Vadim 17

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  Kapitel 25  

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Wie mit Gott oder Vissarion verschmelzen? ~ Wenn man eine Kränkung nicht überwinden kann ~ Wie verhindern in einen schweren psychischen Zustand zu verfallen? ~ Schwierige Gemütszustände sind natürlich, wenn es anormale Situationen gibt.


1. Das Treffen mit dem Lehrer im Tal der Verschmelzung am dreißigsten September.

2. „Lehrer, darf ich bei Dir genauer klären, wie das Interval richtig aufrechtzuerhalten ist? Ist es richtig, sich in einer komplizierten Situation in Gedanken zu sagen oder zu flüstern: "Ich bin auf der Handfläche Gottes"? Oder ist es besser sich vorzustellen, dass ich in die Wonne des Vaters wie in eine Decke eingehüllt bin, um nicht durch den Verstand, sondern durch die Gefühlswelt...“

3. „Alles, was du willst. Denke Gutes, und das genügt.“

4. „Wenn ich mich mit Worten an Gott wende, entsteht bei mir keine Verschmelzung mit dem Vater, bei mir entsteht das Gefühl, dass ich den Boden unter den Füßen verliere und dass ich in einen Abgrund stürze.“

5. „Stell dir alles Gute vor, alles, was du willst, und das genügt.“

6. „Und darf ich noch etwas klären? Wenn, angenommen, es mir noch nicht gelingt, mit Dir wegen irgendwelcher ungelöster Ängste zu verschmelzen?“

7. „Kannst auch mit einem kleinen Kätzchen verschmelzen. Deine Aufgabe ist es, nicht zuzulassen, dass aus dir Aggression herauskommt.“

8. „Und wenn das bei mir nicht geschieht, so habe ich folglich kein Vertrauen zum Himmlischen Vater?“

9. „Das ist nicht wichtig. Wofür brauchst du diese Antwort?“

10. „Ich will meine Angst vor Dir besiegen.“

11. „Besiege sie. Und wofür brauchst du eine Antwort auf deine letzte Frage?“

12. „Wenn es kein Vertrauen zum Vater gibt, so ist da auch kein Vertrauen zu Dir.“

13. „Und was weiter?“

14. „Nun, ich überwinde die Angst, ich stelle Dir jedes Mal eine Frage, und mir gelingt es nicht...“

15. „Mach weiter. Setze fort, das auch weiterhin zu tun.“

16. „Ich komme dem Feuer entgegen, ich stelle weiterhin Fragen an Dich, und es zeigt sich bei mir sowieso, dass ich diese Angst nicht besiegt habe.“

17. „Du machst weiter.“

18. „Immer wieder Fragen stellen?“

19. „Kluge Fragen kannst du stellen, die übrigen zu stellen hat keinen Sinn. Du musst einfach weiterhin an dir arbeiten.“

20. „Und wenn ich eine Kränkung, die sich bei mir einstellt, nicht überwinden kann?“

21. „Du arbeitest weiter. Bis zum Ende deines Lebens arbeitest du weiter.“

22. „Einfach sagen: "Ich vergebe, ich lasse es zu...", und das ist alles? Und allmählich kommt es dann, dass ich vergeben habe, dass ich gesiegt habe?“

23. „In siebenundneunzig Jahren wird es vorbei sein. Das ist normal.

24. Die Hauptsache – beurteile nicht vorschnell, ob es gelingt oder nicht gelingt. In diesem Fall wird das dein allergrößter Fehler sein. Einfach das Bemühen ist nötig. Das Bemühen wird nicht durch irgendwelche Grenzen im Voraus vereinbart. Du bemühst dich – und das ist alles. Das ist der ganze Sinn deines Lebens – sich bemühen, es richtig zu machen.“

25. „Lehrer, aufgrund der Worte meines Mannes: "Wenn du in einem schwermütigen Zustand bist, so geh zur Übernachtung in die Werkstatt" entsteht bei mir das Gefühl der Trennung, und irgendso eine schwere Schicht...“

26. „Soll ich in die Werkstatt gehen oder nicht – willst du das fragen?“

27. „Nein. Wie soll ich es verhindern, dass ich von diesem Zustand überfallen werde?“

28. „Schau nicht in diese Richtung. Diese Frage brauchst du nicht, und stelle sie dir niemals.“

29. „Also, in die Werkstatt gehe ich, das ist eindeutig, aber...“

30. „Geh in die Werkstatt, um dich zu erholen. Wenn du in einem schweren Zustand bist – so hat man es dir doch gesagt – so geh. Du gehst, weil du in einem schweren Zustand bist, ja?“

31. „Ja.“

32. „Nicht nur deswegen, weil man dich da hinschickt, sondern weil du wirklich in einem schweren Zustand bist?“

33. „Wirklich in einem schweren, ja.“

34. „Und du siehst, dass es wohltuend für dich ist?“

35. „Ja.“

36. „Nun, das ist normal.“

37. „Aber dies alles wird von einer Schwere begleitet, die...“

38. „Und was wolltest du fühlen? Jubel? Was willst du?

39. Du hast drei Varianten: Schwere erleben, Erleichterung erleben oder gar nichts erleben. Was von den drei Varianten siehst du in diesem Fall für angebrachter?“

40. „Den Jubel natürlich.“

41. „Angebrachter? Also dadurch, dass man dir sagt: "Geh in die Werkstatt", soll bei dir der Jubel einsetzen? "Endlich schickt man mich in die Werkstatt! Wie gut, dass ich dort allein übernachte!" – so etwas willst du? Womit soll der Jubel verbunden sein? Ich spreche zu dir doch über das, was angebracht ist. Was unter deinen natürlichen Umständen zu erleben ist, was für dich in diesem Fall angebracht ist?“

42. „Nun, vielleicht das, was ich verspüre. Also diese Schwere eben.“

43. „Und warum fragst du denn: "Wie ist dies wegzuschaffen?" Gegen was einzutauschen? Gegen Neutrales, wo du nichts verspürst? Oder so zu ändern, dass bei dir Jubel entsteht? Was willst du? Drei Varianten des Gemütszustandes können bei dir vorhanden sein.“

44. „Es ist so, dass ich mit Schwere weggehe, aber einstellen soll ich mich auf den anderen...“

45. „Du musst etwas erwerben. Indem du von etwas weggehst, musst du etwas anderes erwerben. Aber inwieweit ist das klug? Wie schätzt du dies als klug ein?“

46. „Soll ich vielleicht meine Vorstellung ändern?“

47. „Was? Damit bei dir was entsteht: Jubel? Oder dass da nichts ist, keine Gemütsbewegung? Oder was?“

