlich versuchen, Vorkommnisse im Leben der anderen zu analysieren; aber so, wie sie handeln, ist für euch nur eine Hilfsinformation für Überlegungen bezüglich dessen, wie ihr persönlich etwas noch einmal aufs Neue begreifen sollt, nicht aber als ein Beispiel zum Nachahmen.“

191. „Lehrer! Zwei Jungen tragen Kettchen mit Totenkopfanhängern, wenn sie in die Schule kommen. Ist es richtig, den Kindern zu verbieten, sie zu tragen und es so zu erklären, dass dieses Symbol für die Mehrheit der Menschen ein Zeichen des Todes bedeutet? Obwohl sie sagen...“

192. „Also, der Tod existiert... Schädel werden nicht selten von Künstlern in ihren Bildern gemalt. Wenn ein Philosoph dargestellt wird, malt man nicht selten neben ihn einen Totenschädel als Attribut...“

193. „Aber soll man es ihnen so erklären, dass es bedeutet, dass...“

194. „... dass der Körper sterben kann? Na ja, er kann sterben. Und was ist daran schlimm?“

195. „Auch wenn sie sagen, das sei ebenso ein Knöchelchen wie ein beliebiges anderes.“

196. „So ist es ja. Insgesamt gesehen denken sie ja vernünftig.“

197. „Daraufhin kann ich dann nichts erwidern. Dann sage ich, dass es bei den anderen mit Tod assoziiert wird.“

198. „Na ja. Eine andere Sache ist es – wenn das für einen Menschen einen Kult bedeutet, ihm gefällt Tod, er will alles rund um den Tod heraufbeschwören. Dann kann man hier noch irgendwie eine Gefahr sehen und das besprechen, zusammen betrachten, inwieweit das nötig ist.

199. Wenn es für sie eine einfache Spielsituation ist, wo sie sich absolut einfach dazu verhalten (nicht aber den Tod zum Kult erheben und alles in diese Richtung schieben, damit alles stirbt, damit möglichst mehr solcher Knochen überall herumliegen), so kann man sich dem gegenüber einfacher verhalten.“

200. „Also wäre es gut, über dieses Thema zu sprechen...“

201. „... wie sie es verstehen, was sie darin sehen, warum sie entschieden haben, das zu tragen, was ihnen daran gefällt.

202. Normalerweise ist Romantik bei Jungen auf diese Weise entwickelt. Das ist nicht so, wie bei den Mädchen. Bei Mädchen ist nur Liebe. Und bei Jungen gibt es doch auch den Tod, Dämonen, und alles ist ihnen interessant. Sie wollen den Teufel beim Horn packen, ihm etwas beweisen. Ihnen allen scheint es so: Alles ist möglich, alles wird gelingen. Also dies ist so eine Art Übermut der Jugend...

203. Man muss sich einfach irgendwo mit Verständnis dem gegenüber verhalten, versuchen zu korrigieren. Aber das irgendwie so streng zu verbieten – das wird keinen positiven Effekt ergeben. Sie werden das sowieso machen, werden es aber dann heimlich tun.“

204. „Bin ich meinem Mann eine Ehefrau, wenn ich nicht in vollem Umfang die Intimität, die Zärtlichkeit gegenüber meinem Mann erfüllen kann?“

205. „Den Umfang, der von seiner Seite aus gefordert wird?“

206. „Ja, wenn ich diesen Umfang nicht erfüllen kann. Angenommen, ich kann nicht zu ihm ins Kinderbettchen schlafen gehen...“

207. „Und wie passt er selbst dort hinein? Er könnte den hinteren Teil des Bettes heraussägen, damit die Beine auf den Fußboden hängen können...“, lächelte der Lehrer.

208. „Oder er schläft im Sommer in einem Pyramidchen. Soll ich zu ihm dort hinkommen? Wenn nicht, so bin ich doch nicht seine Frau, richtig?“

209. „Nein, so eindeutig kann man das hier nicht betrachten. Verschiedene Eigenheiten können beim Mann vorkommen. Aber das bedeutet nicht, dass die Frau verpflichtet ist, alle Launen zu erfüllen. Etwas braucht sie auch nicht zu erfüllen. Wenn ihre Beine nicht in dieses Bettchen hineinpassen...“

210. „Ja, sie passen nicht hinein.“

211. „Sie sagt: "Nun, wie? Ich hab' es versucht – es klappt nicht."“

212. „Ist es richtig für mich, darauf zu bestehen, dass meine Tochter Klavier spielen lernt, auch wenn sie das nicht will. Sie ist aber musikalisch begabt, die Stimme ist nicht schlecht. Oder ist es besser, dass sie das schon selber entscheidet?“

213. „Natürlich wäre es gut, wenn sie es selber entscheidet, man kann auch versuchen, darauf zu bestehen. Aber das gelingt allen unterschiedlich. Man kann durch seine Anweisung im Allgemeinen Widerwillen verursachen. Alles hängt von den Fähigkeiten ab, davon, wie jemand etwas macht. Hier gibt es keine einzige Regel.“

214. „Lehrer, in mir ist so ein Bild, dass, wenn wir alle eine Arbeit gemeinsam machen, geht sie schneller voran. Aber unsere Kräfte sind sozusagen getrennt. Vielleicht ist das auch zulässig, weil es viele Aufgaben und viele Baustellen gibt, aber ich erkenne, dass es besser wäre, wenn wir alle zusammen auf irgendeinem Bau intensiv zusammen arbeiten, ihn fertig stellen und weiter beim nächsten anfangen würden. Aber dabei muss man eins sein, dann sind wir wie eine Faust, nicht aber wie abstehende Finger.“