48. „Um alles anzunehmen. Wenn man annimmt, dann entsteht sowieso ein guter Zustand, letztendlich ein Jubeln. Diese Schwere soll nämlich doch irgendwann zu Ende gehen.“

49. „Wenn es keine schlechten Situationen mehr geben wird, dann wird es keine Schwere geben.“

50. „Heißt das, diese Schwere soll von selbst mit der Zeit verschwinden?“

51. „Wie anders? Wenn dich etwas schlägt und du willst in keinem Moment Schmerz verspüren, dann musst du in irgendeinen sehr spezifischen Zustand gehen. Wenn du nicht in der Realität bist, dann kannst du lächeln, wobei du in dem Moment, wo man dich schlägt, dir Wunden zufügt, irgendwohin auf einen Punkt schaust. Du lächelst, deine Augen sind leer, scheinst aber doch irgendwohin zu sehen. Nun, in dem Zustand – ja. Suchst du denn diesen Zustand?

52. Schwierige Gemütszustände sind natürlich, wenn es anormale Situationen gibt. Wie kann man sie nicht haben? Das ist natürlich. Du bist in der Situation, wo etwas falsch ist, wo etwas nicht gemäß der Wahrheit gemacht wird, Gesetze der Harmonie verletzt werden. Dies hat natürlich seine Wirkung auf die Gemütswelt, dies wird als Schwere verspürt.

53. Auf diese Weise muss man einsehen, dass dies angebracht ist. Dass dies angebracht ist, ist in diesem Fall unvermeidlich. Darum sprechen wir über Geduld, nicht aber über Wege, wie man sich schnell durch irgendeine Übung von allen möglichen negativen Emotionen befreien kann.

54. So etwas gibt es nicht. Im normalen Sinne soll es dies in eurem Leben nicht geben. Ändert ihr euer Leben und gestaltet es normal – so verschwinden auch diese Gemütsbewegungen.

55. Aber wenn es sie gibt, werden sie Schmerz verursachen. Dieser Schmerz wird sich in eurem Innern auswirken, und ihr werdet ihn natürlich verspüren.“

56. „Soll man nicht darauf warten, dass er aufhört? Soll man einfach die Beziehung aufbauen?“

57. „Wenn anormale Situationen nicht mehr vorhanden sind, so geht er auch weg.

58. Ihr habt noch Glück, dass ihr nicht wisst, was sich um euch herum ständig ereignet, sondern ihr nur irgendwelche kurzen Augenblicke verspürt, wo man euch, bildhaft gesprochen, zwingt, mit der Nase auf etwas zu stoßen, ihr seht dies und seid schon bekümmert. Obwohl es eine Menge von bei weitem größeren Unannehmlichkeiten ringsum gibt, als das, was ihr persönlich heute erlebt, wo ihr irgendeinen Umstand, der euch nicht gefällt, der euch unangenehm ist, antrefft.

59. Tausendfach mehr Komplikationen und Schmerz findet jetzt in dieser Minute statt, in dieser Sekunde, und Leiden von solcher Art, wo man sich verstecken möchte, nur, um dies nicht zu sehen. Aber dies gibt es, es ist real, aber ihr erlebt es nicht, weil ihr davon nichts wisst, obwohl sich dies bei euch auswirkt. Es ist gut, dass ihr vieles nicht wisst. Sonst könntet ihr einfach nicht mehr leben.

60. Darum hat es keinen Sinn, davor irgendwohin wegzulaufen. Solange es das Anormale gibt, wird es sich auswirken. Und dass ihr dies empfindet, ist normal, es ist unter diesen Umständen natürlich.

61. Eure Aufgabe als Gläubige ist, richtig dadurch zu gehen, es auf richtige Weise erdulden, indem ihr euch mit der richtigen Wahrnehmung der Realität helft. Das heißt, ihr lernt zu rechtfertigen, ihr lernt, das Positive zu finden, das ihr mit eurem Bewusstsein feststellen könnt.

62. Dies ist das, was berufen ist, euren Schmerz zu mildern, ihn aber nicht wegzuräumen. Er verschwindet nicht. Denn er ist real. Wenn euch ein realer Schlag versetzt wird, so wird die Harmonie mit ihren Gesetzen verzerrt. Darum reagiert euer Organismus darauf auf natürliche Weise. Das ist normal. Aber lindert ihn, helft euch selbst.

63. Darum wird der Gläubige da hindurchgehen. Nicht, weil er dank seines Glaubens überhaupt nichts verspürt – nur den Jubel. Auf die Weise kann er das nicht. Dies wird irgendein seltsamer Gläubiger sein: Er hat sich selbst aus der Welt mit Hilfe bestimmter psychologischer Handlungen, Methoden, zurückgezogen, und das ist alles; aber in der Welt ist er nicht vorhanden. So etwas ist nicht nötig.

64. Die Menschen sind füreinander geboren, um zusammen das Vorbestimmte zu erfüllen. Nicht aber dafür – wer es schneller, schneller kann – sich voneinander zu lösen und in irgendeine andere Welt zu gehen, woher sie sozusagen gekommen sind. Es ergibt sich dann in diesem Fall eine falsche Sicht auf das sich Ereignende, auf den Sinn, weshalb ihr erschaffen wurdet.

65. Und wenn ihr füreinander da seid, so sollt ihr einander spüren. Und wenn ihr immerzu Fehler macht, wie werdet ihr das spüren? Durch Schmerz, durch Gefühle. Das wird schwer sein.

66. Und der Mensch, der nicht nach dem Licht, nach dem Göttlichen streben wird, nicht an das Göttliche, an das Gute denken wird, nicht rechtfertigen wird - der wird diese Situation nicht aushalten, er wird schnell böse werden. Er wird anfangen, durch Aggression Auswege aus dieser ungesunden Situation zu suchen – das heißt, selbst anzugreifen.

67. Und es wird ihm scheinen, dass, wenn er angreift, wenn er so ein Böser ist, wenn er so ein steinernes Herz hat, so wird er weniger Schmerz verspüren. Das heißt, er wird Wege wie das Tier suchen. Aber das ist nicht der Weg des Menschen. Ein Tier... macht es so, wie es kann, für es ist es normal, sich in diesem Milieu zu verteidigen und sich irgendwie zu behaupten, damit die anderen vor ihm Angst haben, selbst aber angstfrei bleibt.

68. Aber der Mensch soll dem nicht folgen. Niemand soll vor einem Menschen Angst haben, und er soll nichts befürchten. Das gilt grundsätzlich. Darum muss diese andere Welt gebaut werden.

6. Und solange es das Anormale gibt, solange wird es euch wehtun. Aber das ist unter den jetzigen Umständen normal, natürlich. Aber geht richtig da hindurch. Duldet es, schafft es, duldsam zu sein. Erarbeitet euch all die Ausdauer, die geistige Ausdauer, soweit das möglich ist.“

7. „Darf ich weiter fragen? Ein Mensch innerhalb der Einigen-Familie kommt, gibt einen Auftrag und bietet dafür Geld an. Darf man (der Meister,Anm.d.Übers.) dieses Geld annehmen und für irgendwelche öffentliche Notwendigkeiten benutzen, wenn der Meister selbst zu diesem Zeitpunkt kein Geld benötigt?“ 071. „Wir haben das doch schon besprochen: Innerhalb der Familie gibt es kein Geld (gemeint wird: untereinander gibt es keinen Geldverkehr,Anm.d.Übers.).“ 072. „ Handelt es sich um Geldverhältnisse unter Gläubigen, die unzulässig sind?“ 073. „In Wirklichkeit sind alle Geldverhältnisse unter Gläubigen unzulässig. 074. Wenn ihr bei der Besprechung von zu erledigenden Arbeiten von Geld redet, dann bezieht sich dies schon auf das Anormale. Ihr müsst das so besprechen, dass das nicht erwähnt werden muss. Wo aber bei dem anderen Menschen einfach der eigene Impuls, es zu geben, entstehen kann, falls er sieht, dass dies wirklich nötig ist und ohne das dasjenige, worum gebeten wird, nicht zu machen ist. 075. Aber dabei handelt es sich jetzt um so ein Schema... Alles, was das Geld betrifft, ist schon nicht das Göttliche. Darum betrachtet schon selber, inwieweit weise ihr es benutzen könnt, indem ihr irgendwelche negative Folgen auf ein Minimum reduziert. 076. Also, dies ist nicht die Tat des Lehrers – zu bestimmen, was mit Geld gemacht werden muss, wie ein Schema der gegenseitigen Verhältnisse aufzubauen ist, welche Preise zu fordern sind. Das ist dann schon absurd, im geistigen Sinne unangebracht.“ 077. „Du hast doch festgelegt, wenn ein Gläubiger im Rahmen der Familie vom anderen Bezahlung erbittet, oder selber bezahlt, so heißt das, dass der Satan dort seine gegenseitigen Verhältnisse mit ihnen herstellt. Das hast Du gegeben.“ 078. „Wenn jemand um Geld bittet, so ist das nicht normal. 079. Es ist schwer, dem etwas hinzuzufügen. Ihr fangt an, ins Extrem zu verfallen. Das ist eine sehr komplizierte, schwierige Situation. Das Geld ist nicht das Meine. 080. Und wenn ihr es benutzt, so müsst ihr hinschauen, nachdenken, was ihr in welchem Fall macht. Wenn du deinetwegen fragst: „Darf ich um Geld bitten? Ich will Hilfe leisten, da gibt es eine Möglichkeit, Hilfe zu leisten, darf ich um Geld bitten?“ – dann sage Ich dir: weshalb musst du um dieses Geld bitten? Wenn du siehst: man braucht Hilfe, und du hast die Möglichkeit, sie zu leisten, so geh´ und hilf, und das ist alles, und vergiss es.“ 081. „Und darf man um Geld bitten, nicht für sich, sondern um jemand anderem mit diesem Geld zu helfen?“ 082. „Nein, das darf man nicht. Das ist schon ein zu listiges Unterfangen. Darum ist bei denen, die sich mit dem Evangelium beschäftigen, so etwas verbreitet : Gott um Geld zu bitten, eine Million zu geben, dann haben sie eine gute Möglichkeit, denen zu helfen, die in Not sind. Und das ist ein sehr verbreiteter Winkelzug. 083. Gott kann man nur bitten, eure Kräfte zu stärken, um noch fähiger zu werden, nützlich zu sein.“ 084. „Lehrer, ich möchte wegen einer konkreten Situation nachfragen. Ein Mensch kommt zu mir und bittet, dass ich ihm etwas anfertige. Eine Frage bezüglich Geld wird nicht gestellt. Aber es ist Geld nötig, zum Beispiel...“ 085. „Du schaust, ob du es machen kannst, oder nicht machen kannst.“ 086. „Was bedeutet können oder nicht können?“ 087. „Wenn du siehst, dass du in diesem Fall einfach keine Möglichkeit hast, deine Kräfte dafür aufzuwenden, so sagst du: „Ich kann jetzt nicht, ich muss etwas anderes machen, was für mich nötig ist.““ 088. „Und angenommen, ich brauche Geld, um einen Transport zu bezahlen. Wie handelt man dann in diesem Fall?“ 089. „Nicht nötig zu fragen. Wiederum fragt ihr: „Lehrer, gib einen geistigen Hinweis, wie man richtig mit Geld umgeht“. Aber Geld bezieht sich überhaupt nicht auf das Geistige. 090. Darum soll man Mich lieber nicht fragen, für euch wird es leichter sein. Wenn ihr schon einen Fehler begeht, so werdet ihr das zumindest ein bisschen anders machen. Sonst werde Ich euch vieles sagen, ihr werdet aufhören, es zu benutzen, aber ihr könnt es anders nicht. Ich vereinfache darum den Hinweis: das ist nicht das Meine.“ 091. „Dann geschieht es so: wenn ich das einfach machen kann, ohne dass mein Bedarf wettgemacht wird...“ 092. „Frag´ lieber nicht. Denkt und überlegt so, wie ihr es selbst seht. Aber je mehr ihr ohne Belohnung machen werdet, umso besser ist es für euch. 093. Wenn ihr eure Hilfe verkauft habt, so kostet sie genau nur dieses Geld. Das heißt, im geistigen Sinne werdet ihr dadurch nichts haben, nur eben dieses Geld. Ihr habt dasjenige getauscht, was von der geistigen Position her eingeschätzt werden konnte, und dies müsste zu euch für eure Wohltat zurückkehren, ihr habt es gegen Geld getauscht. 094. Daher wird alles, was hätte zurückkommen können, wenn es einfach abgegeben worden wäre, nicht zurückkommen. Man hat euch Geld dafür gegeben. Nun denn, schiebt es unter die Matratze oder irgendwohin, spielt mit dem Papier. 095. Eine echte Wohltat eurerseits ist nur all das, was ihr einfach von Herzen abgegeben habt. Abgegeben – das ist sehr wertvoll! Das ändert euer Schicksal, sammelt irgendwelche besonderen Geschenke an, denn die Harmonie wird die Gaben, die ihr so von Herzen abgegeben habt, unbedingt zurückgeben. 