215. „Gute Worte.“

216. „Und was interessant ist: Es geht doch an den Baustellen nicht voran, weil alles getrennt ist und sich jeder auf seiner Baustelle den Rücken schindet...“

217. „Stimmt. Und was?“

218. „Diejenigen vereinigen oder nicht, weißt Du, wie zu alten Zeiten, als unsere Zaren...“

219. „Was willst du denn fragen?“

220. „Man braucht irgendeinen Waräger, um bezüglich Arbeit zu vereinigen...“

221. „Und was denn, soll Ich ihn suchen, oder wie?“

222. „Und wo kann man ihn ausfindig machen?“

223. „Worum handelt es sich denn bei der Frage?“

224. „So etwas ist wünschenswert.“

225. „Ja, natürlich wünscht man sich das. Jetzt äußern wir alles, was sich jeder wünscht. Und was weiter?

226. Es kommt eben darauf an, dass man alles weise machen muss, ausgehend von dem Material, das es gibt. Nicht denken: "Wenn das so wäre..." All dieses "Wenn es so wäre" – ist nicht das Göttliche. Das Göttliche ist die Realität, ist das, was es gibt. Alles andere ist nicht das Göttliche, sondern das Eure. Wie ein jeder auch fähig ist, etwas auszudenken – ist auch das Eure, aber auf das Göttliche bezieht es sich nicht.“

227. „Lehrer, kann man das so verstehen, dass all dies deswegen nicht getan wird, weil wir so sind?“

228. „Das ist das Göttliche, das sind Unterrichtsstunden, die euch etwas beibringen werden. Ihr werdet eure Rücken verletzen, verletzt sie weiterhin – wunderbar, schindet sie weiterhin, sehr schön! Zum Wohl eurer Seele. Brecht euch Rücken, Becken, Knie, alles, was ihr wollt – einfach ausgezeichnet! Nun, wenn dies euer einziger Weg ist, sich irgendwie zur Erkenntnis hinzubewegen, so muss man diesen Weg auch begrüßen, immerhin führt er euch doch irgendwohin.“

229. „Zur Vereinigung.“

230. „Ja. Zum Begreifen, zum völligen Reifen irgendwelcher Kleinigkeiten, von denen ihr viel gesprochen habt, wo es aber nicht dazu kam. Irgendwo muss man fallen, sich stoßen, noch einmal aufs Neue beginnen. Nicht schlimm, es verläuft ein normaler Prozess.

231. Natürlich will man, dass alles schneller geht. Das ist ein normaler Wunsch des Menschen – etwas schneller von der Stelle zu schieben. Umso mehr kommt es auf das Temperament eines jeden von euch an, auf das Begreifen von Prozessen.

232. Jemand sieht es nicht, dass dies von der Stelle zu bewegen ist. Der andere sieht es. Er wird sich natürlich mehr beunruhigen, wird versuchen zu schieben. Und das ist auch normal. Aber es kann sein, dass es ihm nicht gelingt. Das ist auch normal, weil die anderen es nicht einsehen.

233. Man muss dies alles durchackern, es vorantreiben, man muss darin aufgehen. Nicht einschlafen, nicht die anderen miteinander oder mit sich selbst vergleichen, und nicht denken, dass, wenn sie es nicht machen, so brauchst du selber auch nichts tun. Doch, man muss es machen. Wenn du siehst, dass du es machen musst, dass du das kannst, so versuche, es zu machen. Selbst wenn nichts gelingt, versuch es!“

234. „Vielleicht filtert das negative Wahrnehmungsprisma meines schwachen geistigen Zustandes alles, was ich beobachte. Und als aufmerksamer Künstler...“

235. „Was fragst du jetzt?“

236. „Nun, ich meine, alles Negative sollte man immerhin rechtfertigen.“

237. „Aber wie rechtfertigen? Lasst es uns anders machen – es mit Verständnis dem gegenüber angehen.

238. Man kann nicht sagen, es sei wunderbar, wenn ein Mensch etwas zerbricht. Aber du verstehst, dass er in diesem Fall nicht imstande ist, etwas anders zu machen. Er hat keinen anderen Ausweg, was mit seinen Eigenschaften verbunden ist. Er kann es einfach nicht anders machen. Bei jedem Schritt von ihm – geht etwas zu Bruch.

239. Du verhältst dich dem gegenüber einfach mit Verständnis, ruhiger. Aber ihn nicht anschreien: "Warum tust du das?! Wer hat dir das beigebracht? Und du weißt, dass man das anders machen muss?!" – und läufst herum und bist nervös, schreist. Das hat keinen Sinn.

240. Er wird noch nervöser, es geht noch etwas in die Brüche, jetzt aber nur deswegen, weil du versucht hast, ihm Gutes beizubringen. Er wurde überhaupt traurig und hat alles umgeworfen. Er würde nur eine Kleinigkeit zerbrochen haben, aber durch deine Belehrungen ging noch mehr kaputt.

241. Also, du siehst, je nachdem, wie du dich bei all dem einmischst. Man muss sich mit Verständnis dem gegenüber verhalten, wohl aber dort korrigierend helfen, wo es wirklich angebracht ist.“


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