096. Hat man euch aber Geld erstattet – das war dann alles, vergesst Geschenke, die euch die Harmonie bereit ist zu geben. Ihr habt die Wahl: entweder ein Geschenk der Harmonie, irgend etwas, was ihr nicht kennt, aber sehr gut und nützlich, oder einige dieser raschelnden, knisternden Bildchen.“ 097. „Lehrer, ich möchte für mich klären: Mutter-Erde und Mutter-Natur... handelt es sich um dasselbe Bild?“ 098. „Wie du willst. Das sind doch alles Bilder. Bilder kann man nach eigenem Belieben und eigenen Wünschen ändern wie man will.“ 099. „Aber man kann sich doch ein anderes Bild ausdenken. Sie ist doch lebendig, sie hat doch ihr eigenes Bild.“ 100. „Du kannst dir in diesem Fall Bilder ausdenken, die du für nötig hältst, die dir näher sind.“ 101. „Gemäß meinen Gefühlen?“ 102. „Die dir näher sind, ja. Die Fantasie des Menschen wird nicht reglementiert durch irgendwelche genaue Grenzen, was man ausdenken darf, nicht ausdenken darf. Alles, was du willst, alles, was dir näher ist, kannst du dir auch ausdenken, denn denken wirst du sowieso immer an dasselbe. 103. Das ist ebenso wie mit Gott. Es wird nicht irgendeine unbedingte, genaue Grenze festgelegt, so, wie man Ihn sich vorstellen muss, in welchen Schattierungen, mit welchen Grenzen, in welchen Maßen. 104. Ja, mögen die Menschen Ihn verschieden benennen, aber denken werden sie sowieso an dasselbe. Wie immer auch sie voreinander großtun werden, was sie auch einander beweisen werden, wie sie auch miteinander über diese Themen streiten werden, sie werden sowieso an dasselbe denken.“ 105. „Wenn man im Gebet mit dem Vater verschmilzt, damit diese Trinität zustande kommt, wie soll man richtig dieses Bild halten, um mit all dem zu verschmelzen?“ 106. „Du wirst dich verschmelzen, selbst wenn du keine Bilder festhalten wirst. Alle diese Bilder sind frei, das heißt, das Erschaffen derselben ist im Leben des Menschen frei. So, wie du es kannst, so erschaffe sie auch. Hauptsache, dass es sich dabei vor allem um deine Aufrichtigkeit handelt, dass sich bei dir dein günstigster, dein bester innerer Impuls äußert, dass du dieses Gute aus dir herausströmen lässt. Aber in welche Bilder du dies hüllen wirst, das ist frei, das ist deine Fantasie. Bitte, das ist normal, hier wird nichts Störendes geschehen.“ 107. „Und noch eine Frage. Da meine Kinder fern von mir sind, möchte ich sie wärmen, mit ihren Seelen reden. Manchmal gelingt es mir irgendwie, nur kann ich nicht verstehen: rede ich so mit mir selber, oder trotzdem mit dieser Seele?“ 108. „Man muss es glauben.“ 109. „Glauben, dass ich eben...“ 110. „Dass du das tust, was du möchtest.“ 111. „Dass ich mit dem Menschen verschmelze, mit dem ich das möchte, ja?“ 112. „Ja, ja.“ 113. „Und kommen solche Hinweise von höherer Welt? Oder rühren sie von dem Bild her, mit dem ich mich verschmelze?“ 114. „Von überall her können sie kommen. Das ist etwas, was zu kontrollieren du jetzt noch keine Möglichkeit hast.“ 115. „Es gelingt noch nicht, ja?“ 116. „Du hast einfach nicht einmal die Möglichkeit, das zu tun, du hast keine solche Eigenschaften. Darum kannst du dich dem gegenüber einfacher verhalten. 117. Darum werden auch keine genauen Grenzen gesetzt. Jede zusätzliche genaue Grenze verpflichtet, sie verpflichtet, etwas schon besser zu machen, als du es vorher gemacht hast, als du diese genaue Grenze noch nicht kanntest. 118. Und wenn Ich euch schon irgendwie sage „ihr seid frei“, so sollt ihr folglich vorläufig dort mit solchen genaueren Bestimmungen nicht eindringen, sonst nehmt ihr unvermeidlich eine große Verantwortung auf euch. Aber dann sollt ihr auch bereit sein, diese notwendige Arbeit zu machen, da ihr euch in dieser Verantwortung befindet. Und dafür sollten bei euch schon andere Eigenschaften vorhanden sein. 119. Darum lassen wir vieles noch auf der Ebene der poetischen Sagen, obwohl hinter diesen auch das Konkrete vorhanden ist. Aber jetzt ist es nicht an der Zeit, vieles von diesem Konkreten zu bestimmen. Obwohl schon vieles eröffnet ist.“ 120. „Aber man muss sowieso damit arbeiten?“ 121. „Womit?“ 122. „Um mit demjenigen, mit dem ich das möchte, zu verschmelzen.“ 123. „Mit wem? Mit demjenigen, dem du helfen möchtest?“ 124. „Mit meinen Kindern.“ 125. „Sich verschmelzen, wenn du jemandem helfen willst, - natürlich. Du beginnst, an diesen Menschen zu denken, zu versuchen, ihn dir möglichst genau vorzustellen und ihm Gutes zu wünschen, das, was du ihm wirklich wünschst, was du äußern willst.“ 126. „Und darf man versuchen, mit ihm zu reden?“ 127. „Es lieber nicht versuchen. Hier kann Ich schon nichts besseres raten. Du sendest einfach dorthin aus, und das ist alles, ohne etwas von dort zu empfangen.“ 128. „Aber wenn man verschmilzt, dann wird sowieso etwas vereinigt.“ 129. „Wird vereinigt. So sende denn auch aus. Aber es wird nicht dafür vereinigt, dass du etwas empfängst. Sende aus – das ist normal, das reicht. 130. Lenke deine Aufmerksamkeit nicht darauf, was zurückkommt. Es kann sehr Verschiedenartiges zurückkehren und aus verschiedenen Quellen, mit unterschiedlichem Sinn, der auf das primitive Bewusstsein des Menschen berechnet ist. Und das Häkchen wirst du hinunterschlucken, es wird dir sehr schmecken, aber danach ist es nicht mehr herauszuziehen.“ 131. „Darf ich etwas über Kinder fragen? Die Kinder zanken sich untereinander, raufen sich. Und die erziehenden Pädagogen nehmen zwei Positionen ein. Eine Ansicht – nicht klären, die Kinder haben sich einfach versöhnt und fertig. Die andere Position – dennoch die Situation besprechen: weswegen, warum ist das geschehen? Und wie muss man richtig handeln?“ 132. „ Je nach Situation. Es gibt hier keinerlei kategorischen Hinweis.“ 133. „Damit das Kind eine Lehre daraus zieht und im weiteren, nehmen wir mal an, schon darüber nachdenkt, was es tut.“ 134. „Bitte, bitte.“ 135. Also je nach Schärfe der Situation?“ 136. „Bei allem kommt es nicht nur darauf an, wie scharf die Situation ist, sondern auch darauf, wie man damit umgeht. Aber wie dies gemacht werden soll, dies muss man betrachten, anschauen, welche Nuancen in diesem Fall verwirrt haben. Und daraufhin schon nachfragen: „Und war es nötig, in diesem Fall die Stimme zu erheben und jemanden mit solchen Worten anzuschreien?“ Dann kann man schon sagen: „Ja, hier wurde übertrieben, dies hätte man so lieber nicht machen sollen“. 137. Also dies alles bedeutet eine kreative Suche. Ihr versucht es so und anders. Eure Aufgabe ist es – den Kindern zu helfen, ihren Fehler zu verstehen. Wie kann man das fertig bringen? 138. Man kann schweigen, als ob nichts passiert wäre, das kann sehr wirksam sein. Wenn das Kind versteht, dass es nicht richtig gehandelt hat, so erwartet es eine Bestrafung von euch, und ihr habt es nicht bestraft. Aber es weiß, dass ihr versteht, dass es wirklich falsch gehandelt hat. 139. Und wenn ihr das Kind nicht bestrafen werdet, so bedeutet dies gar nicht, dass alles für das Kind schon folgenlos vorbei ist. Nein, dies kann für es sehr wirksam sein: es wird sich sehr schämen, und es wird ihm nicht gut zumute sein. Aber dies alles muss man sehr geschickt anschauen, anwenden, dies kann hier nicht besprochen werden.“ 140. „Literaturunterricht. Folklore, russische Volksmärchen. Man muss einem Kind Kenntnis über diesen Stoff vermitteln. Wir besprechen es. Und das Kind sagt: „Und ich mag sowieso diese Märchen nicht. Sie sind für mich überhaupt nicht interessant.““ 141. „Richtig, richtig.“ 142. „Ich denke: ja, wirklich, dort gibt es sehr viel von unserer negativen Erfahrung.“ 143. „Nein, sie haben einfach schon ein anderes Betrachtungsniveau der Realität gegenüber, ein ganz anderes. Ihnen gefällt das Negative, aber das einer anderen Ebene. Es soll nicht aus dem Bereich Heldensagen, nicht solcher russischen Sagen sein, sondern aus der Ebene der Fantasie, dort sollen Zombies vorkommen und ähnliches. Und was ist dort, Smeij Gorinitsch (negative Gestalt im russ.Märchen, Anm.d.Übers.) – irgendeine Eidechse kriecht da, irgendein Mutant! Und hier gibt es belebte Skelette, Zombies, solide Monster!...“ 144. „Aber es ist so ein interessanter Aspekt entstanden: ich muss dem Kind die Aufgabe stellen – russische Volksmärchen zu lesen, aber sie gefallen ihm nicht, aber den Stoff muss es sich doch aneignen...“ 145. „Hier soll man einfach sagen, dass dies getan werden muss. Sag´ es so: „Ich verstehe, dass es Unsinn ist, natürlich, aber es muss getan werden, weil es anders nicht klappt, die Schule zu beenden.““ 146. „Ja, man muss doch Prüfungen ablegen.“ 147. „Sag´: „Ja, dann gehen wir halt arbeiten. Dann muss das jetzt mit dem Wirtschaftsrat besprochen werden, einfach im Männer-Arbeitstrupp (wrt. Brigarde) eingestellt zu werden. Wofür Zeit mit dieser Literatur verschwenden?““ 148. „Und wenn das Kind sein Märchen schreiben will, Bilder dazu in Ölfarbe selbst malen will?“ 149. „Es zu versuchen kann man gestatten.“ 150. „In der Weise habe ich ihm diese Aufgabe gegeben: wenn du willst, so versuch´ es.“ 151. „Ausgezeichnet. Möge es das versuchen, richtig.“ 152. „Und dann werden wir betrachten, welche Heldentaten vonstatten gehen.“ 153. „Richtig, richtig: wo Übertreibung vorkommt, wo es etwas Interessantes gibt. Einfach schauen, wie es seine Gedanken ausdrückt. Hier kann es viel Interessantes geben. 154. Aber tatsächlich bekommen Kinder nun solch einen Umfang an Information! Die Literatur wird jetzt rapide ihre Anziehung verlieren. Sie zog uns in unserer Schulzeit auch nicht besonders an, und jetzt überhaupt...“ 155. “Lehrer, ich habe in der Unterrichtsstunde ein Kind als “Schlafmütze“ (wrtl. Bremse) bezeichnet. Ich habe versucht, es irgendwie wachzurütteln, ich hatte gesehen, dass es in der Pause sehr aktiv war, und in der Stunde konnte ich es nicht anregen. Ich verstehe, dass das noch so eine Grobheit von mir ist...“ 156. „Und dann sagst du: „Oh, Schitt!““ (Die Zuhörer lachen.) 157. „Na, das werde ich bestimmt bald sagen. Nein, natürlich werde ich mich bemühen, so nicht zu reden. Ich versuche einfach, mit ihnen sozusagen in der gleichen Sprache zu reden. Ist es richtig, dass ich mich jetzt bei ihm vor der ganzen Klasse entschuldige?“ 158. „Besser so, natürlich. Sag´: „Kinder, ich habe das gesagt und gespürt, dass es überhaupt nicht gut ist, solche Wörter zu benutzen.““ 159. „Ja, man versucht es mit ihnen auf einer Welle, aber das ist folgenschwer.“ 160. „Nein, in diesem Sinne soll man mit ihnen nicht auf einer Welle schwimmen. Weshalb bringt man ihnen denn etwas bei? Alle sind auf derselben Welle geschwommen – fertig... Und die Lehrer kommen mit einem Schleudern da heraus.“ (Die Zuhörer lachen weiterhin.) 161. „Möge Allah die Tage Deines Verweilens unter uns vermehren! Die Aussage „Willst du vor Gott weise sein – so werde vor den Menschen verrückt“ bezieht sie sich auf diejenigen, die wir die Glückseligen nennen?“ 162. „Es geht darum, dass, wenn ihr euch bemüht, Göttliches zu tun, so hören viele um euch herum auf, euch zu verstehen, also diejenigen, die sich nicht besonders bemühen, richtig zu handeln. 163. Die Entwicklung ist immer damit verbunden, dass eine geringere Anzahl von Menschen aus der gesamten Menschenmenge aktiv ist. Entwicklung beginnt dank Einzelner. Irgendein Vorangehen, Fortschritt – all dieser Erwerb von etwas Großem beginnt dank Einzelner. Dank jener Menschen, die, indem sie dieser Sache ihr ganzes Leben gewidmet haben, mit Hilfe ihres Talentes, all ihrer Kräfte, wobei sie vieles nicht beachten, sie nach etwas Erhabenem, Großen streben, entdecken sie dieses Erhabene und Große. Aber das sind wenige. 164. Und natürlich, da sie sich von der umgebenden Masse entfernt haben, werden sie von dieser Menschenmenge nicht verstanden, man versteht sie nicht. Für sie ist so ein Sonderling (wrtl. Herausbrechender) wie ein Verrückter: er sagt irgendwelchen Unsinn, sie verstehen es nicht. Er erscheint ihnen als nicht normal. 165. Und nur mit der Zeit freuen sich dann alle, sie malen schon sein Bildnis, gestalten Skulpturen, Reliefs, man stellt Gedenktafeln auf, man sagt: „Was war er doch für ein wunderbarer Mensch!“ Obwohl man ihn seinerzeit durchweg für einen Schuft gehalten hat, für irgendeinen Gauner, einen Nichtsnutz (wrtl. Bremse) und so weiter. Aber in Wirklichkeit entdeckte er tatsächlich das Gute. 166. Und genau so, wenn die Menschen nach dem Göttlichen streben, einerseits – es gibt irgendeine mehrheitliche Wahrnehmung des Göttlichen (wenn sich ein Mensch für gläubig hält, aber auch nicht besonders bestrebt ist, etwas Gutes zu tun, er macht nur das, was ihm leicht fällt; da, wo er aber seine Kräfte anwenden muss, tut er das nicht sonderlich). 167. Und es gibt auch solche, die wirklich beginnen, alle ihre Kräfte einzusetzen. Sie bleiben auch in der Minderheit, und die Mehrheit kann sie nicht verstehen. Man fängt an, sie zu verführen, sie zu verlocken: „Warum machst du auch immer alles schon so ganz richtig!“ Also zumindest fängt man irgendwie an, ihn, seine Kräfte, seine Sicherheit, Beharrlichkeit allmählich zu schwächen. 168. Zu diesem Thema gibt es so eine einfache Volksweisheit: willst du zu Gott streben, willst du weise vor Ihm sein, so schaue nicht darauf, was die anderen über dich sagen. Denn es handelt sich um eine bestimmte Unvermeidlichkeit, dass du ihnen unverständlich bleibst. 169. Und falls sie dich nicht verstehen, so werden sie kaum sagen, du seist klüger als sie. Sie sagen im Gegenteil, dass du dümmer geworden bist, dass mit deinem Kopf etwas nicht Normales vonstatten gegangen ist. Also, sie fühlen sich besser, wenn sie einen anderen als dümmer bezeichnen und nicht als klüger als sie es selbst sind. 170. Gerade damit ist die einfache Weisheit verbunden. Also, wenn dich deine Nächsten für verrückt erklären, so sei beruhigt, alles verläuft normal. Somit ist bei dir alles in Ordnung,“ – lachte der Lehrer auf. 171. „Es geht um die Erziehung des Kindes. Wenn das Kind fragt, irgendeine Frage stellt, ist es da besser, bei ihm nachzufragen, was es selber darüber denkt, damit es beginnt, sich selbstständig zu entwickeln?“ 172. „Das ist normal. Man kann ein wenig mit irgendwelchen zusätzlichen Fragen so stimulieren, sodass es irgendeinen eigenen Gedanken äußert, versucht zu überlegen, nachdenkt, sich etwas vorstellt, und danach erst mit ihm das Eigene teilen, es vergleichen, gemeinsam an etwas denken. So etwas ist normal.“ 173. „Warum geht es mir gut, wenn ich traurig bin und nicht so gut, wenn ich heiter bin?“ 174. „Das Traurig-Sein ist in Wirklichkeit eine gute Erscheinung im Leben des Menschen. Es lässt den Menschen die Realität bei weitem feiner und poetischer wahrnehmen. 175. Wenn man heiter ist, beginnt man alles etwas oberflächlich anzuschauen. Dies macht sozusagen alles ein bisschen dicht und hält den Menschen auf der Oberfläche des Lebens. Aber wenn es einem traurig zumute ist, beginnt man, in das Leben einzutauchen, sich in ihm aufzulösen und sehr vieles zu bemerken. 176. Ein schöpferischer Mensch verharrt des öfteren in Traurigkeit. Ihm hilft das, vieles bei weitem tiefer und interessanter zu betrachten, als wenn man lacht – dabei verweilt man in der Welt etwas weniger ernstnehmend. 177. In Wirklichkeit ist beides gut, weil das Lächeln auch sehr heilsam für die Gesundheit ist, das Traurigsein aber auch für die Erkenntnis sehr wichtig ist.“ 178. „Lehrer! Sag´ bitte, gibt es ein Kriterium für übermäßig lang andauernde einseitige Liebe seitens der Frau?“ 179. „Wofür? Frag´ einfach so: Wenn Liebe zu lange dauert, unbeantwortet, darf man... was weiter tun? Aufhören zu lieben? Das wird nicht gelingen. Soll man anfangen, einen anderen zu lieben. Das wird nicht gelingen. Weshalb willst du denn etwas über ein Kriterium fragen? Das Kriterium... und was? Es wird ein Kriterium genannt, und was weiter tun?“ 180. „Und der Begriff von Sich-Jemandem-Aufzwingen...“ 181. „Sich jemandem aufzwingen ist schon eine andere Sache. Das ist dann mit irgendwelchen Handlungen verbunden. Jemanden einfach dauernd lieben – das bedeutet nicht sich aufzwingen, das ist normal. 182. Sich aufzwingen – geht von einer Handlung aus: wenn du hingehst und etwas machst, und der Mensch stößt dich schon weg: “Verschwinde aus meinen Augen!“ Und du versuchst immer, ihm aufzufallen, unter seinem klaren Blick zu erscheinen, seine Haare aber stehen ihm schon zu Berge. Dann natürlich,“ – lächelte der Lehrer. 183. „Grundsätzlich nimmt er meine Hilfe gerne an und unterstützt mich, wenn ich um etwas bitte, er verweigert nie etwas.“ 184. „Das hier sieht nicht nach so etwas wie sich aufzwingen aus. Das ist etwas anderes. Man zwingt sich auf, wenn man sich bemüht, das zu tun, was der andere Mensch nicht möchte, nicht zu sehen wünscht.“ 185. „Seinerseits wird keine Initiative bekundet, also er unterstützt nur.“ 186. „Wenn du in Verwirrung geraten bist, dann frage bei ihm nach: ob es in diesem Fall normal sei, was du versuchst anzubieten? Ob ihn das nicht störe? Also hier wird ein Nachforschen durchaus angebracht sein, wenn wirklich eine Verwirrung entstanden war. Aber wenn du siehst: er unterstützt das, dann sollte man sich vielleicht auch nicht so schnell beunruhigen. Also es muss dich etwas verwirren. Aber wenn dich etwas verwirrt hat, dann frage wegen größerer Genauigkeit nach, das wird normal sein.“ 187. „Lehrer, berate mich bitte in folgender Frage. Verstehe ich es richtig, dass ich in meiner Situation Demut erarbeiten soll? Ich bin Architekt, und außerhalb der Gemeinschaft (wrtl. in der Welt) wird mein Objekt mehrmals genutzt und meine Urheberschaft nicht erwähnt. Also, mein erster Bau – war verbunden mit der Erwähnung meines Namens, und wird schon im weiteren in der Stadt mehrfach gebaut. Ich verstehe es so, dass ich die Situation dort schon nicht mehr kontrollieren soll, dass mir diese Situation wegen Demut gegeben ist.“ 188. „Richtig, richtig. Wenn es schon so läuft, ist doch ausgezeichnet. Das wird sich schon auch auf das Geschenk beziehen, von dem wir anfangs gesprochen haben. Je weniger ihr um Lohn für irgendwelche Arbeit von euch bittet, umso mehr geht die Verantwortung über in Richtung Natur, in Richtung der Gesetze der Harmonie, dass sie dann schon verpflichtet sein wird, euch zu geben. Aber sie hält in diesem Fall keine billigen Geschenke bereit. Sie sind bei weitem wertvoller als jene Beträge, die die Menschen anbieten können.“ 189. „Und die zweite Frage. Manchmal bekomme ich Aufträge, Restaurants, Kinohäuser zu projektieren. Ich verstehe es jetzt so, dass ich absagen soll.“ 190. „In diesem Fall ja. Weil das solche Objekte sind... dort wird der Mensch vernichtet. Das heißt, du wirst da so ein Krematorium projektieren.“ 191. „Und wenn es sich um ein Café handelt?“ 192. „Wenn dort eine gute Nutzung vorauszusetzen ist, so ist das natürlich normal.“ 193. „Lehrer! Sag´ bitte, darf ich meiner Frau in folgender Situation nicht entgegenkommen? Ich beschäftige mich mit Fotografie. Für mich ist das Kunst eigener Art. Ich habe von ihr ein Bild für sie gemacht, wo sie meiner Meinung nach sehr vorteilhaft aussieht. Also, diese Aufnahme ist für mich so ein kleines Meisterwerk. Aber sie ist dort in so einem eng anliegenden T-Shirt abgebildet, das ihre Brust sehr genau betont, und sie bittet: „Drucke dieses Foto nicht aus und zeige es keinem mehr“. Darf ich ihr das verweigern?“ 194. „Und im Internet ausstellen?“ 195. Der Mann, der die Frage gestellt hatte, lachte auf und sprach weiter: „Wenigstens zu Hause aufhängen, damit ich mich daran erfreuen kann. Also für mich liegt da die Würze in ganz was anderem, aber sie stört dieses kleine Detail.“ 196. „Wenn du es zu Hause aufhängst, ihr aber wird es nicht gefallen, es wird sie immerzu stören, so lohnt es sich vielleicht irgendwie, auf sie zu hören. Aber andererseits – verstecken... Was heißt verstecken? Hast du vielleicht vor, es so zu verstecken, dass es niemand findet?“ 197. „Nun, wie? Es wird bei mir, sagen wir, als digitale Variante vorhanden sein, nur ich kann es sehen.“ 198. „Und sofort, nachdem es dich nicht mehr gibt, wird es dort auch verschwinden? Oder wird irgendwohin weitergehen? Schau, alles, was bleibt, ist schwerlich geheim zu halten. Alles, was du existieren lässt, wird allen bekannt werden, sei dazu bereit.“ 199. „Also, soll ich einfach mit ihr irgendwie milder reden, es ihr erklären, vielleicht?“ 200. „Damit sie einwilligt, dass... Leute sie betrachten werden.“ (Das Lachen der Zuhörer begleitet die Antwort des Lehrers.) 201. „Verstanden. Und eine zweite Frage. Du hast über die Harmonie gesprochen und mich wegen ihrer Geschenke etwas neugierig gemacht...“ 202. „Wo kann man sie finden, ja? Von den Orten sprechen?...“ – lächelte der Lehrer. 203. „Nein. Ich dachte einfach: hier kann doch eine unreine Absicht bei solch kostenlosem Herstellen füreinander entstehen, da die Harmonie dies besser belohnen wird. Kann sich so etwas in die Seele einschleichen?“ 204. „Also derartiger Eigennutz: „Und wenn es vorteilhafter ist als jetzt um Geld zu bitten?“ – ja? Nun, bei eurer Herangehensweise an das Leben, schätze Ich, wird das bei vielen auftauchen. Aber möge es auch so sein, was soll´s, zumindest wird man etwas tun. Möge es auch mit solch einer Absicht sein, so wird zumindest etwas kostenlos gemacht.“ 205. „Ich stelle es mir einfach so vor: da mache ich etwas für jemanden kostenlos, und mir fallen sofort Deine Worte ein, nämlich die Harmonie habe bessere Geschenke. Und wie ist das zu bewältigen?“ 206. „Und man kann so denken: und da es sie schon ein Jahr, ein paar Jahre lang nicht gibt, so hat der Lehrer gelogen; Er sei überhaupt schon kein Lehrer mehr, wenn Er die Unwahrheit sagt. Und so geht es weiter... 207. Wie ist das alles anzuschauen? Betrachtet man das alles – dann muss Ich einfach schweigen. Und auch selbst dann findet ihr irgendeinen Grund, und dies wird sehr eigenartig und seltsam gedeutet werden. 208. Also, wenn Ich hier schon die Wahrheit eröffne, so verstehe Ich natürlich, dass ihr sie sehr eigenartig, auf verschiedene Weise sehen könnt. Aber wie soll es gehen, wenn es nicht gesagt wird. Ich rechne doch mit den Klugen. Also, Ich bin doch bereit, Perlen zu werfen, aber Ich hoffe irgendwie, dass Ich dort bin, wo Ich sein soll, nicht inmitten von ...“ 209. „Ich meine, dass man wohl keine Angst davor haben braucht, dass so ein Gedanke irgendwo in den Kopf schießen könnte?“ 210. „Nein. Hauptsache, dass du auf deine Gedanken achtest. Wem da was in den Kopf kommt – das ist schon nicht deine Sache. Achte auf dich. Aber selbst wenn das auch bei dir durchschlüpft, so heißt das noch nicht: „Nein, dann verkaufe ich es schon lieber, um meinen Egoismus nicht zu befriedigen“. 211. Wo wird dann so etwas Extremes hinführen? Im Hinblick auf den Zweck, sich in Reinheit aufzuhalten, fangt ihr an zu verkaufen, damit sich bei euch nirgendwo der Gedanke hereinschleicht... So lieber nicht, möge es lieber auf schlechte Weise geschehen, aber in die notwendige Richtung bewegt werden. Und da wird es sich allmählich ausgleichen. 212. Hauptsache – dies im Innern zu verstehen... Ihr habt die Information entgegengenommen, und sie wird beginnen sich auszuwirken. Also sie beginnt, sich allmählich einzunisten, sich im Innern zu verteilen, das Informationsfeld des Menschen, sein Bewusstsein, zu verändern. Jetzt wird dies alles unvermeidlich beginnen. 213. Irgendwelche ersten Motive werden einfach falsch sein, allmählich wird das Reifen stattfinden. Also ihr werdet sowieso beginnen, dieser Information zu entsprechen. Je mehr ihr euch daran erinnert, umso mehr und aktiver ändert sich euer Wesen. Und ein Nachreifen setzt unvermeidlich ein. Das heißt, allmählich wird alles auf seinen Platz kommen.“ 214. „Lehrer! Einem Menschen reichte das Geld nicht, und ich habe es ihm gegeben. Mein Impuls war Mitleid, ich war einfach müde in diesem Moment. Und auf einmal fühlte ich, dass ich ihn in eine Grube gestoßen hatte.“ 215. „Als du ihm das Geld gegeben hattest?“ 216. „Ja.“ 217. „Nun gut, und was? In der Grube wird er den notwendigen Schatz finden, so einen, der viel mehr wert ist als das Geld. Alles ist normal. 218. Angenommen, wenn du gefühlt hättest, dass, wenn du das Geld geben wirst, du ihn damit in eine Grube stoßen wirst, würdest es aber tun, so wäre dies ein Fehler. 219. Und wenn ihr ohne den Gedanken an einen Fehler sozusagen gefühlt habt, dass ihr es geben sollt, ihr irgendein inneres Motiv gehabt habt, die Bitte des anderen zu befriedigen, und nachdem ihr das getan habt, habt ihr bald gespürt, dass ihr einen Fehler begangen habt, - so ist das kein Fehler, ihr musstet diesen Schritt tun. 220. Er war für diesen Menschen notwendig, darum hat es sich auch so ereignet, dass ihr die Notwendigkeit des ein oder anderen Schrittes nicht rechtzeitig (sozusagen nicht rechtzeitig) einschätzen konntet. 221. So ein vorübergehendes Verschleiern des Bewusstseins kann bei euch vorkommen. Danach wird euch sozusagen bewusst: „Na so was! Ich habe doch gut verstanden, dass ich das nicht machen sollte, warum aber habe ich das getan?“ Das ist normal. 222. Ein Engel hat mit seinem Flügel eure Augen etwas zugedeckt, und ihr habt den Menschen in die richtige Richtung gestoßen. Ansonsten hättet ihr ihn in seiner Entwicklung gestört, wenn ihr ihm das Geld nicht gegeben hättet und ihn nicht in die Grube hättet fallen lassen. Und dort hat er so vieles nötig gehabt! 223. Normal, macht euch keine Sorgen! Hauptsache, dass ihr keinen bewussten Fehler macht. Wie lange schon wiederhole Ich euch diese Wahrheit: es handelt sich dann um eine Sünde, wenn ihr bewusst das tut, was ihr als etwas Falsches begreift. 224. Aber wenn ihr einen Schritt getan habt, wo ihr das Falsche nicht begriffen habt, so habt ihr normal gehandelt. In diesem Fall war das nötig.“ 225. „Lehrer, wie ist es richtig, die Frage zu beantworten: Was hast du von dem Treffen in Erinnerung behalten?“ 226. „Vieles.“ 227. „Verstehe ich es richtig, dass es falsch ist, es so zu sagen: „Bei mir ist so ein Bild zurückgeblieben“, oder „Mir ist das, das und das im Gedächtnis geblieben“? Ist es denn richtiger zu sagen, dass ein bestimmtes Thema berührt wurde?...“ 228. „Ja, möglich. Wie du willst. So, wie du es für nötig hälst, so antworte auch. Sag´: „Mir ist hängengeblieben, dass ich irgendwo geflogen bin, so gut war es! Aber wie kann ich es dir wiedergeben? Ich kann es nicht. Ich würde froh sein, wenn ich es könnte.“ Wie du willst, Dima. 229. Es gibt nicht solche Regeln, wo Ich sagen würde: „Weißt du, in solchen Fällen da muss man dies sagen, aber das darf man keinesfalls sagen“. So ist es nicht richtig. Du teilst doch sowieso etwas mit, was du erworben hast. Indem du dich austauschst, kannst du etwas richtig ausdrücken, kannst etwas aber auch durchaus nicht richtig wiedergeben, das ist auch möglich. Aber hier ist dies sowieso nicht durch feste Regeln im voraus zu besprechen. 230. Wisse einfach, dass du mit irgendeiner falschen Mitteilung vielleicht irgendeine eventuell ungenaue Korrektur in das Leben des Menschen einbringst. Verallgemeinere dann das Thema, wenn du dich nicht genau erinnerst. Weißt du es genau, so versuche, es genau so wiederzugeben, das ist auch möglich. 231. Um so mehr, als bei euch vieles, was nötig ist, als Audio-Aufnahme festgehalten ist, was ihr sowieso hören könnt. Das geht nicht verloren, wenn es den Wunsch danach gibt. 232. Nun, das war´s. Ich wünsche euch Glück. Bis zum nächsten Treffen.“


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